Zum Inhalt springen

Edgar Klier

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Walter Buchheim überreicht Edgar Klier den Kunstpreis des FDGB 1960 für sein Gemälde „Vor Ort“.

Edgar Klier (* 23. Februar 1926 in Zwickau; † 8. Juni 2015 ebenda[1]) war ein deutscher Maler und Grafiker.

Klier war das jüngste von drei Kindern einer christlich geprägten Bergarbeiterfamilie.[2] Er begann 1940 eine Lehre als Keramikmaler, welche er 1943 abschloss. Als erster eingetragener Schüler[3] besuchte er von 1948 bis 1950 die Mal- und Zeichenschule in Zwickau bei Carl Michel und Karl-Heinz Schuster. An der Hochschule für Bildende Künste Dresden studierte er von 1951 bis 1955 bei Erich Fraaß, Heinz Lohmar, Max Erich Nicola und Rudolf Bergander. Nach dem Studium war er freischaffend tätig und widmete sich vordergründig den Themen Bergbau und Landschaft. Ab 1958 beteiligte er sich u. a. mit Karl Heinz Jakob, Erika Klier, Paul Schmidt-Roller, Käthe Walter und Erik Winnertz unter dem Motto „Kunst hilft Kohle“ in einer „Künstlerbrigade“ an Studieneinsätzen vor allem im Zwickauer Steinkohlewerk Martin Hoop, wo sie Produktions- und Porträtstudien von Bergarbeitern machten.[4]

Er betätigte sich auch als Zirkelleiter im Steinkohlenwerk Karl Marx sowie im Wismut Werk 536 der SDAG Wismut. Klier war bis 1990 Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR.

Er war ab 1951 mit der Malerin und Grafikerin Erika Klier verheiratet, mit der er auch gemeinsame Werk schuf.

Siehe auch

Deutsche Fotothek[5]

Bildindex der Kunst & Architektur[6]

„Vor Ort“. Gemälde von Edgar Klier. Für das Werk wurde der Künstler mit dem Kunstpreis des FDGB 1960 ausgezeichnet.

Weitere Tafelbilder und Zeichnungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • 1955 Produktionsberatung (Öl, 156,5 × 215 cm, Galerie Neue Meister Dresden)[7]
  • Arbeiterfrau (Öl; 1957 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung)

Architekturbezogene Werke

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Aus Bulgarien (1968; zwei Wandbilder, Keramik in Majolika-Glasuren, 1,00 × 2,00 m; technische Ausführung VEB Porzellanmanufaktur Meißen; Karl-Marx-Stadt, Vetterstraße, damalige Theodor-Neubauer-Oberschule[9]; 2020 abgerissen)
  • Unter Wasser (1968; Keramik-Wandbild, etwa 3,50 × 2,80 m; mit Erika Klier, technische Ausführung VEB Porzellanmanufaktur Meißen; Zwickau-Eckersbach, Mittelhalle im Erdgeschoß der damaligen Erweiterten Oberschule)[10]

Ausstellungen (unvollständig)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • 1973 Karl-Marx-Stadt
  • 1975 Zwickau und Freiberg
  • 2006: Zwickau, Galerie am Domhof

Beteiligung an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • 1954: Zwickau, Städtisches Museum, Künstler aus Zwickau[11]
  • 1957 und 1958: Karl-Marx-Stadt („Mittelsächsische Kunstausstellung“)
  • 1958/1959, 1962/1963, 1967/1968 und 1972/1973, Dresden, Vierte bis VI. Deutsche Kunstausstellung und VII. Kunstausstellung der DDR
  • 1974, 1979 und 1985 Bezirkskunstausstellung Karl-Marx-Stadt
  • 1963 Ausstellung 10 Jahre Architektur, bildende Kunst und bildnerisches Volksschaffen in Karl-Marx-Stadt[12]
  • 1965 Kunstpreisträger des FDGB, Frankfurt (Oder)
  • 1968 Sieger der Geschichte, Halle (Saale)
  • 1971 Antlitz der Arbeiterklasse, Berlin
  • 1982 Bildnis + Gruppe, Ausstellung der Sektion Maler und Grafiker des VBK/DDR, Karl-Marx-Stadt
  • 1984 Retrospektive 1945–1984, Karl-Marx-Stadt
  • ferner Nürnberg, Bulgarien, Rumänien und UdSSR
  • Klier, Edgar. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 6, Nachträge H–Z. E. A. Seemann, Leipzig 1962, S. 146 (Textarchiv – Internet Archive Leseprobe).
  • Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 450.
  • Kulturamt in Verbindung mit den Städtischen Museen Zwickau (Hrsg.): Retrospektive und Bekenntnis. Edgar Klier. Stadtverwaltung Zwickau, Galerie am Domhof, ISBN 978-3-933282-24-8.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Ein Leben für Kunst und Menschlichkeit: Diese berühmte und hochverdiente Zwickauer wäre 100 Jahre geworden. 23. Februar 2026, abgerufen am 18. Mai 2026.
  2. Rede Ausstellung Mal- und Zeichenschule von Siegfried Wagner 02-2023.pdf (kunstverein-zwickau.de)
  3. Paul Schmidt-Roller - Kunst in der DDR / Künstler (bildatlas-ddr-kunst.de)
  4. Service Status - Proof-of-Work. Abgerufen am 9. Mai 2026.
  5. Bildindex der Kunst & Architektur - Startseite Bildindex. Abgerufen am 9. Mai 2026.
  6. SKD | Online Collection. Abgerufen am 12. Februar 2022.
  7. Klier Edgar - Zwickau / großes Gemälde / Unterricht. Abgerufen am 17. Mai 2026.
  8. Ruth Pape et al.: Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 3, Karl-Marx-Stadt, Gera, Erfurt, Suhl. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1972, S. 46/47
  9. Ruth Pape et al.: Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 3, Karl-Marx-Stadt, Gera, Erfurt, Suhl. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1972, S. 44/45
  10. SLUB Dresden: Künstler aus Zwickau. Abgerufen am 22. Juni 2023.
  11. SLUB Dresden: Ausstellung 10 Jahre Architektur, bildende Kunst und bildnerisches Volksschaffen in Karl-Marx-Stadt. Abgerufen am 3. Juli 2023 (deutsch).