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Dedo Weigert

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Dedo Weigert (* 5. November 1938 in Breslau; † 30. November 2025 in München) war ein deutscher Kameramann, Filmproduzent und Unternehmer. Weigert entwickelte des Dedolight-Beleuchtungssystem, für das er 1991 mit dem Oscar für technische Verdienste und 2003 mit dem Oscar für Wissenschaft und Entwicklung ausgezeichnet wurde.

Weigert wurde 1938 in Breslau als Sohn des Universitätsprofessors für Kunstgeschichte Hans Weigert und der Malerin Cornelie Weigert, gebürtige Obermeier, geboren.[1][2] Nach einem Studium der Theatergeschichte arbeitete Weigert zunächst als Schauspieler und Regieassistent bei verschiedenen Theatergruppen.[2] Danach arbeitete er als Produktionsleiter bei einem Unternehmen, das Werbespots und Industriefilme produzierte. Als Assistent des britischen Kameramanns John Baxter Peters lernte Weigert die Arbeit hinter der Kamera kennen. Ab Anfang der 1960er Jahre war Weigert selbst als Kameramann tätig. 1965 gründete Weigert die Dedo Weigert Film GmbH, die später europäischer Vertriebspartner von Tiffen, Aaton, Photo-Sonics und Kino Flo wurde.[2]

Er lebte und arbeitete vor allem in München.[3] Er ist in der Filmbranche vor allem für die von ihm entwickelten Beleuchtungssysteme bekannt, die seinen Vornamen tragen – Dedolight. Für dieses ab 1984 angebotene Beleuchtungssystem bekam er 1991 einen technischen Oscar (Technical Achievement); Anfang der 2000er führte er ein weiteres Leuchtensystem ein, für das er 2003 einen zweiten technischen Oscar (Scientific and Engineering Award)[4] sowie einen Emmy erhielt.

Er war seit 2006 assoziiertes Mitglied der American Society of Cinematographers (ASC).[2] Seit Ende September 2025 stand Dedo Weigert Film unter Insolvenzverwaltung.[5]

Dedo Weigert starb am 30. November 2025 im Alter von 87 Jahren in München.[2][6]

Dedo Weigert wurde von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences zweimal mit einem Oscar ausgezeichnet.[7]

  • 1991: Oscar für technische Verdienste (Technical Achievement Award) „für die Entwicklung der Dedolight, einer miniaturisierten Niedervolt-Halogenlampe“
  • 2003: Oscar für Wissenschaft und Entwicklung (Scientific and Engineering Award) an „Dedo Weigert für das Konzept, Dr. Depu Jin für die optischen Berechnungen und Franz Petters für die mechanische Konstruktion der Dedolight 400D. Diese einzigartig gestaltete Setleuchte bietet überragende Leistung, Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit. Zusammen mit ihrem exzellenten Zubehörsortiment ist die Dedolight 400D eine herausragende Ingenieurleistung.“

2003 wurde er für die Entwicklung des Dedolight 400 Series Lighting Systems zudem mit einem Engineering, Science & Technology Emmy Award ausgezeichnet.[8]

Einzelnachweise

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  1. About us. In: Dedo Weigert Film. Archiviert vom Original am 3. August 2025; abgerufen am 31. Dezember 2023 (englisch).
  2. 1 2 3 4 5 Rachael Bosley: In Memoriam — Dedo Weigert (1938-2025). In: theasc.com vom 1. Dezember 2025.
  3. Kevin Hilton: Lighting Conductor - Dedo Weigert/Spotlight. British Cinematographer, abgerufen am 31. Dezember 2023 (englisch).
  4. Technik-Oscars für Alias/Wavefront, Arri, Dedo Weigert, Mental Images und Panavision. film-tv-video.de, 11. Januar 2001, abgerufen am 31. Dezember 2023.
  5. Dedo Weigert (1938–2025). In: profifoto.de vom 2. Dezember 2025.
  6. Dedo Weigert verstorben. In: film-tv-video.de. 1. Dezember 2025, abgerufen am 1. Dezember 2025.
  7. Dedo Weigert. In: awardsdatabase.oscars.org, abgerufen am 25. März 2026.
  8. Engineering, Science & Technology Emmy Award Recipients. In: televisionacademy.com, abgerufen am 25. März 2026.