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Detlef Tabbert

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Detlef Tabbert (2016)

Detlef Tabbert (* 17. Juni 1960 in Templin) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (parteilos, zuvor von 2024 bis 2026 BSW und von 2010 bis 2024 Die Linke). Von 2024 bis 2026 war er Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. Davor war er von 2010 bis 2024 Bürgermeister der Stadt Templin.

Tabbert wurde als eines von drei Geschwistern in Templin geboren. Nach dem Abitur absolvierte er in Jürgenstorf (Kreis Malchin) eine Berufsausbildung zum Facharbeiter für Landwirtschaft. Bis 1990 arbeitete Tabbert im Agrarbetrieb in Haßleben (Kreis Templin) und übernahm die Funktion des Bereichsleiters für das Sozialwesen. Parallel dazu absolvierte er ein Fernstudium an der Hochschule für Recht und Verwaltung in Potsdam, das er 1990 als Diplom-Verwaltungswirt (FH) abschloss. Von 1992 bis 2010 war Tabbert Geschäftsführer und ab 2002 auch Vorstand der Uckermark Leasing AG. Zusätzlich studierte er von 1995 bis 1998 in Freiburg im Breisgau und erlangte dort den Abschluss als Diplom-Finanzierungswirt (VWA).[1]

Er ist seit 1986 verheiratet und hat einen Sohn.

Politischer Werdegang

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2010 trat Tabbert in die Linkspartei ein und wurde im selben Jahr in einer Stichwahl mit 63,4 % der Stimmen zum Bürgermeister von Templin gewählt. Acht Jahre später wurde er im ersten Wahlgang mit 61,1 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Im Mai 2024 entschied er sich, Die Linke zu verlassen, trat dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) bei und wurde kurz darauf in den Vorstand des BSW Brandenburg gewählt.[2] Nach den Landtagswahlen in Brandenburg war Tabbert bei den Koalitionsverhandlungen Teil des fünfköpfigen Sondierungsteams des BSW für die Gespräche mit der SPD. Er vertrat dabei das BSW in der Arbeitsgruppe für Infrastruktur, Landwirtschaft und Umwelt. Am 11. Dezember 2024 wurde er zum Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg im Kabinett Woidke IV ernannt. Im Januar 2026 verließ er das BSW wieder, nachdem Ministerpräsident Dietmar Woidke die Koalition mit dem BSW aufgekündigt hatte.[3] Im Zuge der Bildung des Kabinetts Woidke V am 18. März 2026 schied Tabbert aus dem Amt des Ministers für Infrastruktur und Landesplanung aus und trat in den Ruhestand.

Commons: Detlef Tabbert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Detlef Tabbert auf der Website des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg

Einzelnachweise

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  1. Minister Detlef Tabbert | Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg. Abgerufen am 13. Dezember 2024.
  2. BSW Brandenburg - Vernunft und Gerechtigkeit. Abgerufen am 12. Dezember 2024.
  3. Nach Koalitionsaus: Auch Verkehrsminister Tabbert und Gesundheitsministerin Müller verlassen das BSW. In: rbb24.de. 8. Januar 2026, abgerufen am 8. Januar 2026.