Wiesenstetten
Wiesenstetten Gemeinde Empfingen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 48° 24′ N, 8° 45′ O |
| Einwohner: | 682 (31. Dez. 2024)[Ohne Beleg] |
| Postleitzahl: | 72186 |
| Vorwahl: | 07483 |
Wiesenstetten ist ein Ortsteil der Gemeinde Empfingen im Landkreis Freudenstadt in Baden-Württemberg und hat gemeinsam mit dem Weiler Dommelsberg 682 Einwohner (Stand 31. Dezember 2024).
Geographie
[Bearbeiten]Wiesenstetten liegt am Rande des Schwarzwalds und am Fuß der Schwäbischen Alb auf einer Hochfläche zwischen Neckar- und Eyachtal, direkt an der Bundesautobahn 81 am östlichen Rand des Landkreises Freudenstadt.[1]
Gemeindegliederung
[Bearbeiten]Zum Dorf Wiesenstetten (501 Einwohner, Stand 31. Dezember 2024) gehört der Weiler Dommelsberg (181 Einwohner, Stand 31. Dezember 2024).[1]
Geschichte
[Bearbeiten]Wiesenstetten wurde 772 im Lorscher Codex urkundlich erwähnt.[2] Vom Spätmittelalter bis zur Mediatisierung am Beginn des 19. Jahrhunderts gab es eine Abfolge von Ortsherren aus verschiedenen Häusern, die in den Besitz der Herrschaft Hohenmühringen gelangten. 1618 bis 1652 war für drei Jahrzehnte der Deutsche Orden im Besitz von Wiesenstetten. Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zum Gebiet der Freiherren von Münch, die mit ihrer Herrschaft und dem Schloss zu Mühringen dem Ritterkanton Neckar-Schwarzwald zugerechnet wurden. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts fiel Wiesenstetten an das Königreich Württemberg und wurde dem Oberamt Horb zugeordnet. 1833 wurde der Ort Dommelsberg eingemeindet. Von 1938 bis 1971 gehörte Wiesenstetten mit Dommelsberg zum Landkreis Horb. Wiesenstetten war von 1945 bis 1952 Bestandteil des Nachkriegslandes Württemberg-Hohenzollern. Zum 1. Dezember 1971 erfolgte die Eingemeindung nach Empfingen, so dass Wiesenstetten und Dommelsberg für kurze Zeit im Landkreis Hechingen lagen, ehe die Gemeinde Empfingen 1973 Bestandteil des Landkreises Freudenstadt wurde.
Wappen
[Bearbeiten]Auf silbernem Grund sind drei schwarze Wisenthörner mit Grind übereinander zu sehen. Abgeleitet von der althochdeutschen Schreibweise „Wisunt“, „Wisuntstat“, taucht Wiesenstetten erstmals unter der Schreibweise „Wisunstetten“ auf. Da das Wappen bereits am 12. Oktober 1930 angenommen wurde und die Einführung der Deutschen Gemeindeordnung erst im Jahre 1935 erfolgte, erlangte das Wappen seine Rechtsgültigkeit ohne eigene Verleihung. Seit der Eingliederung von Wiesenstetten in die Gemeinde Empfingen am 1. Dezember 1971 ist es allerdings nicht mehr rechtsgültig.[3]
Religionen
[Bearbeiten]Als hohenzollerische Gemeinden blieben Wiesenstetten und Dommelsberg auch nach der Reformation überwiegend römisch-katholisch. 1790 wurde Wiesenstetten eine eigene katholische Pfarrei. Die Kirchengemeinde gehört heute zum Dekanat Freudenstadt der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten]Vereine
[Bearbeiten]- Der Musikverein Wiesenstetten e. V. wurde im Jahr 1925 gegründet und hat annähernd 100 aktive Mitglieder.
Veranstaltungen
[Bearbeiten]- mehrtägiges Maifest[4]
- Fasnetveranstaltung am Fasnetsonntag im Dorfgemeinschaftshaus
- Fleggafasnet am Fasnetsdienstag
Pfarrkirche St. Stephan
[Bearbeiten]Die heutige katholische Kirche St. Stephan, ein einfacher spätbarocker Bau, wurde 1727 errichtet und 1923 bis 1926 erweitert.[5]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten]- Konstantin Hank (1907–1977), Politiker (CDU), erster Oberbürgermeister von Schramberg
Weblinks
[Bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten]- 1 2 Musikverein Wiesenstetten - Über uns. Abgerufen am 5. Februar 2026.
- ↑ Minst, Karl Josef [Übers.]: Lorscher Codex (Band 5), Urkunde 3272, 17. September 772 – Reg. 805. In: Heidelberger historische Bestände – digital. Universitätsbibliothek Heidelberg, S. 137, abgerufen am 19. April 2018.
- ↑ Ortsbroschüre Empfingen. (PDF) Wager Consulting in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Empfingen, S. 8f., abgerufen am 5. Februar 2026.
- ↑ Feierstimmung in Wiesenstetten: Aus allen Richtungen führen die Wege zum Fest. Abgerufen am 5. Februar 2026.
- ↑ Kirchengemeinde St. Stephanus, Wiesenstetten. Abgerufen am 5. Februar 2026 (deutsch).
