Auf der ATP Tour brachte es Eschauer, der seit 1995 als Profi aktiv war, anfangs nur auf mittelmäßige Ergebnisse. Aufgrund seines schlechten Rankings war er für größere ATP-Turniere nicht spielberechtigt. Die meiste Zeit spielte er auf der Challenger-Ebene, wo er recht erfolgreich agierte, was ihm auch die Teilnahme an Grand-Slam Turnieren ermöglichte. So konnte er 2000 u. a. die zweite Runde von Roland Garros erreichen. 2001 gelang ihm beim ATP-Turnier in München mit 6:7 (2:7), 7:5, 6:3 ein hart umkämpfter Sieg über den ehemaligen russischen Weltranglistenersten Jewgeni Kafelnikow.[1] Beim Turnier in Gstaad besiegte er in der ersten Runde Albert Costa. 2003 erreichte er beim ATP-Turnier in Kitzbühel nach Siegen über Alexander Waske und Àlex Corretja die dritte Runde, wo er gegen Gastón Gaudio mit 4:6, 6:3 und 4:6 unterlag.
Im Juli 2007 verzeichnete er im niederländischen Amersfoort sein bislang bestes Abschneiden auf der ATP Tour. Nach Siegen über Nicolás Almagro und Raemon Sluiter zog er ins Viertelfinale ein. Dort traf er auf die ehemalige Nummer eins, Carlos Moyá, den er in einem zweieinhalbstündigen Match, welches nach dem ersten Satz wegen Regens unterbrochen worden war, mit 6:7 (4:7), 6:4 und 6:4 besiegte. Nach einem weiteren Sieg, gegen Robin Haase, verlor Eschauer im Finale gegen den Qualifikanten Steve Darcis mit 1:6, 6:7 (1:7). Neben seinem weitesten Vordringen bei einem ATP-Turnier, erreichte Eschauer mit Platz 52 am 27. August 2007 in der Weltrangliste sein bestes Karriereranking.
Aufgrund dieser Erfolge, zu denen vier Titelgewinne in der Saison 2007 auf der Challenger Tour hinzukamen, stand er mehrfach in Hauptfelder bei Grand-Slam-Turnieren. Bei den French Open erreichte er die zweite Runde. Auch in Wimbledon kam er mit einem Erfolg über Rubén Ramírez Hidalgo in die zweite Runde, scheiterte dann aber an dem späteren Finalisten Rafael Nadal in nur 96. Minuten mit 2:6, 4:6 und 1:6. Beim Turnier in Gstaad im Juli konnte Eschauer nach einem Sieg gegen Michael Lammer (6:2, 4:6, 6:2) das Achtelfinale erreichen, in welchem er aber Marc Gicquel in zwei Sätzen unterlag.
Die Saison 2008 verlief im Einzel dagegen recht erfolglos. Im Doppel gelang ihm im Februar in Buenos Aires erstmals der Einzug ins Finale. An der Seite von Peter Luczak unterlag er dort Agustín Calleri und Luis Horna in drei Sätzen. 2009 beendete Eschauer seine Karriere, in deren Verlauf er insgesamt zehn Titel auf der Challenger Tour gewann.
2011 begann er als Tennistrainer zu arbeiten.[2] Neben Jürgen Melzer betreute Eschauer ab April 2016 auch dessen Bruder Gerald.[3]
Im Dezember 2019 sprach Eschauer zusammen mit dem aktiven Spieler Philipp Oswald im Rahmen des Wettskandals im Herrentennis von mehreren Versuchen, ihn für Spielmanipulationen zu gewinnen.[4]