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Estádio da Luz

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Estádio da Luz

A Luz
A Catedral
Logo
Das Estádio da Luz im Jahr 2005
Das Estádio da Luz im Jahr 2005
Daten
Ort Av. General Norton De Matos 1500
PortugalPortugal São Domingos de Benfica, 1500-313 Lissabon
Koordinaten 38° 45′ 9,6″ N, 9° 11′ 4,9″ WKoordinaten: 38° 45′ 9,6″ N, 9° 11′ 4,9″ W
Klassifikation 4
Eigentümer Benfica Lissabon
Betreiber Benfica Lissabon
Eröffnung 25. Oktober 2003
Erstes Spiel 25. Oktober 2003
Benfica LissabonNacional Montevideo 2:1
Erweiterungen 2014, 2025–2030 (geplant)
Oberfläche Naturrasen
Kosten 160 Millionen Euro[1]
Architekt Damon Lavelle
(HOK Sport, heute Populous)
Kapazität Fußball: 68.100 Sitzplätze
Konzerte: 60.000 Sitz- und Stehplätze
Spielfläche 105 m × 68 m
Heimspielbetrieb
Veranstaltungen
Lage
Estádio da Luz (Portugal)
Estádio da Luz (Portugal)

Das Estádio da Luz (deutsch Stadion des Lichts) ist ein Fußballstadion in der Gemeinde São Domingos de Benfica der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Die Anlage ist im Besitz des Fußballvereins Benfica Lissabon (Estádio do Sport Lisboa e Benfica). Das Fußballstadion wurde von Damon Lavelle vom Architektenbüro Populous als Stadion der Zukunft sowie heute als Vorbild für viele Fußballstadien einer Euro- und Weltmeisterschaft gebaut. Bei Fußballspielen auf nationaler und Internationaler Ebene fasst die Sitzplatzarena 68.100 Zuschauer. Sie dient auch als Veranstaltungsort für Konzerte.

Es war Austragungsort von drei Gruppenspielen, einem Viertelfinale und dem Endspiel der Fußball-Europameisterschaft 2004. Das Stadion wurde von der UEFA in die Stadionkategorie 4 eingestuft. Der Neubau wurde direkt neben der 1954 erbauten, alten Arena errichtet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden am 25. Oktober 2003 mit einem Freundschaftsspiel gegen die uruguayische Mannschaft Nacional Montevideo begangen, aus dem Benfica mit 2:1 Toren als Sieger hervorging.[2] Am 20. März 2012 gab die UEFA bekannt, dass das Endspiel der UEFA Champions League 2013/14 im Stadion von Benfica austragen wird, bei einer Kapazität von 61.000.[3]

Von den Portugiesen oft nur A Luz, von den Anhängern Benficas A Catedral genannt, hat es seinen Namen nach dem jährlich stattfindenden Fest Nossa Senhora da Luz (Unserer Lieben Frau des Lichts) im Stadtteil Carnide erhalten.[4] Lissabon selbst ist als Cidade da Luz (Stadt des Lichts) bekannt. Das Stadion ist seit 2003 die Heimspielstätte von SL Benfica und wurde direkt neben dem alten Estádio da Luz erbaut, welches die vorangegangenen 49 Jahre die Heimstätte war. Die alte, 120.000 Zuschauer fassende Arena sowie das neue Stadion sind auch unter der Bezeichnung „Kathedrale“ bekannt. Das Dach aus Polycarbonat, das von 43 Meter hohen Bögen gehalten wird, sorgt für eine intensive Sonneneinstrahlung.[3]

Seit 2025 wird im Zuge der Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 das Stadion und dessen Umfeld renoviert und ausgebaut. Die Gesamtkosten werden mit 295–300 Mio. € prognostiziert, davon 75 Mio. € für das Stadion und 220 Mio. € für das Stadionumfeld. Am 3. Januar 2026 stimmten Aktionäre und Vereinsmitglieder mit rund 59,24 % der Stimmen bei einer Beteiligung von fast 30.000 stimmberechtigten Mitgliedern für den Bau des Benfica District genannten Stadionumfelds.[5] Architekt ist, wie beim Neubau von 2003, Populous, diesmal in Zusammenarbeit mit dem portugiesischen Unternehmen Saraiva + Associados. Das Stadion wurde bereits schrittweise von 65.400 auf 66.000 und weiter auf derzeit[6] 68.100 Plätze erweitert, mit dem nächsten Ziel von 70.000 bis schließlich 80.000 Plätze zur WM hin. Eine LED-beleuchtete Fassade soll die Außenhaut des Stadions schmücken. Das Stadionumfeld soll unter anderem einen öffentlichen Platz, ein Einkaufszentrum, ein Museum, Wohnungen und Geschäfte, ein Schwimmbad, ein Kino, ein Hotel mit 120 Zimmern sowie zwei kleinere Hallen (2.500 und 1.500 Zuschauerplätze) und eine große Mehrzweckhalle für 10.000 Zuschauer bekommen. Laut Nuno Catarino, CFO von Benfica, wird das Bruttoeinkommenspotenzial von rund 37 Mio. € pro Jahr voraussichtlich zu einem Jahresbetriebsergebnis von etwa 24 Mio. € nach direkten Kosten führen, was ausreichen soll, um die Investitionsschulden zu bedienen und gleichzeitig die Fähigkeit des Vereins erhalten, in die erste Mannschaft und die zahlreichen Sportabteilungen zu investieren. Parallel verhandelt Benfica mit dem Sender NOS über einen neuen Vertrag für 2026/27 und 2027/28 im Wert von über 100 Mio. €. Dies ist Teil der Strategie, die Gesamteinnahmen auf 500 Mio. € jährlich zu steigern und Schulden um 100 Mio. € zu reduzieren.[7][8][9][10][11]

Spiele der Fußball-EM 2004 im Estádio da Luz

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Panoramabild vom Stadioninnenraum
Commons: Estádio da Luz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Estádio da Luz: a casa nova do Benfica em números. In: maisfutebol.iol.pt. 24. Oktober 2003, abgerufen am 23. Oktober 2025 (portugiesisch).
  2. Inauguração do Estádio da Luz :: Benfica 2 – Nacional Montevideo 1 :: Crónica de Jogo (Memento vom 12. Oktober 2007 im Internet Archive) (portugiesisch)
  3. a b https://pt.uefa.com/uefachampionsleague/news/0214-0e8a2470dfea-0119a87b6b1c-1000--estadio-do-sport-lisboa-e-benfica/
  4. Igreja de Nossa Senhora da Luz. In: paroquiadecarnide.webnode.pt. Abgerufen am 26. Oktober 2021 (portugiesisch).
  5. Intervenção do Presidente Rui Costa na Assembleia Geral Extraordinária. Abgerufen am 5. Februar 2026 (portugiesisch).
  6. Stand: Februar 2026
  7. Benfica Unveils Bold New Vision and Masterplan for Estádio da Luz and Surrounding Precinct with World-Class Fan and Community Facilities. In: Populous. Abgerufen am 5. Februar 2026 (amerikanisches Englisch).
  8. Portugal: Benfica seeks hundreds of millions for the expansion of Estádio da Luz and Benfica Distric. Abgerufen am 5. Februar 2026 (englisch).
  9. André Ribeiro: BENFICA DISTRICT. In: Saraiva+Associados. 22. Januar 2026, abgerufen am 5. Februar 2026 (amerikanisches Englisch).
  10. Benfica District, um projeto transformador para o espaço do Estádio da Luz. Archiviert vom Original am 2. Februar 2026; abgerufen am 5. Februar 2026 (portugiesisch).
  11. Design: Benfica District – StadiumDB.com. Abgerufen am 5. Februar 2026.