Chérisy
| Chérisy | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Hauts-de-France | |
| Département (Nr.) | Pas-de-Calais (62) | |
| Arrondissement | Arras | |
| Kanton | Bapaume | |
| Gemeindeverband | Sud-Artois | |
| Koordinaten | 50° 14′ N, 2° 55′ O | |
| Höhe | 52–98 m | |
| Fläche | 6,29 km² | |
| Einwohner | 293 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 47 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 62128 | |
| INSEE-Code | 62223 | |
Blick auf Chérisy | ||

Chérisy ist eine französische Gemeinde mit 293 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pas-de-Calais in der Region Hauts-de-France. Sie gehört zum Kanton Bapaume im Arrondissement Arras.
Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde Chérisy liegt am Südostrand des Artois, sechs Kilometer südöstlich von Arras. Sie grenzt im Nordosten an Vis-en-Artois, im Südosten an Hendecourt-lès-Cagnicourt, im Süden an Fontaine-lès-Croisilles, im Westen an Héninel und im Nordwesten an Guémappe.
Chérisy im Ersten Weltkrieg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Chérisy wurde am 3. Mai 1917 von der britischen 18. Infanteriedivision erobert, ging jedoch in derselben Nacht wieder verloren.[1] Die Geländerückerorberung war für die Deutschen sehr verlustreich: 168 Tote, 335 Verwundete und 79 Vermisste.[2] Chérisy blieb dann in deutscher Hand, bis es am 27. August 1918 vom Canadian Corps zurückerobert wurde. Die Ereignisse des 3. Mai 1917 inspirierten Oberleutnant August Leffson[3] des Konstanzer Regiments 114, ein Gedicht mit dem Titel „Das Lied von Chérisy“ zu schreiben, das vom Obermusikmeister des Regiments, Arnold Rust, vertont wurde.[4][5] Das Lied wurde zur Regimentshymne des so genannten „Grünen Regiments“.[6]
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2015 | 2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 200 | 188 | 175 | 189 | 209 | 212 | 249 | 298 | 291 |
| Quellen: Cassini und INSEE | |||||||||
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Kirche Saint-Vaast
- Wasserturm
- britischer Soldatenfriedhof
- kanadischer Soldatenfriedhof
-
Kirche Saint-Vaast
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Mairie Chérisy
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Taubenturm
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Kanadischer Soldatenfriedhof
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Dominik Gügel, Wir waren dabei – Das Konstanzer Infanterie Regiment Nr. 114 und seine Soldaten aus dem Bodenseeraum im Ersten Weltkrieg, Konstanz 2018, ISBN 978-3-944741-52-9, S. 183–186
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Eine Schilderung der Kämpfe an diesem Tag findet sich in Festschrift des ehem. 6. Bad. Inf.-Rgts. "Kaiser Friedrich III." Nr 114 zur Regimentszusammenkunft 29. bis 31. August 1925 in Konstanz, Konstanz 1925, S. 54–64, "Chérisy, ein Frühlingskampftag - Erinnerungen von Hermann Vogel", Online
- ↑ Dominik Gügel, Wir waren dabei – Das Konstanzer Infanterie Regiment Nr. 114 und seine Soldaten aus dem Bodenseeraum im Ersten Weltkrieg, Konstanz 2018, ISBN 978-3-944741-52-9, S. 184
- ↑ Das Lied von Chérisy, auf swb2.bsz-bw.de
- ↑ Der Erste Weltkrieg am Bodensee | Das Lied von Chérisy (PDF), auf schule-bw.de; Das Lied von Chérisy (Arnold Rust) mp3-Datei zum Download unter schule-bw.de
- ↑ Lied von Chérisy ( des vom 30. Juli 2022 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., auf digishelf.de
- ↑ Philipp Zieger: Deutsche und Schweizer kämpften im grünen Regiment Seite an Seite - und prägten die Geschichte der Stadt Konstanz, Südkurier
