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Emil Pörschmann

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Emil Pörschmann (* 4. August 1880 in Wurzen, Amtshauptmannschaft Grimma, Königreich Sachsen; † 9. März 1949 in Ansbach) war ein deutscher Gewerkschafter und Bürgermeister sowie Mitglied des Bayerischen Landtags.

Nach seiner Schulausbildung absolvierte Emil Pörschmann von 1895 bis 1898 eine Lehre zum Glaser und Bauschreiner und ging anschließend auf Wanderschaft. Er engagierte sich in der Politik und wurde Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, wo er von 1904 bis 1914 Ortsvorsitzender in Ansbach war. Von 1905 bis 1910 war er Vorsitzender des Gewerkschaftskartells und war anschließend bis 1933 Mitglied des Gemeindekollegiums bzw. des Stadtrats Ansbach und zugleich Arbeitersekretär. Von 1917 an musste er Kriegsdienst leisten und war nach seiner Rückkehr von der Westfront im Dezember 1918 Delegierter auf dem 1. Rätekongress in Berlin (MSPD-Fraktion). Als Vertreter der Soldatenräte der Westfront war er Mitglied im Berliner Vollzugsrat[1] und später des Zentralrats der sozialistischen Republik.

Von 1919 bis 1924 übte er das Amt des 3. Bürgermeisters in Ansbach aus und gehörte zugleich dem Kreistag Ansbach an. Vom 8. Januar 1929 an hatte er als Nachfolger des zurückgetretenen Abgeordneten Matthäus Herrmann ein Mandat für den Bayerischen Landtag. Vom 1. Februar 1933 an war er für eine kurze Zeit Leiter des Arbeitsamtes Ansbach und wurde im April 1933 nach den Bestimmungen des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Diese Regelung ermöglichte es den Nationalsozialisten, Menschen jüdischer Herkunft oder politisch unerwünschte Personen aus dem Staatsdienst zu entfernen.

Er kam gemeinsam mit seinem Parteifreund Ernst Körner vom 23. März bis zum 24. April 1933 und erneut vom 2. Mai bis Ende Mai 1933 im Landgerichtsgefängnis Ansbach in Schutzhaft. Von Ende Juni 1933 bis zum 11. Januar 1934 war er im KZ Dachau inhaftiert, wo er zum Krüppel geschlagen wurde.[2]

Zwischen seinem Tod am 9. März 1949 und den nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen bestand ein ursächlicher Zusammenhang.[3]

Öffentliche Ämter

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  • 1914–1933 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Baugenossenschaft Gartenstadt
  • 1919 Aufsichtsrat des Fränkischen Überlandwerkes
  • Vorsitzender des Kassenverbands Ansbach zur Erhaltung einer Zahnklinik
  • Mitglied des Hauptausschusses des Bayerischen Städtebunds
  • 1928–1933 stellvertretender Vorsitzender des Arbeitsamts Ansbach

Einzelnachweise

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  1. Dokumente der Vollversammlungen und des Vollzugsrates. Vom Ausbruch der Revolution bis zum 1. Reichsrätekongreß. 2014 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Hans Woller: Gesellschaft und Politik in der amerikanischen Besatzungszone. 1986 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Opfer und Verfolgte des NS-Regimes aus den bayerischen Parlamenten (Digitalisat)