Der Vierer
| Film | |
| Titel | Der Vierer |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland, Österreich |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2024 |
| Länge | 93 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen |
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| Stab | |
| Regie | Iván Sáinz-Pardo |
| Drehbuch |
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| Produktion | |
| Musik | Philipp Fabian Kölmel |
| Kamera | Torsten Lippstock |
| Schnitt | Ana de Mier y Ortuño |
| Besetzung | |
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Der Vierer, Untertitel Was soll schon schiefgehen?,[3] ist ein deutsch-österreichischer Spielfilm des Regisseurs Iván Sáinz-Pardo aus dem Jahr 2024. Das Drehbuch von Florian David Fitz, Torben Struck und Iván Sáinz-Pardo zu der Filmkomödie basiert auf dem 2019 veröffentlichten spanischen Film Amor En Polvo (wörtlich übersetzt „Liebespulver“) von Suso Imbernón.[4] Die Hauptrollen übernahmen Julia Koschitz, Florian David Fitz, Friedrich Mücke und Lucía Barrado.[5][6]
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sophie ist eine Anwältin, die sich in ihrer Ehe mit Paul langweilt. Sie beschließen daher ein Vierer-Treffen mit der Spanierin Mia und dem Tiroler Andi, um neuen Schwung in ihre Beziehung zu bringen. Kurzfristig springt Lukas, Pauls bester Freund und Werbepsychologe, für Andi ein, der angeblich erkrankt ist. Tatsächlich hat Paul Andi unter dem Vorwand, selbst erkrankt zu sein, ausgeladen - zur Verärgerung von Sophie, was zum Streit zwischen Sophie und Paul führt. Währenddessen warten Mia und Lukas bereits in der Bar. Sophie und Mia hatten ein Semester gemeinsam Jura studiert. Mia ist seit 15 Jahren Single und fragt sich, warum die Leute zusammenbleiben. Sie vermutet, dass die Gründe Gewohnheit und Feigheit sind. Lukas glaubt dagegen an die Liebe.
Sophie wirft Paul vor, wegen Klimaschutz und Nachhaltigkeit alles Mögliche zu boykottieren und zu verhindern, etwa eine gemeinsame Kreuzfahrt. Außerdem habe er kein eigenes Leben, sondern würde sein Leben durch seinen Sohn Denis beziehungsweise durch sie leben und solle sich wieder einen Job suchen. Er kritisiert, dass sie nur an ihrer Karriere interessiert sei. Eine Beförderung zur Partnerin vor vier Monaten hat sie ihm bisher verschwiegen. Nachdem Sophie Paul vorwirft, dass er berechenbar sei, sagt er ihr, er habe sie betrogen. Sie reagiert darauf zunächst verständnisvoll, was ihn wütend macht, weil es ihm zeige, dass er ihr egal sei.
Zwischenzeitlich unterhalten sich Mia und Lukas in der Bar angeregt und kommen sich näher und haben schließlich auf der Toilette Sex. Der Streit zwischen Paul und Sophie eskaliert, und er schreddert ihr Mobiltelefon im Thermomix. Sophie packt ihre Sachen, verlässt die Wohnung und stürzt die Treppe hinunter. Paul bringt sie in die Wohnung zurück und kümmert sich um ihr schmerzendes Bein. Er erzählt ihr, dass er ein Jobangebot für eine Ausgrabung in Jordanien hatte, das er abgelehnt hatte, weil er bei ihr bleiben wollte. Sie küsst ihn daraufhin. Er erzählt ihr, dass er sie doch nicht betrogen hat, er wollte sich damit lediglich interessanter machen. Im Gegenzug gesteht sie ihm, dass sie ihn mit Lukas betrogen hat. Als Paul die Wohnung verlassen möchte, tauchen Mia und Lukas bei ihnen auf.
Mia ergreift die Initiative, was dazu führt, dass alle vier im Schlafzimmer landen und sich gegenseitig küssen. Dabei erfährt auch Mia, dass Sophie Paul mit Lukas betrogen hat, was Sophie wütend macht, weil Lukas Mia gegenüber die Affäre der beiden verschwiegen hat und sie in ihn verliebt ist, so wie er in sie. Paul verlässt die Wohnung, nachdem er Lukas wegen dessen Affäre mit Sophie geschlagen hat, und übernachtet bei seinem mittlerweile erwachsenen Sohn Denis.
Drei Monate später arbeitet Paul als Führer im Museum. Lukas taucht bei Paul auf, um ihm von Sophies Panikattacke zu erzählen. Lukas und Mia sind inzwischen ein Paar. Sophie gesteht Mia, dass sie nicht ohne Paul leben kann. Auf einer Wanderung nach Venedig fängt Sophie Paul ab. Sie gesteht ihm ihre Gefühle und die beiden machen sich gemeinsam auf den Weg.
Produktion und Hintergrund
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Dreharbeiten fanden im Herbst 2023 unter dem Arbeitstitel Gemischtes Doppel in Wien statt.[6][7][8]
Produziert wurde der Film von der Münchner Wiedemann & Berg Filmproduktion (Produzenten Max Wiedemann und Quirin Berg) und der Münchner Neos Film (Produzenten Torben Struck und Christoph Menardi) in Koproduktion mit der österreichischen Epo-Film (Koproduzenten Dieter Pochlatko und Jakob Pochlatko), als Executive Producer fungierte Steffi Ackermann. Den Erstverleih übernahm die Leonine Distribution, in Österreich übernahm die Constantin Film den Verleih.[5][6]
Unterstützt wurde die Produktion vom Deutschen Filmförderfonds, der Filmförderungsanstalt und dem Österreichischen Filminstitut.[5][8]
Die Kamera führte Torsten Lippstock, die Musik schrieb Philipp Fabian Kölmel, die Montage verantwortete Ana de Mier y Ortuño. Den Ton gestaltete Dietmar Zuson, das Kostümbild Veronika Albert und das Szenenbild Verena Wagner. Als Green Consultant fungierte Marion Elisabeth Rossmann und als Intimitätskoordinatorin Katharina Haudum. Die Kostüme stammten von Lambert Hofer.[5][6]
Veröffentlichung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Premiere war am 14. November 2024 im Berliner Zoo Palast.[9]
Der deutsche und österreichische Kinostart erfolgte am 28. November 2024.[5][7] Auf Blu-ray Disc soll der Film am 11. April 2025 erscheinen.[10]
Auf Prime Video wurde der Film am 28. März 2026 veröffentlicht.[11]
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) vergab das Prädikat wertvoll.[12]
Oliver Armknecht bewertete die Produktion auf film-rezensionen.de mit fünf von zehn Punkten. Trotz eines vielversprechenden Szenarios und eines gut aufgelegten Ensembles komme die Geschichte nie in Schwung, weil sowohl die obligatorischen Geheimnisse wie auch die Witze recht müde seien.[13]
Barbara Schweizerhof vergab auf epd-film.de drei von fünf Sternen. Die Schauspieler seien wunderbar, die Dialoge flott, das Setting gerade noch glaubwürdig und nachvollziehbar. Und trotzdem erreiche der Film nicht ganz die Wirkung, die er vermeintlich anstrebe, nämlich eine jener überdrehten, rasanten Komödien zu sein, die bei alledem genug Bodenhaftung haben, um nachhaltig zu berühren.[14]
Peter Osteried (vier von fünf Sternen) befand auf cineman.ch, dass der Film trotz offenkundiger Schwächen vergnüglich sei und mit seinem Witz für mehrheitlich kurzweilige Unterhaltung sorge. Die Dialoge seien spritzig, die Darsteller durch die Bank gut aufgelegt. Wer Filme wie Das perfekte Geheimnis mag, sei hier gut aufgehoben.[15]
Auszeichnungen und Nominierungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jupiter-Award 2025
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Freigabebescheinigung für Der Vierer. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 262615; abgerufen am 17. April 2026).
- ↑ Alterskennzeichnung für Der Vierer. Jugendmedienkommission.
- ↑ Der Vierer. In: videobuster.de. Abgerufen am 28. Oktober 2024.
- ↑ DER VIERER / Beziehungskomödie mit Starensemble / ab 28. November 2024 im Kino! In: leoninestudios.com. 28. Oktober 2024, abgerufen am 28. Oktober 2024.
- 1 2 3 4 5 Der Vierer. In: filmportal.de. Deutsches Filminstitut, abgerufen am 28. Oktober 2024.
- 1 2 3 4 Der Vierer bei crew united, abgerufen am 2. September 2024.
- 1 2 Barbara Schuster: Leonine legt Starttermin von „Der Vierer“ fest. In: the-spot-mediafilm.com. 18. September 2024, abgerufen am 28. Oktober 2024.
- 1 2 Gemischtes Doppel. In: filminstitut.at. Abgerufen am 28. Oktober 2024.
- ↑ Vier gewinnt bei der großen Premiere von „Der Vierer“. In: blickpunktfilm.de. 15. November 2024, abgerufen am 15. November 2024.
- ↑ "Der Vierer": Kinofilm mit Florian David Fitz erscheint im April 2025 auf Blu-ray Disc. In: bluray-disc.de. 18. November 2024, abgerufen am 18. November 2024.
- ↑ Chantal Neumann: Neu auf Amazon Prime Video im März 2026: Psycho Horror mit einem "X-Men"-Star, Guy Ritchies neue "Sherlock Holmes"-Serie & mehr. In: Filmstarts.de. 25. Februar 2026, abgerufen am 26. Februar 2026.
- ↑ Der Vierer. In: fbw-filmbewertung.com. Abgerufen am 5. November 2024.
- ↑ Oliver Armknecht: Der Vierer. In: film-rezensionen.de. 14. November 2024, abgerufen am 15. November 2024.
- ↑ Barbara Schweizerhof: Kritik zu Der Vierer. In: epd-film.de. 22. November 2024, abgerufen am 22. November 2024.
- ↑ Peter Osteried: Filmkritik: Vier sind zwei zuviel? In: cineman.ch. 25. November 2024, abgerufen am 25. November 2024.
- ↑ Jupiter Verleihung Jahr 2025. In: jupiter-award.de. Abgerufen am 2. Januar 2026.
- ↑ Damian Sprenge: "Maxton Hall"-Duo feiert Dreifach-Sieg bei Jupiter Awards. In: blickpunktfilm.de. 11. Mai 2025, abgerufen am 2. Januar 2026.