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Digitale Integration

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Digitale Integration bezeichnet das Konzept, dass Daten oder Informationen auf einem beliebigen elektronischen Gerät von einem anderen Gerät unter Verwendung eines Standardformats gelesen oder bearbeitet werden können. Aus der Perspektive der digitalen Kultur wird der Begriff hingegen als Bestreben einer Organisation definiert, die vielfältigen Möglichkeiten und enormen Effizienzgewinne digitaler Technologien und Medien zu nutzen, um den Verbrauchern Relevanz und Mehrwert zu bieten.[1] Der Begriff wird auch im Zusammenhang mit digitaler Regierungsführung verwendet und kann sich auf die behördenübergreifende Zusammenarbeit sowie die zwischenstaatliche Kooperation zwischen Einheiten auf verschiedenen Regierungsebenen beziehen.[2] Das Phänomen gilt als grundlegender Megatrend in der sogenannten Wissensgesellschaft.[3]

Kalendersynchronisation

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In diesem Beispiel verfügt ein Nutzer über ein Mobiltelefon mit Kalender sowie über einen Kalender im Internet. Durch digitale Integration könnte der Nutzer beide Kalender synchronisieren, was folgende Funktionen ermöglichen würde:

  • Der Benutzer könnte Veranstaltungen planen und andere Benutzer darüber benachrichtigen lassen.
  • Wenn der öffentliche digitale Kalender in einen Blog integriert ist, könnte der Nutzer dort über die Veranstaltung schreiben.

Produktentwicklung

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Die digitale Integration gilt mittlerweile als fester Bestandteil der Produktentwicklung. So zielen beispielsweise Modellierungssysteme auf die digitale Integration der Produktentwicklungskette ab.[4] Sie ist auch Teil der digitalen Automatisierung des Produktdesigns und wird für den Produktivitätsanstieg von 30 bis 45 Prozent verantwortlich gemacht, der durch den Einsatz verschiedener digitaler Werkzeuge zur Steigerung der Projektleistung erzielt wird.[5]

Gebäudeautomation

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Ein Hausbesitzer oder Verwalter eines Gewerbegebäudes könnte digitale Integrationsprodukte nutzen, um intelligente Dienste innerhalb einer bebauten Umgebung miteinander zu vernetzen.

  • Ein Einbruchmelde- oder Zutrittskontrollsystem könnte in Verbindung mit Helligkeitssensoren genutzt werden, um die Beleuchtung ein- und auszuschalten. Wenn man einen dunklen Raum betritt, geht das Licht an, und wenn man den Raum verlässt, geht es wieder aus. Auf diese Weise wird Energie gespart, da verhindert wird, dass das Licht unnötig brennt.
  • Die gleichen Techniken könnten zur Steuerung von HLK-Anlagen (Heizung, Lüftung und Klimatisierung) eingesetzt werden.
  • Hausbesitzer und Verwalter von Gewerbeimmobilien können mithilfe webbasierter digitaler Integration die Versorgungseinrichtungen in ihren Gebäuden über eine Webbrowser-Oberfläche steuern und verwalten. Die intelligenten Steuerungen in Klimaanlagen lassen sich beispielsweise mithilfe digitaler Integrationslösungen und -produkte „webfähig“ machen.

Es gibt einen wachsenden Markt für diese Produkte. Viele der für Sicherheit, Beleuchtung, Klimatechnik und Brandmeldeanlagen verwendeten Steuerungssysteme entsprechen keinem Kommunikationsprotokollstandard, sodass häufig Schnittstellensoftware eingesetzt wird, um die unterschiedlichen Sprachen in einen gemeinsamen Standard für das Gebäude- oder Weitverkehrsnetz zu konvertieren.

Einige Steuerungssysteme werden mittlerweile mit Kommunikationsanschlüssen ausgeliefert, die anerkannten Standards wie BACnet, LonTalk oder Ethernet entsprechen. Viele weitere bieten Schnittstellen zu und von ihren eigenen speziellen Steuerungsnetzwerken.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Ira Kaufman, Chris Horton: Digital Marketing: Integrating Strategy and Tactics with Values, A Guidebook for Executives, Managers, and Students. Routledge, New York 2014, ISBN 978-1-315-87945-1, S. 33, doi:10.4324/9781315879451.
  2. ↑ Yu-Che Chen: Managing Digital Governance: Issues, Challenges, and Solutions. Routledge, New York 2017, ISBN 978-1-315-20766-7.
  3. ↑ Andrzej Wierzbicki, Yoshiteru Nakamori: Creative Space: Models of Creative Processes for the Knowledge Civilization Age. In: Studies in Computational Intelligence. Band 10. Springer, Berlin / Heidelberg 2005, ISBN 3-540-28458-3, S. 186, doi:10.1007/b137889.
  4. ↑ Frank-Lothar Krause: The Future of Product Development: Proceedings of the 17th CIRP Design Conference. Springer, Berlin / Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-69819-7, S. 116, doi:10.1007/978-3-540-69820-3.
  5. ↑ Ryan E. Smith: Prefab Architecture: A Guide to Modular Design and Construction. John Wiley & Sons, Inc., New York 2010, ISBN 978-0-470-27561-0, S. 69.