Die Stadt liegt rund 110Kilometer westlich der Hauptstadt Brüssel, unmittelbar an der französischen Grenze, etwa zehn Kilometer nordwestlich der französischen Großstadt Lille, an deren Metronetz sie in Zukunft angeschlossen werden soll. In diesem Bereich folgt die französisch-belgische Grenze häufig innerörtlichen Straßen und verläuft durch Gärten und dicht besiedeltes Gebiet.
Die älteste erhaltene Urkunde, in der Mouscron erwähnt wurde, datiert von 1060.
Seit dem 1. September 1963 wurde Mouscron aufgrund der vorherrschenden Sprache Französisch (94 Prozent im Jahr 1846, 74 Prozent im Jahr 1947) zur Provinz Hennegau und somit zu Wallonien geschlagen, nachdem es zuvor ein Teil Westflanderns war.
Die heutige Gemeinde ging 1977 aus dem Zusammenschluss der vier Orte Mouscron, Luingne, Herseaux (Herzeeuw) und Dottignies (Dottenijs) hervor. Mouscron ist Fazilitäten-Gemeinde; das heißt, dass öffentliche und Verwaltungsdienstleistungen auch in der Sprache der flämischen Minderheit angeboten werden.
Der langjährige Bürgermeister Jean-Pierre Detremmerie wurde 2006 von Alfred Gadenne (CDH) abgelöst. Gadenne wurde 71-jährig am Abend des 11. September 2017 mit durchgeschnittener Kehle auf dem Friedhof von Luingne aufgefunden.[1] Ein Verdächtiger wurde am Tatort festgenommen.[2]
Nachfolgerin ist seit dem 2. Oktober 2017 Brigitte Aubert, die damit zugleich die erste Frau in diesem Amt ist.[3]
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Mouscron hat einen Bahnhof an der grenzüberschreitenden Bahnstrecke Gent–Fives, der 1843 von der Administration des chemins de fer de l’État belge eröffnet wurde.