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Jakob Jakobson Ekse

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Jakob Jakobson Ekse im Jahr 1913

Jakob Jakobson Ekse (* 27. April 1860 in Ekse, Hordaland, Königreich Norwegen[1]; † 24. November 1930 in Hendricks, Minnesota) war ein norwegisch-amerikanischer lutherischer Geistlicher, der von 1915 bis 1917 Kirchenpräsident der Hauge-Synode war.

Ekse wuchs in der Nähe des norwegischen Voss auf und besuchte von 1880 bis 1881 das Lehrerseminar an der örtlichen Normalschule. Im Folgejahr emigrierte er von Bergen aus gemeinsam mit seiner Schwester in die Vereinigten Staaten und schrieb sich 1883 am Red Wing Seminary ein, wo er 1889 das Theologische Examen erfolgreich ablegte. Im selben Jahr wurde er in der Hauge-Synode ordiniert und übernahm eine Pfarrstelle in Fort Ransom, Norddakota.[2] Von dort aus betreute er auch einige ländliche Gemeinden im Umland, von denen viele nicht einmal eine eigene Kirche hatten. Zu diesen Gemeinden gehörten Kathryn, Lisbon, Hastings und Buffalo, sowie zwei Predigtplätze im LaMoure County.[3] 1897 wurde er nach Hendricks an der Grenze von Minnesota und Süddakota berufen, wo er neben der Singsaas Lutheran Church im Lake Hendricks Township auch die Gemeinden von Canby und Toronto betreute.[4]

Die Hauge-Synode wählte Ekse 1907 zu ihrem Vizepräsidenten und 1915 als Nachfolger von Martin Gustav Hanson zu ihrem Präsidenten. Er gehörte darüber hinaus ab 1916 dem Unionskomitee an, das die Vereinigung der verschiedenen lutherischen Kirchen norwegischer Herkunft vorbereitete. Kurz vor dieser Union löste ihn Carl Johan Eastvold 1917 als Präsident ab. In der neu entstandenen Norwegian Lutheran Church of America übernahm Ekse ebenfalls leitende Positionen und war von 1918 bis 1922 Vizepräsident des South-Dakota-Distrikts.[2] 1922 gehörte Ekse zu einer Gruppe des Vosselaget, einer Vereinigung von Auswanderern aus der Gegend von Voss, die anlässlich der 900-Jahr-Feier der Kommune nach Norwegen reiste. Ekse predigte zu diesem Anlass in der Kirche von Evanger, in der er getauft wurde, und in der Kapelle von Nesheim nahe seines Geburtsortes.[5]

Ekse heiratete 1889 Inger Sørum, mit der er drei Kinder hatte. Ekse starb am 24. November 1930 an einem Schlaganfall. Er war vor der Kirche in Hendricks zusammengebrochen, nachdem er zuvor noch die Predigt bei einer Beerdigung gehalten hatte.[6] Er wurde auf dem Friedhof der Singsaas Lutheran Church begraben.

Einzelnachweise

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  1. Gards og ættesoge for Ekse. In: Vaksdal historielag [Geschichtsverein Vaksdal]. Abgerufen am 24. Januar 2026 (norwegisch). Die Ortsbücher des Weilers Ekse (von dem die Familie Ekse wohl ihren Namen hat) in der damaligen Kommune Voss berichten, dass Ekse dort geboren wurde. Heute gehörte Ekse zur Kommune Vaksdal. Das Portal Find a Grave nennt fälschlicherweise den wenige Kilometer flussabwärts von Voss gelegenen Weiler Nesheim als Geburtsort.
  2. 1 2 John Peterson / Olaf Lysnes / Gerald Giving: A biographical directory of Pastors of the Evangelical Lutheran Church. Augsburg Publishing House, Minneapolis 1952, S. 122 (englisch, archive.org).
  3. Olaf Morgan Norlie: Norsk lutherske menigheter i Amerika, 1843–1916. Band 2. Augsburg Publishing House, Minneapolis 1918, S. 17, 44, 84 f., 111 (norwegisch, archive.org).
  4. Olaf Morgan Norlie: Norsk lutherske menigheter i Amerika, 1843–1916. Band 1. Augsburg Publishing House, Minneapolis 1918, S. 624, 743, 929, 938 f. (norwegisch, archive.org).
  5. John Glimme: The Trip to the Jubilee Celebration at Voss. In: Vossingen. Nr. 4. Madison (Wis.) 1923, S. 3–14 (norwegisch, englisch, vosselag.org [PDF] Originaltitel: Turen til Jubilæumsfesten paa Voss. Übersetzt von Stanley J. Nuland).
  6. Aged Pastor gives last sermon, dies. In: The Oldham Register. Oldham (SD) 4. Dezember 1930 (englisch).
VorgängerAmtNachfolger
Martin Gustav HansonPräsident der Hauge-Synode
1915–1917
Carl Johan Eastvold