Die Lokomotiven waren von der äußeren Gestaltung den anderen ELNA-Lokomotiven sehr ähnlich und hatten eine hohe Kessellage, einen T-förmig ausgebildeten Rahmenwasserkasten, der 7m³ Inhalt hatte. Gegenüber den anderen ELNA-Lokomotiven besaßen die ELNA 7 einen leistungsfähigeren Kessel, einen Kipprost, eine höhere Achslast und eine höhere Geschwindigkeit. Angetrieben war die letzte Kuppelachse. Die Lokomotiven verfügen über Kolbenschieber und eine außenliegende Heusinger-Steuerung.
Die erste ausgelieferte Lokomotive hatte bei Auslieferung einen Kranzschornstein und einen niedrigen Kohlebehälter. Bei der Deutschen Reichsbahn erhielten einige Maschinen einen geraden Schornstein. Der Kohlenkasten erhielt für die Braunkohlenfeuerung einen bis zum Führerhausdach reichenden Aufsatz. Typisch für ELNA-Lokomotiven waren die oberhalb des Stehkessels angeordneten Oberlichter im Führerhaus.
Nach dem Krieg versahen sie den Dienst auf diesen Strecken weiter, bis sie 1953 in Haldensleben konzentriert wurden. Dort waren sie bis 1962 beheimatet und wurden dann nach Dessau umbeheimatet,[2] um auf der Bahnstrecke Dessau–Gohrau-Rehsen Dienst zu tun.
Die Lokomotiven konnten bis zu 10 Personenwagen ziehen. Lediglich im Winter blieben die Loks auf Grund ihres Rahmenwasserkastens manchmal in Schneewehen stecken.[1] 1965 wurden sie aus Dessau abgezogen und beendeten ihren Dienst in unterschiedlichen Dienststellen. Ausgemustert wurden sie bis 1968.[2]
Andreas Knipping, Klaus Peter Quill, Andreas Stange, Jürgen-Ulrich Ebel:Die 6000er der Deutschen Reichsbahn. EK-Verlag, Freiburg 2001, ISBN 3-88255-160-7, S.142–148.
12Andreas Knipping, Klaus Peter Quill, Andreas Stange, Jürgen-Ulrich Ebel:Die 6000er der Deutschen Reichsbahn. EK-Verlag, Freiburg 2001, ISBN 3-88255-160-7, S.142–148.