Die Musical Instrument Division zeichnet für 58,6% der Gesamterlöse verantwortlich. Das an der Tokioter Börse gelistete Unternehmen wurde von Ikutarō Kakehashi in Osaka am 18.April 1972 mit 33 Millionen Yen gegründet. Heute betreibt Roland Fabriken in Japan, den Vereinigten Staaten, Italien und Taiwan. Seit April 2018 befindet sich die deutsche Niederlassung in Rüsselsheim. Die schweizerische Niederlassung befindet sich in ItingenBL.
Die ersten Produkte, die Roland auf den Markt brachte, waren die Rhythmusmaschinen TR33, TR55 und TR77. Die Geräte wurden gemeinsam mit dem Orgelhersteller Hammond entwickelt. 1974 erschien das RE-201 Space Echo, ein analoger Echo-Effekt, der von Bands wie Can oder Radiohead bis heute verwendet wird.[4] Roland hatte unter anderem mit den Geräten TR-808 (1981), TB-303 (1982) und TR-909 (1983) einen massiven Einfluss auf die Techno-/Elektro-Szene. Speziell die TB-303 war zur Zeit ihres Erscheinens ein Misserfolg. Der spartanische Basssynthesizer klang deutlich synthetisch und konnte seinen eigentlichen Zweck, die Simulation eines echten Basses, nicht erfüllen. Erst als Ende der 1980er- bis Anfang der 1990er-Jahre die Techno-Szene aufkeimte, avancierte die TB-303 zum Kultgerät. In der Acid-Musik wurden sogar fast ausschließlich diese Geräte verwendet. Während der 303-Hype Ende der 1990er-Jahre etwas abflachte, sind die Sounds der TR-808 und TR-909 auch heute bei elektronischer Musik präsent.
Mitte der 1970er-Jahre schuf Roland mit dem Jazz Chorus JC-120 einen legendären Gitarrenverstärker für unverzerrte Sounds, die mit einem hochwertigen eingebauten Chorus-Effekt versehen werden konnten. 1987 erschien der Digitalsynthesizer D-50, welcher in kurzer Zeit Kultstatus erreichte. Er wurde von Roland wegen anhaltender Popularität zum 30-jährigen Jubiläum seines Erscheinens als tastaturlose Version D-05 sowie als VST-Plugin neu aufgelegt. 1996 begründete Roland durch die MC-303 die Geräteklasse der Grooveboxen (eine Mischung aus Sequenzer und Synthesizer). Der Fantom G teilt sich mit dem YamahaMotifXF und dem KorgKronos den Markt der Spitzen-Keyboard-Music-Workstations. Die Synthesizer aus den Jupiter- und Juno-Reihen, der SH-101 und andere Geräte zählen zu den Klassikern in ihren Bereichen. Mit den JV-Synthesizern setzte Roland in den 1990er-Jahren zeitweise die Standards im Bereich der Sample-ROM-Synthesizer. Der 2003 erschienene V-Synth vereint hochwertige Samples, Granularsynthese sowie flexible Filter und Modulatoren in einem Gerät. Im Jahr 2004 wurde mit dem V-Accordion das erste vollelektronische Akkordeon vorgestellt.[5]
Im August 2021 verhängte das Bundeskartellamt gegen Roland und andere Unternehmen (Yamaha und Fender sowie Thomann und Music Store) wegen Preisabsprachen bei Musikinstrumenten Bußgelder von insgesamt 21 Mio. Euro.[6]
Im März 2022 löste der Brite Gordon Raison als CEO und repräsentativer Direktor den bisherigen Präsidenten Jun-ichi Miki ab, der seit 2013 im Amt gewesen war.[1] Gordon hatte ab 2013 die europäischen Aktivitäten von Roland geleitet.[1]
Im September 2022 wurde der US-amerikanische Hersteller von Schlagzeugen und Zubehör Drum Workshop (inklusive der Marken DW Drums, Pacific Drums and Percussion, Slingerland und Latin Percussion) übernommen.[7]
Weitere Marken, unter denen Roland auftritt, sind:[8]
Boss (preiswertere Produktvariationen, Gitarreneffektpedale, Effektgeräte, Rhythmuscomputer)
123Roland Appoints Gordon Raison as New CEO.In:Music Connection Magazine > Magazine > Assignments.Music Connection Magazine, Glendale,10.Februar 2022,abgerufen am 18.April 2022(amerikanisches Englisch).