Duster Reckahn
Duster Reckahn ist eine mittelalterliche Wüstung im Gebiet zwischen Reckahn und Brandenburg an der Havel im heutigen Brandenburg. Die Stelle zeigt noch deutlich erkennbare Geländestrukturen und archäologische Befunde.[1]
Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Wüstung befindet sich westlich des Gänsegrabens. Dort liegt ein kreisförmiger, flacher Hügel von etwa 50 Metern Durchmesser. Östlich des Gänsegrabens befindet sich eine trapezförmige Anlage mit etwa 30 Metern Länge in Ost-West-Richtung. An dieser Stelle wurden frühdeutsche Funde gemacht, die auf eine frühmittelalterliche Besiedlung hinweisen.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Wüstung ist unter verschiedenen Bezeichnungen überliefert: Im Jahr 1454 als das felt zu Rykane, gelegen zwischen der Plane vnd dem Rebagen vnd der Heyde, 1719 als Duster Rekahn und 1842 als Duster Reckahne. Die Namensformen beziehen sich auf die Lage im Umfeld von Reckahn und deuten auf den Charakter als aufgegebene Siedlung beziehungsweise Feldmark hin.
Bis 1454 gehörte das Gebiet zur Familie von Rochow, die Teile davon an die Familie von Bagewitz weiterverlehnt hatte. Seit 1454 bis 1872 unterstand die wüste Feldmark der Neustadt Brandenburg. Die Siedlung wurde bereits bald nach 1200 aufgegeben. Danach blieb sie dauerhaft wüst. Die Feldmark wurde zunächst vom Gut Reckahn genutzt und später in den Besitz der Neustadt Brandenburg integriert. Eine Wiederbesiedlung erfolgte nicht.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 352)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 352)
Koordinaten: 52° 21′ N, 12° 32′ O