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Dieter Neitzert

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Dieter Neitzert (* 1932[1]) ist ein deutscher Historiker und ehemaliger Hochschullehrer.

Dieter Neitzert studierte in der Nachkriegszeit an der Universität Göttingen und lebte ab 1959 im Historischen Colloquium, einem selbstverwalteten Wohnheim.[2] Nach langer Tätigkeit in der Lehrerausbildung an der Pädagogischen Hochschule Göttingen wurde er 1991 mit seiner Dissertation Die Stadt Göttingen führt eine Fehde 1485/86. Untersuchung zu einer Sozial- und Wirtschaftsgeschichte von Stadt und Umland bei Ernst Schubert zum Dr. phil. promoviert.[3] Neitzert wirkte bis Ende der 1990er Jahre als akademischer Oberrat[4] am Institut für Historische Landesforschung der Universität Göttingen[5] und hat dort „Generationen von Geschichtsstudenten geprägt“.[6] Seine Arbeitsgebiete waren das Spätmittelalter und die Frühe Neuzeit.[6]

Dieter Neitzert war ab 1978[7] im Beirat und 1993–2004[8] Vorsitzender des Geschichtsvereins für Göttingen und Umgebung sowie bis 2019 im Redaktionsausschuss des von diesem Verein herausgegebenen Göttinger Jahrbuchs.[9]

Schriften (Auswahl)

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Als Autor

  • Der Lehrer als Büttel. Zur Geschichte des öffentlichen Strafvollzuges im Königreich Hannover. In: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte, Jg. 49, 1977, S. 249–264 (Digitalisat auf historische-kommission.niedrsachsen.de, abgerufen am 1. März 2026).
  • Bürgerrecht und Ratsgewalt. Der Prozeß des Paul von Brakel gegen die Städte Göttingen und Frankfurt (1420–1430). In: Göttinger Jahrbuch, Bd. 29 (1981), S. 125–172.
  • Wilhelm Kircher aus Konstanz. Ein Jurist auf dem Basler Konzil. In: Staat und Gesellschaft in Mittelalter und früher Neuzeit. Gedenkschrift für Joachim Leuschner. Hrsg. Historisches Seminar der Universität, Redaktion Katharina Colberg, Hans-Heinrich Nolte, Herbert Obenaus. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1983, S. 119–134.
  • Die Stadt Göttingen führt eine Fehde 1485/86. Untersuchung zu einer Sozial- und Wirtschaftsgeschichte von Stadt und Umland (= Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen, Bd. 30) (zugleich: Dissertation, 1991, Universität Göttingen). Lax, Hildesheim 1991, ISBN 978-3-7848-3660-7 (Inhaltsverzeichnis).
  • (mit Peter Aufgebauer, Helga-Maria Kühn): Göttingen im Dritten Reich. Stadtarchiv Göttingen, Göttingen 1994.
  • Göttinger Boten und Gesandte. Reichweite und Intensität städtischer Kommunikation zwischen 1400 und 1450 (= Göttinger Forschungen zur Landesgeschichte. Bd. 22). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2019, ISBN 978-3-7395-1202-0.

Als Herausgeber

Einzelnachweise

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  1. Lebensdaten: 1932– (Geburtsjahr 1932 von Dr. Neitzert [sic] bestätigt). Datensatz im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (DNB). Auf D-NB.info, abgerufen am 16. November 2020.
  2. Jan Renken: Hermann Heimpel und das „Historische Colloquium“. Selbstentnazifizierung und demokratischer Aufbruch einer „historisch-politischen Arbeitsgemeinschaft“ (1947–1965). In: Petra Terhoeven, Dirk Schumann (Hrsg.): Strategien der Selbstbehauptung. Vergangenheitspolitische Kommunikation an der Universität Göttingen (1945–1965). Wallstein, Göttingen 2021, ISBN 978-3-8353-3836-4, S. 142234, insb. Anm. 281.
  3. Vergleiche die Angaben nebst Querverweisen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek.
  4. Georg-August-Universität Göttingen – Öffentlichkeitsarbeit: Dr. Dieter Neitzert, Akademischer Oberrat i.R. In: uni-goettingen.de. Institut für Historische Landesforschung, abgerufen am 25. Februar 2026.
  5. Peter Aufgebauer (Hrsg.): Festgabe für Dieter Neitzert zum 65. Geburtstag (= Göttinger Forschungen zur Landesgeschichte, Bd. 1). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 1998, ISBN 3-89534-224-6.
  6. 1 2 Hans Otte, in seiner Besprechung zu Neitzerts Festschrift von 1998, in: Jahrbuch für westfälische Kirchengeschichte, Bd. 93, 1999, S. 323 (Digitalisat auf jahrbuch-wkg.de, abgerufen am 25. Februar 2026).
  7. Waltraut Hammermeister: 100 Jahre Geschichtsverein für Göttingen und Umgebung 1892–1992. Goltze Druck, Göttingen 1992, S. 147.
  8. StadtA GOE Dep. 18 - Geschichtsverein für Göttingen und Umgebung e. V. In: arcinsys.niedersachsen.de. Niedersächsisches Landesarchiv, abgerufen am 6. April 2026.
  9. Vergleiche Göttinger Jahrbuch bis Ausgabe 2019 auf der Seite geschichtsverein-goettingen.de, zuletzt abgerufen am 14. Juni 2023.