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Centrum für Religion und Moderne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Das Centrum für Religion und Moderne (CRM) ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund der Universität Münster. Es widmet sich der Erforschung von Religionen, religiösen Gemeinschaften und Akteuren und ihren sich wandelnden Rollen in modernen Gesellschaften.[1]

Das CRM besteht aus einem Vorstand, einer Geschäftsstelle sowie Mitgliedern aus verschiedenen Disziplinen, darunter Politikwissenschaft, Soziologie, Geschichts- und Rechtswissenschaft, evangelische, katholische und islamische Theologie, Religions- und Islamwissenschaft, Judaistik sowie Kommunikations- und Literaturwissenschaft.

Der Sprecher des Vorstands ist seit 2020 der evangelische Theologe und Sozialethiker Arnulf von Scheliha, die stellvertretende Sprecherin ist die Religionssoziologin Ines Michalowski. Weitere Mitglieder des Vorstands sind die Politikwissenschaftlerin Svenja Ahlhaus, der Neuzeithistoriker Olaf Blaschke, die Religionspädagogin Dina El Omari, die Religionswissenschaftlerin Simone Sinn und der Verfassungsrechtler Hinnerk Wißmann.[2]

Profil und Forschungsprojekte

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Das Centrum für Religion und Moderne wurde 2012 gegründet. Es ging aus dem Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Universität Münster hervor. Es widmet sich der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit religiösen Phänomenen in der Moderne. Im Zentrum der Forschung stehen der religiöse Wandel in der Moderne und Ordnungen religiöser Pluralität, darunter Facetten von Religionen, Kirchen, Frömmigkeitskulturen, Semantiken und Praktiken sowie Säkularisierung-, Pluralisierungs- und Transformationsprozesse des Religiösen.[3]

Im CRM waren und sind folgende Forschungsprojekte angesiedelt:[4]

  • Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt „Global Bible: British and German Bible Societies Translating Colonialism“ analysiert den britischen und deutschen Beitrag beim Bemühen, die Bibel in alle Sprachen der Welt zu übersetzen (Laufzeit 2023–2026).
  • Im Forschungskolleg Religiöse Pluralität im Vergleich, das in Kooperation mit dem Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) der Ruhr-Universität Bochum durchgeführt wurde, erforschten 10 Promovierende und etwa 20 Principal Investigators Konstellationen und Ausprägungen religiöser Vielfalt (2021–2025). In einer ersten Förderphase (2016–2020) lief das Kolleg unter dem Titel Religiöse Pluralität und ihre Regulierung in der Region.
  • Das Projekt „Vom Rand in die Mitte – Rechtspopulistische Deutungen des (radikalen) Islams als gesellschaftliche Herausforderung in Europa und beyond“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, untersuchte den Zusammenhang zwischen rechtspopulistischen Bewegungen und der Verbreitung von Deutungen des Islams als „radikal“ sowie die sich daraus ergebende Folgen für die westliche liberale Demokratie (2021–2024).
  • Das Projekt The Transmission of Religion Across Generations wurde von der John Templeton Foundation gefördert und widmete sich der intergenerationalen Weitergabe von Religiosität und Nichtreligiosität in Deutschland, Finnland, Ungarn, Italien und Kanada (2019–2024).
  • Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt Wie viele Legionen hat der Papst? analysierte anhand von Papstpilgern und Pilgerpäpsten transnationale Identitätskonstruktionen und politische Handlungsfähigkeit in den Transformationen der (post-)säkularen Moderne (2015–2023).
  • Das soziologische Projekt Kirchenstatistische Zeitreihen 1949–2010 erforschte die Entwicklung der beiden großen Konfessionen seit dem Zweiten Weltkrieg vor dem Hintergrund der sozio-ökonomischen und kulturellen Entwicklung in der BRD und der ehemaligen DDR (2013–2015).

Schriftenreihe „Religion und Moderne“

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Seit 2015 gibt das CRM die Schriftenreihe „Religion und Moderne“ heraus und erscheint im Campus Verlag. Sie umfasst Monografien und Sammelbände zu den Forschungsthemen des Zentrums, sowohl von CRM-Wissenschaftlern als auch von externen Autoren. Die Reihe wird im Auftrag des Centrums herausgegeben von Silke Mende, Ines Michalowski, Arnulf von Scheliha und Ulrich Willems.[5]

Zugehörige Wissenschaftler (Auswahl)

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Einzelnachweise

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  1. Universität Münster, Centrum für Religion und Moderne: Das CRM. Abgerufen am 13. April 2026.
  2. Universität Münster, Centrum für Religion und Moderne: Personen. Abgerufen am 19. Mai 2026.
  3. Universität Münster, Centrum für Religion und Moderne: Schwerpunkte. Abgerufen am 19. Mai 2026.
  4. Universität Münster, Centrum für Religion und Moderne: Projekte. Abgerufen am 19. Mai 2026.
  5. Universität Münster, Centrum für Religion und Moderne: Schriftenreihe 'Religion und Moderne'. Abgerufen am 13. April 2026.