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Cornerlogo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
In einer typischen digitalen Bildschirmgrafik wird das Logo des Fernsehsenders in einer Ecke des Bildschirms angezeigt.

Als Cornerlogo (englisch corner Ecke) bezeichnet man zum Beispiel beim Fernsehen das Senderlogo in einer der vier Ecken des Bildes. Es dient dazu, auf einen Blick erkennen zu können, um welches Programm es sich handelt. In englischsprachigen Ländern sind eher die Begriffe digital on-screen graphic (DOG), Bug oder Watermark gebräuchlich.

Aber auch bei Plakatwerbung, Webseiten etc. können Cornerlogos Anwendung finden.

Technik

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Das Cornerlogo wird im Allgemeinen erst hinter dem Sendemischer hinzugemischt. Dafür existiert ein spezieller Logo-Generator, welcher im Signalweg eingeschleift wird. Halbtransparente Cornerlogos – in Deutschland üblich – müssen zusätzlich „ge-keyed“ werden. Das bedeutet, dass sich die Farbe des Cornerlogos entsprechend den Bildpunkten des TV-Signals an der Position entsprechend leicht ändert. Dies erfordert bei digitaler Signalverarbeitung ständige Rechenleistung des Logo-Generators.

Aussehen

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In den Anfängen wurde wegen fehlender technischer Möglichkeiten eine Grafik darzustellen oft nur reiner Text ähnlich einer OSD-Anzeige eingeblendet.

In den 1990er Jahren wurde vermehrt auf eine Glas-Optik gesetzt. Um den Effekt zu erzeugen, wurde oben links eine helle und unten rechts eine dunkle Umrandung genutzt, die Grundfläche selbst besaß meist nur wenig Deckkraft.

Die heute gängigste Variante besteht aus dem Senderlogo in weißer oder hellgrauer Färbung mit einem geringen Transparenz-Effekt. Um weiße Logos bei sehr hellen Programminhalten sichtbarer zu machen, wird häufig eine Schattierung ergänzt. Seltener existieren auch farbig-transparente sowie völlig undurchsichtige farbige Logos, welche allerdings mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen und so teilweise vom Programm ablenken können.

Oft werden weniger auffällige Cornerlogos nur während Programminformationen und Trailern passend zur Corporate Identity des Senders voll eingefärbt oder kräftiger dargestellt. In einzelnen Fällen ist das Logo dauerhaft animiert (Sat.1-Ball dreht sich).

Geschichte

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Im deutschsprachigen Raum wurden erstmals in den 1980er Jahren Logos nur kurzzeitig eingeblendet, um Video-Piraterie von Mitschnitten zu verhindern. Erst als die ersten Privatsender aufkamen (und diese dauerhaft ihre Logos einblendeten), folgten diesem Trend auch die öffentlich-rechtlichen Sender. Im deutschsprachigen Raum werden die Logos meist oben rechts oder oben links angezeigt. Bekannteste Ausnahmen sind die Sender RTL Zwei und Tele 5, welche ihre Logos unten rechts platzieren. Eine weitere Besonderheit stellte Yavido Clips dar, das sein Logo in der Anfangszeit nicht in einer Ecke, sondern oben in der Mitte angeordnet hatte. Bei den beiden Nachrichtensendern n-tv und Welt sind die Logos direkt neben der Newsticker-Leiste platziert.

Anders als deutschsprachige Sender sendet die BBC bis heute oft ohne Logo und beim ebenfalls britischen ITV ist das Logo nur mit großer Mühe zu erkennen. Allerdings haben die meisten anderen britischen Sender Logos, die vergleichbar mit den deutschen sind. Einige wenige Pay-TV-Sender wie beispielsweise Sky Cinema oder Sky Atlantic blenden Logos während einer Sendung überhaupt nicht ein, oder lediglich während der ersten Sekunden einer Sendung.

Bei HDTV-Sendern wird bei den meisten Sendern ein zusätzlicher „HD“-Schriftzug angezeigt. Bei den meisten der öffentlich-rechtlichen Sendern wird seit 2025 jedoch darauf verzichtet.

Siehe auch

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Commons: Cornerlogo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien