Die Musik des Musicals wurde von Benny Andersson und Björn Ulvaeus, den männlichen Mitgliedern der schwedischen Popgruppe ABBA, komponiert; die Texte stammen von dem Briten Tim Rice und von Björn Ulvaeus. Tim Rice wollte aus dem Thema eigentlich mit Andrew Lloyd Webber ein Musical machen, der aber arbeitete gerade an Cats. Der Broadway-Produzent Richard Vos riet Rice dazu, auf die ABBA-Komponisten zuzugehen. Die bekanntesten Lieder aus dem Musical sind One Night in Bangkok und I Know Him So Well.
Die Geschichte spielt in Meran und Bangkok bzw. Bangkok und Budapest und ist an der Konkurrenz zweier Schachspieler aufgehängt, von denen einer Russe und der andere US-Amerikaner ist. Die Charaktere und Lebensgeschichten der beiden sind wahrscheinlich von Viktor Kortschnoi und Bobby Fischer inspiriert. Die Handlung des Musicals kann nur in ihren Grundzügen wiedergegeben werden, da sie sich in den einzelnen Inszenierungen sehr unterscheidet.
Die ursprüngliche Londoner Fassung erzählt von zwei Schachturnieren, während die Broadway-Fassung nur von einem Turnier handelt. Während eines Weltmeisterschaftsturniers entspinnt sich eine Dreiecksgeschichte. Die Managerin des einen Spielers verliebt sich in dessen Rivalen. Parallelen zum Kalten Krieg und seinem Ost-West-Konflikt waren gewollt. Im Stück geht es um Politik, Verschwörung, Liebe und Eifersucht vor dem Hintergrund einer Weltmeisterschaft in Schach.
Das Musical Chess wurde am 14. Mai 1986 am Prince Edward Theater in London uraufgeführt.
In Deutschland wurde das Musical erstmals am 5. Februar 2000 im Kurhaus-Theater Baden-Baden gespielt (Dialoge auf Deutsch, Songs auf Englisch); die deutschsprachige Erstaufführung folgte am 2. Februar 2002 am Staatstheater Kassel. Die Erstaufführung in der Schweiz fand am 21. November 2006 im Hallenstadion in Zürich statt. In Österreich wurde das Musical erstmals am 15. Oktober 2016 am Opernhaus in Graz gespielt.[1][2]
Zweieinhalb Monate nach der Uraufführung in London fand dort eine Hälfte der Schachweltmeisterschaft 1986 statt, wodurch auch das Musical erhöhte mediale Aufmerksamkeit erhielt.