Shades of Decadencia
| Film | |
| Titel | Shades of Decadencia |
|---|---|
| Originaltitel | Decadencia |
| Produktionsland | Mexiko |
| Originalsprache | Spanisch |
| Erscheinungsjahr | 2015 |
| Länge | 92 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Joaquin Rodriguez |
| Drehbuch | Joaquin Rodriguez |
| Produktion | Silvio Castillero, Christopher Chabot, Joaquin Rodriguez |
| Musik | Pavlo Castañeda Vazquez, Carlos Ariel Castillero |
| Kamera | Juan Cristobal Castillero |
| Schnitt | Víctor Camacho, Freddy Noriega |
| Besetzung | |
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Shades of Decadencia (Originaltitel: Decadencia) ist ein mexikanisches Erotik-Drama aus dem Jahr 2015. In der Handlung geht die schöne, junge Anabel eine heißblütige Beziehung mit dem attraktiven Millionär Oskar ein. Dieser drängt sie jedoch mehr und mehr dazu, persönliche Grenzen der sexuellen Dekadenz zu überschreiten. Für Anabel beginnt eine zerstörerische Abwärtsspirale.
Die Hauptrolle der Anabel verkörperte Nataly Umaña, ihr Filmpartner wurde von Oskar Alejandro Estrada dargestellt.
Handlung
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Die schüchterne Anabel ist eine bildschöne junge Frau. Sie ist Kolumbianerin und vor einigen Jahren nach Mexiko emigriert, wo sie inzwischen in Guadalajara als attraktive Hostess arbeitet. Finanziell gesehen führt sie einen Kampf gegen die Armut. Eines Tages wird sie fast von einem Sportwagen überfahren. Der Besitzer erweist sich als der ebenso selbstbewusste wie gutaussehende Oskar, ein millionenschwerer Inhaber einer eigenen Firma. Er entschuldigt sich und bittet Anabel um ihre Nummer, weil er sie am Abend zum Essen einladen möchte. Anabel stimmt zu und Oskar lädt sie in seine Wohnung ein, wo er für sie kocht.
Anabel ist von Oskar angetan und entscheidet sich weiter mit ihm auszugehen. In einem teuren Schuhgeschäft kauft er ihr ein halbes Dutzend edler Schuhe. Die beiden kommen sich näher. Eines Abends fragt Oskar Anabel nach ihren sexuellen Fantasien, woraufhin sie zaghaft erwidert, dass eine ihrer Fantasien sei, Stripperin vor vielen Männern zu sein. Zu Anabels Überraschung ist Oskar darüber gar nicht eifersüchtig, im Gegenteil, er erklärt ihr, dass Eifersucht nur Untreue provoziere und Monogamie sowie nur eine Utopie sei. Er verführt sie und sie haben Sex. Wenig später überredet er sie, einen Akt von sich malen zu lassen. Später vergnügt er sich allein in einem Stripclub. Oskar lädt Anabel zu einem romantischen Urlaub am Meer ein, den sie sehr genießt. Oskar gesteht Anabel, dass es ihn erregen würde, sie beim Sex mit einem anderen Mann zu sehen.
Zurück in Guadalajara gesteht Anabel ihrer Freundin Claudia, dass sie sich zunehmend unsicher in ihrer Beziehung zu Oskar fühlt, da er seltsam und extrem sei. Ihre Freundin ermuntert sie jedoch, die Beziehung fortzusetzen. Als Oskar ihr durch einen seiner Angestellten ein Auto schenken lässt, ist Anabel davon stark überfordert. Anabel will den Wagen ablehnen, als Oskar sie bittet, bei ihm einzuziehen. Sie stimmt zu. In seiner Wohnung findet sie ein Paket, dessen Inhalt sie für den Abend anziehen soll: ein äußerst freizügiges Set, bestehend nur aus Minirock und BH. Dies unter ihrem Mantel tragend, führt er sie zum Stripclub. Anabel will nicht, lässt sich jedoch durch seine schmeichelnden Worte langsam einwickeln und in den Club bringen. Mittels Alkohol und der Anwesenheit anderer Mädchen lockert er sie auf und setzt ihre Widerstandskraft herab. Schließlich lässt sich die angetrunkene Anabel dazu verleiten, ihren BH auszuziehen und an der Stange öffentlich wie eine Stripperin zu tanzen.
Die Erinnerung an das Geschehen im Club verfolgt Anabel. Während sie sich einerseits unwohl fühlt, fühlt sie sich von der Erotik angezogen. Sie masturbiert in der Sauna und wird kurz darauf von Oskar angerufen. Als sie ihm sagt, dass sie in der Sauna war, fragt er sie ob sie sich befriedigt hat, was Anabel als indiskrete, ordinäre Frage auffasst. Er bringt sie jedoch dazu, ihn am Telefon haltend, erneut in der Sauna für ihn sich zu befriedigen. Wenig später schenkt Oskar ihr ein freizügiges Dessous-Set der Marke Agent Provocateur und lädt Anabel nach Las Vegas ein. Nachdem er sie in ihrem neuen Dessous-Set mustert und mit ihr leidenschaftlichen Sex hat, will Oskar mit Anabel zu einer Kostümparty. Zum Dresscode gehört, das Männer im Anzug, Frauen aber nur in Unterwäsche Zutritt haben. Anabel fühlt sich damit nicht wohl, lässt sich jedoch erneut von Oskar überreden. Die Party erweist sich als große Sexparty, bei der alle Masken tragen. Oskar vertauscht seine eigene Maske, die ihn für Anabel durch eine Träne ausweist, mit der eines anderen Mannes, der daraufhin Anabels Körper liebkost, da sie ihn für Oskar hält.
Zurück in Mexiko vertraut Anabel sich ihrer Freundin Claudia an. Sie hat das Gefühl, eine Grenze überschritten zu haben. Claudia versucht ihre Bedenken zu zerstreuen, sie solle ihre Beziehung mit einem Millionär als Chance begreifen. Anabel jedoch empfindet die ganze Situation nur noch als "dekadent" und hat gegenüber sich selbst Schuldgefühle. Oskar lädt sie in seinem Privatjet nach Playa del Carmen in das Haus seines Freundes Alex ein. Anabel ist davon gar nicht angetan, doch macht Oskar sie heimlich mit Drogen gefügig. Der Abend bei Alex erweist sich als feucht-fröhliche Sexparty im Pool, bei der Anabel gegen ihren Willen entkleidet wird.
Anabel konfrontiert Oskar mit ihren Gefühlen und dass sie bei seinen Spielchen nicht mehr mitmachen will, die sie dazu bringen, stetig mehr und mehr Grenzen zu überschreiten. Oskar konfrontiert sie offen damit, dass er die Beziehung auch beenden könnte und sie dann wieder in ein gewöhnliches Leben am Existenzkampf zurückwerfen könnte. Immerhin werde ihre Schönheit mit der Zeit verwelken und dann werde sie niemand mehr als Hostess einstellen. Durch seine Beziehung könne er sie aus der Armut und einem gewöhnlichen Leben befreien. Anabel ist emotional schwer getroffen, entscheidet sich jedoch mit ihm zusammenzubleiben.
Zu seinem Geburtstag bringt Oskar sie wieder auf eine erotische Party mit Alex, wo er Anabel erneut heimlich unter Drogen setzt, um ihre Widerstandskraft herabzusetzen. Der Clubbesitzer wird Zeuge dessen und will Anabel helfen, doch unterbindet Oskar dies rechtzeitig. Er bringt Anabel, die inzwischen ihrer Sinne nicht mehr mächtig ist, in ein Zimmer, wo er sie zunächst liebkost. Daraufhin lässt er sie von Alex, einem weiteren Mann und deren Gespielinnen vergewaltigen.
Am nächsten Morgen erinnert sich Anabel an das in der Nacht geschehene. Verstört kehrt sie allein nach Guadalajara zurück. Dort erfährt sie entsetzt, dass sie geschwängert wurde sich und mit dem HIV-Virus infiziert hat. Anabel gerät in eine schwere Depression und begeht durch eine Überdosis Tabletten Selbstmord. Sie hinterlässt Oskar einen Abschiedsbrief:
„Ich habe viel Zeit damit verbracht, zu verstehen, warum du all dies getan hats. Warum hast du mir Drogen eingeflößt? Warum hast du zugelassen, dass ich missbraucht werde, als ich bereit war, deine Spiele zu spielen? Ich habe mich dir mit all meiner Liebe hingegeben. Ich habe tagelang überlegt wie ich dir schaden könnte. Wie ich zurückbekommen könnte, was du mir gestohlen hast. Wie ich dich zerstören könnte. Aber dann wurde mir klar, dass du schon zerstört bist. [...] Es gibt so viele Fantasien, die man wahr werden lassen kann, ohne andere zu zerstören, zu erniedrigen oder in den Abgrund zu reißen. Am heutigen Tag habe ich erfahren, dass in mir neues Leben wächst. Ein Leben, das mir von dir oder einem dieser Bestien eingepflanzt wurde, die mich vergewaltigt haben. Ein Leben, für das ich absolut kein Recht und schon gar keinen Mut habe, es in Krankheit und Traurigkeit auf die Welt zu bringen. Ein Leben, das mit mir gehen wird. Du sollst nur wissen, dass du mir den größten Wunsch, den ich im Leben hatte, genommen hast. Du hast mir das Recht genommen, Mutter zu sein. Mein Recht Leben zu schenken. Du hast mich krank und leer und zurückgelassen. Du hast mein Leben beendet, als ich dachte, es würde gerade anfangen. Und das alles nur, weil irgendein Irrer außerstande war, das größte Geschenk zu teilen, das man bekommen kann: Die Liebe eines anderen Menschen.“
Kritiken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]„Shades of Decadencia präsentiert sich als eine Mischung aus erotischer Romanze und traurigem Drama und zeigt dabei, dass auch anregendes, sexuelles Kino durchaus unterhaltsam und auch kritisch sein kann. Der Film beschäftigt sich mit Themen wie Liebe, Beziehungen und Erotik, aber auch Abhängigkeit, menschlichen Abgründen und Unterdrückung. [...] Das drastische und tragische Finale von Shades of Decadencia hinterlässt beim Zuschauer dann ein mulmiges, unwohles und flaues Gefühl in der Magengegend, welches man von dem Film so nicht erwartet hätte und ihn schon alleine dadurch deutlich über andere Genre-Vertreter hebt, die sich meist selbst auf Erotik und Sexualität reduzieren.“
„Eine junge Frau aus bescheidenen Verhältnissen lernt einen Geschäftsmann kennen, der sie an seinem Luxus-Leben teilhaben lässt. Bald beginnen sie ein Verhältnis, bei dem sich die Frau bereitwillig auf die ungewöhnlichen Wünsche ihres Liebhabers einlässt, bis diese immer gefährlicher werden. Das Erotikdrama stellt in Hochglanzbildern eine Welt der Ausschweifung aus, ohne die Figuren mit Leben zu füllen, sodass sich gepflegte Langeweile einstellt. Die implizierte Gesellschaftskritik bleibt in Andeutungen stecken.“
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Freigabebescheinigung für Shades of Decadencia. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 153277/V; abgerufen am 17. April 2026).
- ↑ https://sofahelden.com/index/artikel/Shades-of-Decadencia/8961
- ↑ https://www.filmdienst.de/film/details/549048/shades-of-decadencia