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Eurycassiope alaini

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(Weitergeleitet von Eurycassiope)
Eurycassiope alaini
Systematik
Teilordnung: Krabben (Brachyura)
Überfamilie: Xanthoidea
Familie: Rundkrabben (Xanthidae)
Unterfamilie: Xanthinae
Gattung: Eurycassiope
Art: Eurycassiope alaini
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Eurycassiope
Mendoza, 2023
Wissenschaftlicher Name der Art
Eurycassiope alaini
Mendoza, 2023

Eurycassiope alaini ist eine Art der Rundkrabben und einziger Vertreter der Gattung Eurycassiope.[1] Sie besiedelt den Schelf und Kontinentalhang in Tiefen zwischen 80 und 583 Metern im westlichen Indopazifik an der Nordküste Madagaskars, in der Straße von Mosambik sowie im Bereich von Mayotte, Komoren und Glorioso-Inseln. Der Gattungsname leitet sich von altgriechisch eury breit unter Bezug auf das verbreiterte Ende des ersten Gonopodiums und dem für die Unterfamilie üblichen Suffix cassiope (von Kassiopeia) ab, der Artzusatz ist Alain Crosnier gewidmet.[2]

Der Carapax ist etwa sechseckig und breiter als lang. Die Rückenfläche ist stark gekörnt, vor allem in der vorderen Hälfte. Die Stirn ist zweilappig und steht leicht nach vorn über. Der vordere Seitenrand ist konvex, kürzer als der hintere und mit vier Zähnen bewehrt. Der Hinterrand ist in der Mitte leicht konkav. Das basale Antennenglied ist etwa rechteckig. Das Epistom ragt nach vorn, die Mitte seines Hinterrands weist eine dreieckige Vorwölbung auf und die Seiten sind konvex. Das Endostom trägt in der hinteren Hälfte kräftige schräge Kämme. Die Lacinia des ersten Maxilliped sind schmal, der innenseitige Winkel ist abgerundet und erreicht nicht die Mittellinie. Die Meri der dritten Maxillipeden sind etwa quadratisch, der vordere Seitenwinkel steht hervor.[2]

Das thorakale Sternum ist bei Männchen breit und aufgedunsen. Die ersten beiden Sterniten sind verschmolzen, der dritte mit dem vierten nur teilweise. Die Nähte zischen den Sterniten 4/5 und 5/6 sind in der Mitte unterbrochen, der freiliegende Teil des vierten Sterniten weist eine mittige Linie auf, die im vorderen Bereich der Sternopleonalhöhle unterbrochen ist, aber im hinteren Bereich dieses Sterniten wieder auftritt. Die Mittellinie fehlt den Sterniten 5 und 6, ist auf den Sterniten 7 und 8 aber wieder vorhanden. Der vordere Bereich der Sternopleonalhöhle hat schmale Einsenkungen auf Höhe des vierten Sterniten, in denen die Enden der ersten Gonopoden liegen. Die Scherenbeine sind ungleich groß, der Finger der größeren Schere hat am Ursprung des Schneiderands einen Mahlzahn. Die Schreitbeine sind mittellang, schlank und die Vorderränder von Merus, Carpus und Propodus sind mit scharfen Körnern bewehrt.[2]

Das Pleon der Männchen ist im Vergleich zum Sternum relativ kurz. Die Spitze des Telsons liegt in einer gedachten Querlinie zwischen den Coxae der Scherenbeine. Das erste Gonopodium ist kurz, leicht verdreht und das Ende spatelförmig verbreitert. Hier ist es mit vier oder fünf einwärts gebogenen, dornenartigen Borsten bewehrt. Das zweite Gonopodium ist sigmoidförmig und halb so lang wie das erste. Die Vulvae sind groß und längsoval.[2]

Der Carapax von Eurycassiope alaini ist bis zu 7,4 mm lang und 10,5 mm breit. Er hat, wie auch die Pereiopoden, eine weiße Grundfarbe mit rot-orangen Flecken. Die Corneas sind braun und weiß gesprenkelt. Die Fingerspitzen des Scheren sind dunkel- oder hellbraun.[2]

Einzelnachweise

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  1. Eurycassiope Mendoza, 2023. In: World Register of Marine Species. Abgerufen am 21. Mai 2026 (englisch).
  2. 1 2 3 4 5 José Christopher E. Mendoza: The xanthid crabs (Crustacea: Brachyura: Xanthoidea: Xanthidae) of Madagascar and adjacent southwestern Indian Ocean regions from recent marine biodiversity expeditions, 2009-2017. In: Mémoires du Muséum national d'Histoire naturelle. Band 217, 2023, S. 119–200, hier S. 161–189 (englisch).