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Ella Pancera

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Österreichische Musik- und Theaterzeitung, 5. Jg., Nr. 3–4 (1892), S. 1.[1]

Gabriele Pancera genannt Ella (* 15. August 1870[2] in Wien; † 10. Mai 1932 in Bad Ischl) war eine österreichische Pianistin.

Leben und Wirken

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Die Villa Vockner in Bad Ischl, Ella Panceras Wohnsitz von 1909 bis zu ihrem Tod 1932.

Ella Pancera erhielt ihren ersten Unterricht am Privatlyzeum Institut Hanausek, danach am Wiener Konservatorium bei Julius Epstein, Theodor Leschetizky und Josef Vockner. In Weimar erhielt sie Unterricht bei Bernhard Stavenhagen.

Schon mit 13 Jahren trat sie öffentlich auf und unternahm seit 1892 zahlreiche Konzertreisen durch Europa. Besonderen Erfolg konnte sie in England verzeichnen, wo sie häufig am Hofe spielte und zu den Lieblingen Königin Victorias zählte. Mit 17 Jahren spielte sie in Wien das schwierige zweite Konzert op. 83 von Johannes Brahms.

Ihre Großmutter Marie Pancera, geborene Clary aus Marseille, war eine Nichte der Königin Julie von Neapel, der Herzogin Maria von Albufera und Königin Desideria von Schweden.

Ella Pancera führte drei Ehen, von 1898 bis 1910 war sie mit Adolf Max Blüthner, dem Sohn des Pianofortefabrikanten Julius Blüthner verheiratet und lebte in dieser Zeit weitgehend in Leipzig. Ab 1924 war sie mit dem späteren deutschen Ariseur Wilhelm Haenel (1891–1966) verheiratet.

Ihr Grab befindet sich auf dem Friedhof Bad Ischl. In Bad Ischl befand sich bis in die 2000er Jahre in ihrer Villa das Haenel-Pancera-Familienmuseum.[3]

Einzelnachweise

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  1. Digitalisat. Österreichische Nationalbibliothek, abgerufen am 9. November 2023.
  2. Quellen sind der Grabstein in Bad Ischl und die Taufmatrik: Geburts- und Taufbuch der Pfarre Wien-Roßau, 1870, Fol. 69, Nr. 343. Matricula Online von Icarus, abgerufen am 25. Januar 2024. Das falsche Datum 1876 basiert auf einer „Fälschung“ beim Standesamt Berlin-Charlottenburg (Marie-Theres Arnbom: Die Villen von Bad Ischl. Wien 2017, S. 163) und floss dann auch in die Sterbematrik ein.
  3. Villa Haenel-Pancera – vormals „Villa Vockner“. In: Kulturpfade Bad Ischl. Ischler Heimatverein, abgerufen am 19. Januar 2026.