Conrad Zahn
Christian Gottlieb Conrad (Konrad) Zahn (* 19. März 1835 in Turowo, Kreis Samter; † 25. November 1887 in Sondershausen[1]) war ein deutscher Rittergutspächter und Politiker.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Conrad Zahn war ein Sohn des Gutsbesitzers Johann Christian Carl Albert Zahn (* 22. Oktober 1800, † 11. Juli 1863[2]) und dessen Ehefrau Rosalie Leopoldine Franziska Philippine, geb. von der Osten (* 1810, † 21. Januar 1896[3]). Der Vater Christian war das 6. Kind des Pfarrers Johann Gottlieb Zahn (1762–1845) in Wasserthaleben;[4] er wurde Gutsbesitzer in Turowo in der Provinz Posen und später Administrator in Basedow. Zu Conrads Geschwistern gehörte der Oberkonsistorialrat und Oberhofprediger Arnold Zahn (* 21. Mai 1842, † 16. Juni 1928).[5] Conrad war evangelisch-lutherischer Konfession und heiratete am 23. Oktober 1860 in Greifswald in erster Ehe seine Cousine Louise Amalie Adelheid Johanne von der Osten (* 3. April 1838 in Goldap; † 29. Juli 1864 in Oberspier), die Tochter seines Onkels Karl Otto von der Osten. Am 8. Januar 1867 heiratete er in zweiter Ehe in Sondershausen Marie Auguste Caroline Scheppig (* 29. Januar 1844; † 30. Mai 1909), die Tochter von Carl Scheppig.[6] Wilhelm Kleemann war ein Großvater der Ehefrau.
Zahn war Gutspächter des Rittergutes in Oberspier. Dort war er ab 1873 auch Schiedsmann[7] und ab 1876 Standesbeamter. 1871 erhielt er den Titel Amtmann[8] und 1880 Oberamtmann[9].
Er vertrat konservative Positionen und war 1881 Unterzeichner von Wahlaufrufen für den Kandidaten der DRP im Reichstagswahlkreis Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen, Oscar Schoenemann.[10] Vom 8. Dezember 1879 bis zu seinem Tod war er Abgeordneter im Landtag des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen, zunächst durch eine Ersatzwahl[11] und dann in regulärer Wahl durch die Höchstbesteuerten in der Unterherrschaft.[12]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- von der Osten, Haus Wisbu. In: Jahrbuch des Deutschen Adels. Zweiter Band. 1898. Berlin [1898], S. 726–732.
- Thüringer Pfarrerbuch. Band 2: Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen. 1997. ISBN 3-7686-4148-1. (S. 423 und 425.)
- Jochen Lengemann: Landtag und Gebietsvertretung von Schwarzburg-Sondershausen 1843–1923. Biographisches Handbuch (= Parlamente in Thüringen 1809–1952. Bd. 3). G. Fischer, Jena u. a. 1998, ISBN 3-437-35368-3, S. 265 f.
Nachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Nachruf und Beisetzung in Regierungs- und Nachrichtsblatt für das Fürstenthum Schwarzburg-Sondershausen vom 26. und 29. November 1887, S. 567, 2. Spalte, und S. 570, 1. Spalte.
- ↑ Todesanzeige in Der Deutsche. Sondershäuser Zeitung vom 16. Juli 1863, S. 672.
- ↑ Todesanzeige in Der Deutsche. Zeitung für Thüringen und den Harz 1896 Nr. 18.
- ↑ Zu Christians Geschwistern gehörte der Pädagoge Franz Ludwig Zahn (1798–1890).
- ↑ Nachruf in Der Deutsche. Thüringer Tageblatt 1928 Nr. 141.
- ↑ Heiratsanzeige und Kirchenamtsangabe in Der Deutsche. Sondershäuser Zeitung vom 12. Januar 1867, S. 44.
- ↑ Der Deutsche. Zeitung für Thüringen und den Harz vom 11. November 1873, 4. Seite, Amtliches.
- ↑ Der Deutsche. Sondershäuser Zeitung vom 14. September 1871, Titelseite.
- ↑ Regierungs- und Nachrichtsblatt für das Fürstenthum Schwarzburg-Sondershausen vom 7. August 1880, Titelseite, 1. Spalte.
- ↑ z. B. in Der Deutsche. Zeitung für Thüringen und den Harz 1881 Nr. 247.
- ↑ Lengemann S. 95.
- ↑ Der Deutsche. Zeitung für Thüringen und den Harz vom 15. April 1880, 3. Seite, Sondershausen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zahn, Conrad |
| ALTERNATIVNAMEN | Zahn, Christian Gottlieb Conrad; Zahn, Christian Gottlieb Konrad |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Rittergutspächter und Politiker |
| GEBURTSDATUM | 19. März 1835 |
| GEBURTSORT | Turowo, Kreis Samter |
| STERBEDATUM | 25. November 1887 |
| STERBEORT | Sondershausen |