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Elsbeth Janda

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Elsbeth Janda, verheiratete Elsbeth Nötzoldt, geborene Elisabeth Janda (* 27. Dezember 1923 in Mannheim; † 9. April 2005 in Heidelberg), war eine deutsche Conférencière, Kabarettistin, Sängerin von Chansons, Schauspielerin, Autorin und Herausgeberin. Populär wurde sie durch die Förderung der Kurpfälzer Mundart.

Urnennische im Krematorium des Heidelberger Bergfriedhofes mit einer Marmortafel, auf der die Lebensdaten von Elisabeth Janda und ihrem Ehegatten Fritz Nötzoldt verzeichnet sind

Elsbeth Janda wuchs in Mannheim auf, wo sie am Karl-Friedrich-Gymnasium das Abitur ablegte. Danach studierte sie in Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie. Sie studierte zudem Musik und erhielt ein Privatlehrerexamen. Danach unterrichtete sie zunächst als Musiklehrerin.

1948 heiratete sie den Schriftsteller und Journalisten Fritz Nötzoldt. In den 1950er Jahren begann sie ihre Bühnenkarriere: mit ihrem Ehemann war sie viele Jahre und, auch über das Goethe-Institut, weltweit mit kulturhistorischen Kabarettprogrammen unterwegs. Seit 1962 arbeitete sie kontinuierlich für Hörfunk und Fernsehen, insbesondere als freie Mitarbeiterin beim SDR. Von 1978 bis 1986 war sie Moderatorin beim Fernsehsender Südwest 3, dem Fernsehprogramm des SWR. In Soloprogrammen trat sie als Rezitatorin auch in Kurpfälzischer Mundart auf. Bundesweit bekannt war die in Heidelberg lebende Elsbeth Nötzoldt zum Beispiel als kurpfälzische Stimme der Hundedame „Schlabbinchen“ aus den Zeichentrickeinspielern Äffle und Pferdle des SWR und der ARD.

Mit ihren Programmen Pfälzer Leut (1 und 2), Liselotte von der Pfalz – ihr Leben und ihre Briefe sowie mit ihren Buchveröffentlichungen begründete sie ihren Ruf als Grande Dame des Kurpfälzertums. Ihre Genres als Schriftstellerin waren Kurpfälzer Mundart in Gedicht und Prosa, Texte für Theater und Kabarett sowie Veröffentlichungen zur Kulturgeschichte der Kurpfalz. Zu ihrem Repertoire zählten auch Essays über Pfälzer Mundart, Moritaten, Bänkellieder sowie jiddische Lieder und Balladen.

Nach dem Tod ihres Partners und Ehemanns Fritz Nötzoldt († 1987) trat sie als Vortragskünstlerin und Conférencière sowohl solo als auch mit Kabarettensembles und Theatergruppen auf. Auch jenseits ihres 80. Geburtstages, bis zum Anfang ihres Todesjahres, agierte sie noch regelmäßig in Fernsehspielen, Hörspielen und auf der Bühne, z. B. im Frankenthaler Theater Alte Werkstatt (TAW).

Nach einer Brustkrebserkrankung 1993 hatte sie sich in der Nachsorge des Mammakarzinoms engagiert, dessen Spätfolgen sie schließlich erlag. Sie wurde am 18. April 2005 in Heidelberg an der Seite ihres Mannes beigesetzt. 2012 wurde nach ihr die Elsbeth-Janda-Bibliothek im Stadtarchiv Mannheim benannt.[1]

  • De Frosch in de Milch un annere Kurpfälzer Gschichte. cjm Verlag, Speyer 1993
  • mit Fritz Nötzoldt: Die Moritat vom Bänkelsang. (zusammen mit M. Majer, Sprecher) Ehrenwirth Verlag, München 1959
    Teilband Warum weinst du holde Gärtnersfrau 1965
  • Lieder aus dem Ghetto. (zusammen mit R. Max Meyer Sprecher) Fischer Frankfurt am Main, und Ehrenwirth Verlag, München 1962
    Teilband Jiddische Lieder 1970, 1964 auch in Niederländisch (u. a. eine frühe Version der „Tsen Brider“)
  • Humor unserer Stadt Heidelberg. Fink Verlag, Stuttgart 1971
  • Humor der Kurpfalz. Fink Verlag, Stuttgart 1972
  • Der lachende Pfälzer. Badenia Verlag, Karlsruhe 1978
  • Lieselotte von der Pfalz, ihr Leben und ihre Briefe.
  • Literatur der Pfalz aus 10 Jahrhunderten.

Einzelnachweise

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  1. https://www.morgenweb.de/mannheim/mannheim-stadt/wertvolle-bucher-finden-neue-heimat-1.712383
  2. Bundespräsidialamt