Am 9. September 1928 wurde ein 16 Hektar großes Sportgelände an der Reicker Straße 61 vor 2000 Zuschauern eingeweiht. Dort waren ein Hartplatz für Fuß- und Handball, eine 400-Meter-Laufbahn, Sprunggruben, Flächen für Geräteturnen, zwei Tennisplätze, Schießstände und ein Sportheim mit Anbauten für Kabinen (bestehend aus zwei Reichsbahn-Wagenkästen), Duschen und Trockentoiletten vorhanden, außerdem drei weitere Wagenkästen, ein Kampfrichterturm sowie ein öffentlicher Trockenabort.[5] Der Dresdner Anzeiger vom 4. September 1928 berichtete in einem Artikel über die Einweihung:
„Die neue Sportstätte befindet sich in Strehlen auf dem Gelände zwischen Reicker Straße und Bodenbacher Eisenbahnlinie und ist mit der Straßenbahn bequem zu erreichen. Zwischen Gärtnereien und grünen Feldern eingebettet, ist sie mit ihren herrlichen Ausblicken auf die Räcknitzer Höhen, die Sächsische Schweiz und Loschwitzhöhen geradezu ideal gelegen und bietet auch somit alle Voraussetzungen zur gesunden Körperpflege. Es ist erfreulich, daß der bisher mit Sportplätzen etwas kurz weggekommene Osten Dresdens hiermit einen schönen Zuwachs erhält.“
– Dresdner Anzeiger vom 4. September 1928
Am 13. September 1931 kam noch ein vierständiger Schießstand am Bahndamm dazu. Ab 1948 wurde das Gelände nach der Neugründung des Vereins in Stand gesetzt. Nachdem das Sportgelände 1999 durch den letzten aktiven Nutzer, die Abteilung Hockey, aufgegeben wurde, verwahrloste das Gelände zusehends. Das Sportheim fiel im Februar 2004 Brandstiftern zum Opfer und wurde im darauf folgenden Frühjahr durch das Bundeseisenbahnvermögen (BEV) abgebrochen.[6]
Das heutige Hauptsportgelände am Emerich-Ambros-Ufer 74 im Stadtteil Friedrichstadt, auf dem sich auch die Geschäftsstelle und das Vereinscasino befinden, wurde am 3. Juni 1934[7] am damaligen Weißeritzufer in unmittelbarer Nachbarschaft des RAW Dresden eingeweiht. Wesentliche bauliche Vorarbeiten wurden bereits im Herbst 1933 durch den freiwilligen Arbeitsdienst erbracht. Dafür wurden zwei Lokreparaturhallen mit Nebengebäuden abgerissen. Auf dem frei gewordenen Gelände entstanden eine Laufbahn, ein Hartplatz für Fußball, ein Rasenplatz mit zwei Faustballfeldern, eine moderne Vierbahnen-Kegelanlage und eine Schießhalle von 50 Metern Länge für Kleinkalibersportwaffen. Außerdem gab es Wasch- und Umkleideräume. Die spätere Lehrwerkstatt des RAW wurde für Bowlingkegeln, Boxen, Gymnastik, Judo und Segelflugzeugbau genutzt.
Auch dieses neue Hauptsportgelände der neu gegründeten Betriebssportgemeinschaft Reichsbahn Dresden wurde vom Bombenangriff am 17. April 1945 schwer in Mitleidenschaft gezogen und 1948 von den Mitgliedern wieder nutzbar gemacht.
Im Herbst 1952 wurde eine 1938 erbaute Holzbaracke aus dem Erzgebirge auf dem Sportgelände errichtet. Mit Unterstützung der Reichsbahndirektion Dresden wurden damit die Umkleide- und sanitären Bedingungen erheblich verbessert. In der Baracke fanden auch das Platzwart- und Schiedsrichterzimmer Platz.
1953 erhielt das Gelände eine neue Vierbahnen-Kegelanlage mit angeschlossenem Vereinscasino. Diese wurde 1971 mit einer Aufstellautomatik ausgerüstet. 1990 wurde die Anlage komplettsaniert.
1955 wurde an die Kegelbahn eine kleine Sporthalle angebaut, in der vor allem die Sektion Tischtennis und die verschiedenen Turnsportarten eine Heimat fanden.
Eine für damalige Verhältnisse moderne Großsporthalle erhielt das Sportgelände am 3. November 1956. Mit einer Parkettspielfläche, die den damaligen Bedingungen des Faustball-, Hockey- und Handballsports genügte, Zuschauerrängen, einer Ehren- und Kameratribüne und einem Eintrittskarten-Verkaufshäuschen war die unter dem Namen „Loksporthalle“ in der ganzen Stadt bekannte Sportstätte ideal für sportliche Großveranstaltungen geeignet. 1961 wurde eine moderne Fernwärmeheizung eingebaut, ein Jahr später wurden auch die mobilen Öfen in der Umkleidebaracke durch eine ebensolche ausgetauscht.
Ein neuer Rasenplatz gehörte ab 25. Mai 1968 zum Sportgelände.
1974 richtete man einen Kraftraum für erweitertes Fitnesstraining im Anbau der ehemaligen Betriebsschule an der „Loksporthalle“ ein, nach 2000 abgebrochen.
1975 wurde ein modernes Sozialgebäude eingeweiht, in das am 4. Juli desselben Jahres die Geschäftsstelle vom Bahnhof Dresden Mitte umzog. Für die direkt angrenzende kleine Sporthalle wurden außerdem Umkleide- und Sanitärräume eingerichtet.
Bis zum Ende der siebziger Jahre wurden viele Gebäude auf dem Sportgelände umfangreich saniert, z. B. die „Loksporthalle“ und die Umkleidebaracke.
Bei der Einweihung eines durch starke Eigenleistung der Vereinsmitglieder umgebauten Hartplatzes in einen Rasenplatz für den Faustballsport empfing der ESV Dresden 1998 die namibische Faustballnationalmannschaft.
2000 wurde auf einem weiteren ehemaligen Hartplatz mit 400-Meter-Laufbahn ein Kunstrasenplatz eingeweiht. Die Bauarbeiten begannen bereits im September 1999, bei welchem vor allem die 1933/1934 zugeschütteten Arbeitsgruben der dort befindlichen Lokhallen sowie eine quer verlegte Wasserleitung Probleme bereiteten.[8] Der Kunstrasenplatz dient den Abteilungen Fußball und Hockey als Trainings- und Wettkampfstätte.
Das Hochwasser im Sommer 2002 traf das unmittelbar an der Weißeritz gelegene Sportgelände besonders schwer. Der im 19. Jahrhundert zu Gunsten der innerstädtischen Eisenbahnstrecke zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof Dresden-Neustadt umgeleitete Fluss bahnte sich den Weg in sein altes Flussbett und breitete sich flutartig über das Sportgelände und den gesamten Stadtteil Friedrichstadt aus. Der langsame Rückgang des Wassers setzte vor allem nochmals dem Parkett in der „Loksporthalle“ zu, welches anschließend komplett erneuert werden musste. Der neue Kunstrasenplatz wurde ebenfalls überschwemmt und musste nach kaum einjähriger Nutzung wiederhergestellt werden. Auch die Große Halle war betroffen und konnte erst ab November 2002 wieder genutzt werden. Seit Mai 2011 wird am Emerich-Ambros-Ufer auf einem neuen Polytan-Kunstrasen mit Bewässerung gespielt.
Die Sporthalle erhielt durch den stark in Mitleidenschaft gezogenen Unterbau des Parketts später einen neuen Belag.
Nach dem Abriss im Dezember 2005 durch Vereinsmitglieder erhielt die mit einer normativen Nutzungsdauer von 20 Jahren beschiedene Umkleidebaracke nach 53 Jahren intensiver Nutzung und mehreren notdürftigen Reparaturen einen Nachfolger. Der neue Ziegel-Flachbau am gleichen Standort beherbergt seit 2006 moderne Umkleidekabinen mit angeschlossenen Dusch- und Waschräumen sowie Toiletten. Weiterhin wurden Regenrückhaltebecken zur ordnungsgemäßen Entwässerung eingebaut. Der Bau besitzt außerdem einen überdachten Zugang zur „Loksporthalle“.
Für die Sektion Wintersport wurde im Herbst 1949[9] auf dem Bahnhof Geising im Erzgebirge ein 1939 erbauter Aufenthaltsraum der Bahnunterhaltungsarbeiter aus Reichsbahnbestand der BSG zur Nutzung als Wanderhütte übergeben. Das eingeschossige Gebäude mit zwei Schlafräumen und einem Aufenthaltsraum sowie Sanitärräumen wurde über die Jahre von den Sportlern der nutzenden Abteilung erweitert (1962: neuer Sanitärtrakt, 1977/78: Gasheizung), kontinuierlich verschönert, z. B. durch Wimpel, Schilder, Wappen etc. des Vereins und der Region, und zur Identifizierung mit der Eisenbahn am 20. und 21. Januar 1950[9] auf den Namen „Flügelradbaude“ geweiht.
Neben seiner Funktion als Wanderhütte wurde das Gebäude u. a. für Lehrgänge mit Kindern und Jugendlichen genutzt.[10]
2008 wurde die Nutzung durch den ESV Dresden unter anderem auf Grund zu hoher Betriebskosten aufgegeben. Das Gebäude wurde 2009 vom Bundeseisenbahnvermögen verkauft und wird vom Skiverein Flügelradbaude e. V., welcher sich im selben Jahr aus der ehemaligen Abteilung Ski des ESV Dresden und weiteren neuen Mitgliedern gegründet hat, weiterhin genutzt.