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„Liste der Präsidenten am Reichskammergericht“ – Versionsunterschied

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| Seine Tätigkeit am Reichskammergericht ruhte seit 1632, als er nach dem Tod seiner Mutter die Verwaltung der Herrschaft Büren selbst übernahm.<ref>{{ADB|3|585|586|Moritz von Büren|[[Josef Bernhard Nordhoff]]|ADB:Büren, Moritz von}}</ref>
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| [[Johann Eusebius Fugger]]
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Version vom 7. März 2026, 11:08 Uhr

Die Liste der Präsidenten am Reichskammergericht enthält die Präsidenten, die in der Zeit des Bestehens dieses Amtes (Anfang des 16. Jahrhunderts bis 1806) den Senaten des Gerichts vorstanden. In der Regel arbeiteten zwei Senate parallel. Im Zeitalter des Konfessionspluralismus im Reich wurde strikt darauf geachtet, dass immer je einer der beiden Präsidenten je einer der im Reich offiziell zugelassenen christlichen Konfessionen angehörte – römisch-katholisch (rk.) und lutherisch (luth.), ab 1648 dann evangelisch.

Liste

Amtstracht von Präsident (links) und Kammerrichter (rechts) im 18. Jahrhundert, Reichs­kammer­gerichtsmuseum
Präsident Lebensspanne Amtszeit Kon-
fes-
sion
Anmerkung
Graf Bernhard III. von Eberstein 1510–1519 rk.
Johann von Hattstein um 1447–1546 1519–1546? rk. Großprior der deutschen Ordensprovinz des Johanniterordens
Graf Adam von Beichlingen 1465–1538 1521–1535 rk.
Graf Wilhelm IV. von Eberstein 1497–1562 1546–1555 rk. 1556 führte Wilhelm IV. in der Grafschaft Eberstein die Reformation ein.
Friedrich von Löwenstein[1] 1528–1569 1554–1562 ab 1562 Kammerrichter des Reichskammergerichts
Philipp von Winneburg-Beilstein[2] um 1524–1583 1561–1582 ab 1582 Kamerrichter des Reichskammergerichts
Johann VIII. von Hoya 1529–1574 1562–1564 rk. Fürstbischof von Osnabrück (1553), Münster (1566) und Paderborn (1568)
Graf Schweikhard von Helfenstein, Freiherr von und zu Gundelfingen 1539–1599 1562–1564 luth. 1565 konvertierte er zur römisch-katholischen Konfession.
Freiherr Georg Theseres von Fraunhofen † 1599 um 1569
Freiherr Cuno von Winnenberg und Beilstein um 1580/83
Graf Georg III. von Helfenstein, Freiherr von und zu Gundelfingen 1571–1607 um 1591
Graf Froben Christoph von Helfenstein, Freiherr von und zu Gundelfingen 1573–1622 um 1603
Freiherr Moritz von Büren 1604–1661 1629–1632 (1644) Seine Tätigkeit am Reichskammergericht ruhte seit 1632, als er nach dem Tod seiner Mutter die Verwaltung der Herrschaft Büren selbst übernahm.[3]
Graf Emmich XIII. von Leiningen-Dagsburg[4] 1612–1661 luth.
Johann Eusebius Fugger 1617–1672 1649–1670 rk.
Freiherr Philipp Franz Eberhard von Dalberg 1635–1693 1671–1693 rk.
Graf Johann Anton von Leiningen-Westerburg 1688–1698 luth.
Graf Karl Ferdinand von Manderscheid † 1697 1694–1697 rk.
Graf Franz Adolf Dietrich von Ingelheim 1659–1742 1698–1730 rk. 1730 bis 1742 folgte von Ingelheims Amtszeit als Kammerrichter am Reichskammergericht.
Graf Friedrich Ernst von Solms-Laubach 1671–1723 1699–1723 luth.
Graf Karl von Wied-Runkel 1684–1764 1724–1764 luth.
Graf Ambrosius Franz von Virmont 1684–1744 1731–1742 rk. Anschließend war von Virmont von 1742 bis 1744 Kammerrichter des Reichskammergerichts.
Freiherr Philipp Carl Anton von Groschlag zu Dieburg 1691–1757 1743–1757 rk.
Graf Franz Joseph von Spaur, Pflaum und Valeur 1725–1797 1757–1763 rk. Anschließend war er von 1763 bis zu seinem Tod Kammerrichter des Reichskammergerichts.
Graf Rudolf Waldbott von Bassenheim 1731–1805 1763–1777 rk.
Christian Albrecht Casimiro, Burggraf von Kirchberg, Graf zu Sayn-Hachenburg 1726–1772 1765–1772 luth.
Freiherr Johann Sigmund Karl I. von Thüngen (1730–1800) 1772–1800 luth.
Freiherr Adolf von Trott 1778–1790 rk.
Graf Philipp Karl von Oettingen-Wallerstein 1759–1826 1791–1797 rk. Anschließend war er von 1797 bis 1801 Kammerrichter des Reichskammergerichts.
Graf Heinrich Alois von Reigersberg 1770–1865 1797–1803 rk. Er war seit 1796 Assessor und ab 1803 letzter Kammerrichter des Reichskammergerichts und damit der einzige, der alle protokollarischen Stufen des Richteramtes im Gericht je durchlaufen hat.
Freiherr Franz Paul Christoph von Seckendorff 1750–1823 1800–1806 luth.
Freiherr Adam Friedrich Schenk von Stauffenberg 1767–1808 1804–1806 rk.

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

  1. Jost Hausmann: Die Geschichte des Kameralbauwesens. In: Jost Hausmann (Hg.): Fern vom Kaiser. Städte und Stätten des Reichskammergerichts. Böhlau, Köln u. a. 1995, ISBN 3-412-07695-3, S. 45–76 (56).
  2. Ingrid Scheuermann: „Mit rothem Sammet und goldenen Borden“. In: Jost Hausmann (Hg.): Fern vom Kaiser. Städte und Stätten des Reichskammergerichts. Böhlau, Köln u. a. 1995, ISBN 3-412-07695-3, S. 77–90 (78).
  3. Josef Bernhard NordhoffMoritz von Büren. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 3, Duncker & Humblot, Leipzig 1876, S. 585 f.
  4. Hans-Helmut Görtz: Reichskammergerichtspersonal und andere Personen in den Taufbüchern von Predigerkirche und St. Georgen zu Speyer 1593–1689. Historischer Verein der Pfalz – Bezirksgruppe Speyer, Speyer 2015. ISBN 978-3-00-050130-2, S. 4.