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Christian Buck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Christian Buck (* 1966 in Kiel) ist ein deutscher Diplomat und seit 2022 Leiter der Politischen Abteilung 3 im Auswärtigen Amt (Afrika, Lateinamerika, Nah- und Mittelost). Vorher war er von 2016 bis 2018 Botschafter Deutschlands in Libyen.

Buck studierte von 1989 bis 2007 Wirtschaftswissenschaft an der Universität Basel in der Schweiz, Englisch an der Columbia University in New York City, Internationale Beziehungen an der International University of Japan in Niigata und Internationale Politik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er war von 1984 bis 1986 Soldat auf Zeit, ist Oberstleutnant der Reserve und machte anschließend von 1987 bis 1989 eine Ausbildung zum Zeitungsredakteur.

Im Jahr 2007 wurde Buck mit einer Dissertation zum Thema Die Interaktion von Regierung und Medien bei Geiselnahmen, untersucht am Beispiel der Entführung der Familie Wallert auf die Insel Jolo an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert.[1]

Buck trat 1997 in den Auswärtigen Dienst ein und begann die Attachéausbildung. Er war von 1999 bis 2002 zunächst als Referent im Pressereferat im Auswärtigen Amt tätig und von 2002 bis 2005 ziviler Leiter des ISAF Provincial Reconstruction Team Kundus. 2007 war er Vorsitzender der Arbeitsgruppen Nah-/Mittelost des Rates der Europäischen Union. Anschließend arbeitete er von 2007 bis 2008 als Stellvertreter im Politischen und Sicherheitspolitischen Komitee bei der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union in Brüssel. Von 2008 bis 2010 war er Ständiger Vertreter an der Deutschen Botschaft Kabul in Afghanistan und von 2010 bis 2012 stellvertretender Leiter des Arbeitsstabs Afghanistan-Pakistan. Im Jahr 2012 übernahm er die Leitung des Arbeitsstabes Transformationspartnerschaften und leitete von 2012 bis 2013 das Strategiereferat 300 (Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) sowie von 2013 bis 2016 das Krisenreaktionszentrum.

Buck war von 2016 bis 2018 Botschafter Deutschlands in Libyen und von 2018 bis 2022 Beauftragter für Nah- und Mittelost und Nordafrika sowie von 2021 bis 2022 Krisenbeauftragter.

Im Juli 2022 wurde Buck als Botschafter der Sonderbeauftragte des Auswärtigen Amtes für Libyen sowie Leiter der Politischen Abteilung 3 im Auswärtigen Amt (Afrika, Lateinamerika, Nah- und Mittelost).[2] Das Amt des Sonderbeauftragten des Auswärtigen Amtes für Libyen wurde im Mai 2025 abgeschafft. In seiner Funktion als Leiter der Politischen Abteilung 3 nahm er im Februar 2026 als deutscher Vertreter an der ersten Sitzung des Friedensrats von Donald Trump teil.[3]

Einzelnachweise

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  1. Christian Buck: Medien und Geiselnahmen: Fallstudien zum inszenierten Terror. Zugl.: Berlin, Humboldt-Univ., Diss., 2007 u.d.T.: Buck, Christian F.: Die Interaktion von Regierung und Medien bei Geiselnahmen, untersucht am Beispiel der Entführung der Familie Wallert auf die Insel Jolo. 1. Auflage. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-15514-2.
  2. Sonderbeauftragter des Auswärtigen Amts für Libyen - Lebenslauf. Auswärtiges Amt, abgerufen am 22. April 2023.
  3. Donald Trump: „Friedensrat“ kommt erstmals zusammen, deutscher Beamter mit dabei. In: Spiegel Online. 19. Februar 2026, abgerufen am 24. Februar 2026.