Bereits in den 1960er Jahren gab es eine Modellversion des Chevrolet Corvair mit der Bezeichnung Corsa. Später bot General Motors verschiedene Opel-Modelle in Lateinamerika unter dem Markennamen Chevrolet an, darunter besonders Ableger des Opel Corsa.
Der Chevrolet Corsa, basierend auf der GM4200-Plattform, wurde 1994, ein Jahr nach der Markteinführung des Opel Corsa B, auch auf verschiedenen lateinamerikanischen Märkten eingeführt.[1] Er war neben dem drei- und fünftürigen Steilheck auch als viertürige Stufenheck-Limousine,[2] fünftüriger Kombi (ab 1997) und als zweitüriger Pick-up (ab 1995) erhältlich.[3] Gebaut wurden die Modelle in Argentinien[4] und Brasilien, 2016 endete die Produktion.[5]
Nach dem Generationswechsel des Opel Corsa Ende des Jahres 2000 kam es auch zu Veränderungen im Chevrolet-Programm. Während auf den meisten Märkten der CorsaC als Chevrolet Corsa angeboten wurden, wurde das alte Modell unter neuem Namen und mit leichten optischen Veränderungen weiterhin produziert.
Der CorsaB ist noch in einigen Ländern erhältlich. In Argentinien und Uruguay wird er als Corsa Classic,[4] in Brasilien als Classic[6] und in Chile als Corsa angeboten. Während er in Argentinien und Chile mit Schräg- und Stufenheck verkauft wurde, wird er in Uruguay mit Stufenheck und als Corsa Wagon genannter Kombi vertrieben. In Brasilien war er in allen Karosserievarianten erhältlich.[7]
Ein Ableger des CorsaB mit veränderter Frontpartie ist der Chevrolet Chevy, der von 2004[8] bis 2012 produziert und in Kolumbien und Mexiko mit Schräg- und Stufenheck angeboten wurde. In Mexiko wurde zum Ende der Produktion ein Sondermodell unter dem Namen „Joy“ angeboten.[9]
Auch der Corsa C, der auf der GM4300- bzw. Gamma-Plattform von GM basiert, wurde ab 2002 unter der Marke Chevrolet angeboten. Teilweise wurden beide Modelle parallel angeboten, wobei das jeweils neuere Modell als Corsa verkauft wurde und das ältere Modell als Corsa Classic (bzw. Classic). Lediglich in Chile und Ecuador wurde das neue Modell als Corsa Evolution[11] angeboten und das alte weiterhin als Corsa. Als Schrägheckversion ist es 3822mm lang, 1646mm breit, 1432mm hoch und hat einen Radstand von 2491mm;[12] bei der Stufenheckversion beträgt die Länge anfangs 4170mm[13] bzw. später 4181mm.[14] Bis 2009 wurde als leistungsstärkstes Modell der Chevrolet CorsaSS angeboten.[15] Die Produktion endete im Jahr 2012.[16]
Als Weiterentwicklung des Corsa B, wurde in Brasilien der Celta zwischen 2000 und 2016 als 3-Türer und ab 2005 auch als 5-Türer gebaut. Neben einer Steilheckversion wurde eine Stufenheckversion mit dem Namen Prisma angeboten.
↑Louis F. Fourie:On a Global Mission: The Automobiles of General Motors International, Volume 3: GM Worldwide Review, North American Specifications and Executive Listings. Friesen Press, Victoria, BC 2016, ISBN 978-1-4602-9690-5, S.1147 (google.com[abgerufen am 23.Januar 2019]).