Deli Maria Teichen
Deli Maria Teichen, bürgerlich Deli Maria von Klipstein, auch Deli Maria Beicheny Teichen[1] oder Deli-Maria Teichen v. Klipstein[2] (* 23. Februar 1904 in Bremen;[1] † 1996[3]), war eine deutsche Schauspielerin und Hörspielsprecherin.
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Deli Maria Teichen erhielt von 1925 bis 1926 Schauspielunterricht bei Ilka Grüning und Lucie Höflich in Berlin. Ihr Bühnendebüt gab sie 1926 am Albert-Theater in Dresden, wo sie den Knaben Amal in Das Postamt nach Rabindranath Tagore spielte. Es folgten Engagements in Dresden (Staatstheater und Albert-Theater), Bochum, Darmstadt, Frankfurt am Main, Köln sowie am Schauspielhaus Leipzig. Seit 1945 spielte sie vor allem am Theater der freien Hansestadt Bremen. Später vor allem als „übertragene Salondame“ und in komischen Rollen besetzt, spielte sie in jüngeren Jahren auch Rollen wie das Klärchen in Goethes Egmont (Frankfurt am Main) oder die Porzia in Shakespeares Der Kaufmann von Venedig (Bochum).[4][5][6]
In den 1960er Jahren war Teichen kurzzeitig auch in Fernsehproduktionen zu sehen, so in Günter Sieberts Anruf am Abend (1961) und 1967 in einer Episode von Vorsicht Falle!.
Seit 1946 war Deli Maria Teichen auch als Hörspielsprecherin bei Radio Bremen tätig, wo sie bis 1970 in rund 60 Hörspielproduktionen zu hören war. Darunter 1946 in Günter Sieberts Nun singen sie wieder nach Max Frisch, als Augustias in Gert Westphals Bernarda Albas Haus nach Federico García Lorca von 1950 sowie als Tante Lundin in Günter Sieberts Produktion von Mio, mein Mio von 1955.[7]
Deli Maria Teichen war zeitweise mit dem deutschen Schauspieler Ernst von Klipstein verheiratet. Aus der Ehe ging mindestens eine Tochter hervor.[1]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Bernhard Koerner e. a. (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch. Band 143. CA Starke Verlag, Bad Salzdetfurth 1967, S. 138.
- ↑ Deutscher Bühnenverein (Hrsg.): Deutsches Bühnen-Jahrbuch. Band 84. F.A. Günther & Sohn, Berlin 1976, S. 772.
- ↑ Manfred Altner: Gerhart Hauptmann in Dresden und Radebeul. Hellerau-Verlag, Dresden 2003, S. 32.
- ↑ Hans Joachim Moser, Herbert A. Frenzel (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. De Gruyter, Berlin 1956, S. 737 f.
- ↑ Kurt Dörnemann: Shakespeare-Theater - Bochum 1919-1979. Laupenmühlen Druck, Bochum 1979, S. 29.
- ↑ Albert Richard Mohr: Das Frankfurter Schauspiel - 1929-1944 : eine Dokumentation z. Theatergeschichte mit zeitgenöss. Berichten u. Bildern. Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt a. M. 1974, S. 84.
- ↑ ARD Hörspieldatenbank. Abgerufen am 1. Mai 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Teichen, Deli Maria |
| ALTERNATIVNAMEN | Klipstein, Deli Maria von (wirklicher Name); Teichen, Deli Maria Beicheny (vollständiger Name); Klipstein, Deli-Maria Teichen v. (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schauspielerin und Hörspielsprecherin |
| GEBURTSDATUM | 23. Februar 1904 |
| GEBURTSORT | Bremen |
| STERBEDATUM | 1996 |