Nachdem die Direction Technique des Constructions Navales (DTCN) (heute Naval Group) das Reichweitenproblem des DTCN L5 erkannte, entschloss man sich, einen neuen Torpedo mit mindestens doppelter Reichweite zu konstruieren. Das Ergebnis war der F17. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger entschied man sich zu Anfang dafür, den Torpedo drahtgelenkt zu gestalten. Dadurch büßte die Waffe allerdings ihre Vielseitigkeit ein. Autonome Suchläufe, die der L5 selbstständig ausführen konnte, um dann ein gefundenes Ziel eigenständig anzugreifen, waren zu Anfang nicht möglich. Schließlich, als die ersten Klagen der französischen Marine eintrafen, änderte man das Steuerungsprinzip. F17P, eine Variante, die ursprünglich nur für den Export gedacht war, erhielt sowohl den Thomson-CSF-aktiv/passiv-Panoramasuchkopf zur automatischen Zielerkennung und -bekämpfung, als auch die Möglichkeit zur Drahtlenkung für direkte Angriffe. Erster Abnehmer außerhalb Europas war Saudi-Arabien für seine Fregatten der Madina-Klasse.