CheckNow
CheckNow war ein von der Schufa geplantes Verfahren, mit dem die Firma sich Zugriff auf die Kontoauszüge möglicher Schuldner verschaffen wollte. Das System sollte eine Ergänzung des Schufa-Scores ermöglichen. Obwohl nach Angaben der Schufa (Stand November 2020) keine Kontoauszugsdaten dauerhaft gespeichert würden, räumt die vom Verbraucher abgegebene Einwilligung der Schufa u. a. das Recht ein, diese Daten ein Jahr lang zu speichern und sie für eigene Produkte zu benutzen.
Nach Angaben der Schufa würden sich in Kontoauszügen 65 Kategorien erkennen lassen, z. B. Gehalt, staatliche Leistungen, Unterhaltszahlungen, Ausgaben für Heimwerken und Garten, aber auch „Risikofaktoren“ wie Glücksspiel oder Zahlungen an Inkassounternehmen.[1]
Das Verfahren wurde vom Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht überprüft.
Am 24. März 2021 wurde die Ankündigung der Schufa bekannt, das Projekt CheckNow nicht mehr weiterzuverfolgen. Das Projekt kam nie über eine Testphase hinaus.[2]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Testlauf mit O2-Kunden: Schufa will angeblich Kontoauszüge einsehen. In: Spiegel Netzwelt. 27. November 2020, abgerufen am 29. November 2020.
- ↑ Eva-Maria Weiß: Schufa stellt das Projekt Checknow mit Zugriff auf Bankkonten ein. In: heise online. 26. März 2021, abgerufen am 11. April 2026.