Christiane Fichtner
Christiane Fichtner (* 1974 in Tübingen) ist eine deutsche Künstlerin und Modistin.[1] Zu ihren bekanntesten Werkgruppen gehören das „Heftarchiv/Loose Leaf Archive“[2], sowie das kollaborative „Projekt Biografie“[3].
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Christiane Fichtner absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Modistin in Heidenheim und legte nach weiteren Gesellenjahren die Meisterprüfung bei der Modisten-Innung in Stuttgart ab. Anschließend studierte sie Modedesign an der Hochschule für Künste Bremen bei Istvan Ekrich. Anschließend begann sie ein Studium der Freien Kunst, das sie ebenfalls an der Hochschule für Künste Bremen abschloss. Fichtner war ein Jahr lang Meisterschülerin bei Rolf Thiele. Sie erlangte zwei Masterabschlüsse (Master of Fine Arts), einen in Modedesign und einen in Freier Kunst[4]. Fichtner ist Mitglied des Bremer Künstlerinnenverbandes GEDOK[5] und des BBK Bremen[6].
Seit 2005 ist sie als freischaffende Künstlerin tätig und hat an zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen teilgenommen. Fichtner erhielt mehrere Stipendien und ist Lehrbeauftragte, unter anderem an der Hochschule für Künste Bremen, der Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) und der Universität Paderborn. Parallel zu ihrem Studium und ihrer künstlerischen Laufbahn arbeitete sie über zehn Jahre am Theater Bremen, wo sie als Hutmacherin, Kostümassistentin, Bühnenmalerin und Garderobiere tätig war. Hervorzuheben ist ihre Mitarbeit an der Produktion „Die letzten Tage der Menschheit“ (1999–2005) im U-Boot-Bunker Valentin in Bremen-Farge, unter der Regie von Johann Kresnik. Seit 2010 arbeitet sie als Modistin für das Bayreuther Festspielhaus und verantwortet dort die Kopfbedeckungen für die jährlich neuen Inszenierungen, in Zusammenarbeit mit Kostümbildnern wie Andy Besuch, Meentje Nielsen, Klaus Bruns, Neo Rauch & Rosa Loy, Rainer Sellmaier und Sibylle Wallum.
Einen Großteil des Jahres verbringt Christiane Fichtner auf Reisen. Sie ist verheiratet und hat ihre Basis auf einem Bauernhof nahe Mannheim. Fichtner ist die Tochter des Arztes und Medizinhistorikers Gerhard Fichtner.
Ausstellungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelausstellungen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2024 Hamburg Villa Magdalena K
- 2023 Bremen Galerie Herold
- 2019–2020 Bremen, ZGF, Frauenmuseum
- 2019 Bremen Atelierhaus Roter Hahn
- 2016 Salzburg/A, Stadtgalerie Lehen
- 2015 Riga/LV German Embassy Biography Project
Gruppenausstellungen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2024, Bern/CH, Bacio
- 2024 Ludwigshafen Rudolf-Scharpf-Galerie[7]
- 2024 Bayreuth Neues Rathaus, Ausstellungshalle, mit Maximillian Bauer[8]
- 2022 Perth/WA, Collective Then, now and then
- 2022 Perth/WA Perth Centre For Photography, Clip Award 2022 Now, here
- 2021 Fremantle/WA Gallery East
- 2020 Bremen Künstlerhaus Güterbahnhof
- 2018 Worpswede Projektraum “Eichenhof”
- 2018 Geraldton/WA
- 2017 Ottersberg Kunstpreis Ottersberg
Auszeichnungen/Stipendien (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2021 Bremen, Stipendienförderung
- 2020 Bremen, Senator für Kultur, Katalogförderung
- 2018 Geraldton/WA, Arbeitsstipendium
- 2015 Salzburg/A, Stadtatelier der Stadt Salzburg, Arbeitsstipendium[9]
- 2013 Greenough/WA, City of Greater Geraldton, Arbeitsstipendium
- 2013 Berlin, Senator für Kultur Bremen, Arbeitsstipendium
- 2011–2012 Stuttgart, Baden-Württemberg Stiftung, Reise- und Projektstipendium
- 2010 Riga/LV, Kulturaustausch Hansestadt Bremen, Arbeitsstipendium
- 2009 Ahrenshoop, Arbeitsstipendium
- 2009 Stuttgart, Projektförderung
Publikationen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2021 Heftarchiv/Loose Leaf Archive
- 2010 Projekt Biografie
- 2004 Notizen einer langsamen Bewegung[10]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Christiane Fichtner Webseite
- Making-of: Portrait photography by Marcel Weisheit
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Verlagsgruppe Hof, Coburg, Suhl Bayreuth: Tübingerin arbeitet für die Festspiele und schlüpft als Künstlerin in erdichtete Lebensläufe: Bayreuth: Christiane Fichtners spannende Doppelexistenz – Nordbayerischer Kurier. Abgerufen am 18. November 2024.
- ↑ Christiane Fichtner. Abgerufen am 18. November 2024 (englisch).
- ↑ Stadt Salzburg: Video by my guest Christiane Fichtner. 10. Oktober 2016, abgerufen am 18. November 2024.
- ↑ Nominierte Kunststudentinnen und Kunststudenten stellen aus. Abgerufen am 19. November 2024.
- ↑ Christiane Fichtner. 11. Mai 2017, abgerufen am 18. November 2024.
- ↑ Christiane Fichtner // Konzeptkunst – bbk bremen. 5. Dezember 2021, abgerufen am 18. November 2024.
- ↑ RSG: Un_erhört. Wie sich die Vulva heute Gehör verschafft! - Wilhelm Hack Museum. Abgerufen am 4. Dezember 2024.
- ↑ Altes Gueteramt. Abgerufen am 18. November 2024.
- ↑ Stadt Salzburg-Huber Susanne Ing: Gastkünstler*innen AIR 2015. Abgerufen am 19. November 2024.
- ↑ Die Zeit: Der Trecker zieht nach Westen. In: Die Zeit. 11. März 2004, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 18. November 2024]).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fichtner, Christiane |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Künstlerin und Hutmacherin |
| GEBURTSDATUM | 1974 |
| GEBURTSORT | Tübingen |