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Durchbrucharbeit

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Beispiel für eine Durchbrucharbeit in Metall: Goldener Armreif aus dem 3. Jahrhundert n. Chr., Teil eines in der Normandie gefundenen antiken Schatzfundes
Beispiel für eine Durchbrucharbeit in Stoff

Als Durchbrucharbeit bezeichnet man die Erzeugung unterschiedlicher Arten von Produkten, bei denen das Motiv oder die Dekoration durch Fehlstellen im Material abgebildet wird. So spricht man einerseits bei festen Materialien wie Metall oder Porzellan von Durchbrucharbeiten, andererseits bei Handarbeiten mit Stoffen.

Für Durchbrucharbeiten mit Stoffen werden durch Ausziehen von Fäden oder Herausschneiden von Gewebeteilen Muster herausgearbeitet, die durch Verknotungen oder Stickereien ergänzt werden können. So entstehen unter anderem Spitzenstickereien.

Sie finden traditionell vor allem bei Weißwäsche aus Leinen oder Baumwolle Verwendung, zum Beispiel bei Tischdecken, Tischläufern, Kissenbezügen, Bettlaken, Handtüchern, Täschchen, Servietten, Gardinen, Vorhängen, Stores und Ähnlichem.

Bezeichnungen für Arten von Durchbrucharbeiten (Beispiele)[1]:

  • Einfacher Durchbruch (punto tirato)
  • Einfacher Hohlsaum
  • Leiterstichsaum
  • Zäckchenhohlsaum
  • Kästchenstich
  • Ein- und mehrreihiger Zierstich
  • Durchbruchbordüre (mit Stopf-, Wickelstich, Spinnen, Leitenaht, kordonnierten Ringen)
  • Büscheldurchbruchbordüre (mit Mittelstäbchen)
  • Doppeldurchbruch (punto tagliato)
  • Durchbruchmuster (mit abgebundenen Fadenbüscheln, mit versetzter oder dicht gestellter Point d’esprit-Füllung)

Einzelnachweise

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  1. Thérèse de Dillmont: Die Durchbrucharbeit, [Ser. 1], S. 5ff.