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Jane Catulle-Mendès

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Catulle)
Zeichnung, nur Kopf und Hals, anspruchsvolle Aufmachung
Jane Catulle-Mendès, 1910, Gustave Brisgand[1]

Jeanne Primitive Mette, verheiratete Jane Catulle-Mendès (geboren am 16. März 1867 in Paris; gestorben am 9. Juni 1955 ebenda) war eine französische Dichterin.

Jeanne wurde als Tochter von Eugénie Mayer und Célestin Marie Mette geboren. Sie heiratete in erster Ehe den Kaufmann Louis Alexandre Boussac. Einer ihrer beiden Söhne, Marcel Boussac, galt später als einer der reichsten Menschen der Welt. 1895 ließ sie sich nach neun Ehejahren scheiden und heiratete 1897 den Dichter Catulle Mendès. Der gemeinsame Sohn, Jean Primice Catulle-Mendès, fiel 1917 am Chemin des Dames.[2] Diese Erfahrung verarbeitete sie in ihrem Gedicht La prière sur l’enfant mort, wo es heißt: „Niemand liebt Frankreich mehr als ich. Aber man liebt nichts mehr als sein Kind.“[3]

Schwarz-Weiß-Bild, 11 Frauen in einem kleinen, mit Kunstwerken ausgestatten Raum
Jury des Prix Femina 1927, Jane Catulle-Mendès ganz links

Ab 1904 gehörte sie zur Jury des Prix La Vie heureuse, der von der Zeitung La Vie heureuse als Gegenstück zum männlich dominierten Prix Goncourt geschaffen worden war.

Sie stiftete 1922 den Primice-Catulle-Mendès-Preis, den Catulle-Mendès-Preis[4] sowie den Verhaeren-Preis.[5]

Auf der Ausstellung der französischen Künstler von 1905 präsentierte der Bildhauer Émile Guillaume[6], ein Freund der Dichterin, unter der Nummer 3220 eine Statuette aus Bronze und Elfenbein mit dem Titel Porträt von Frau „Jane Catulle-Mendès“.[7]

Sie wurde als Offizier der Ehrenlegion[8] und mit dem belgischen Leopoldsorden ausgezeichnet.

Jane Catulle-Mendès war vor allem Poetin, schrieb aber auch Prosa und Theaterstücke. Deutsche Übersetzungen sind nicht bekannt.

Online sind u. a. erreichbar:

  • Jean de Gourmont: Muses d’aujourd'hui. Mercure de Paris, 1910, S. 172–187 (archive.org).
  • Alphonse Séché: Les muses françaises. Michaud, 1908, S. 191–203 (archive.org).
Commons: Jane Catulle-Mendès – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. ↑ Siehe Literaturliste Gourmont, Muses d’aujourd'hui
  2. ↑ 43e Artillerie, recrues en formation, 1915. In: Verney Grande Guerre. Abgerufen am 15. August 2026 (französisch).
  3. ↑ Silke Fehlemann: „Leidgemeinschaft“ Kriegserfahrungen im Ersten Weltkrieg und in der Zwischenkriegszeit. In: Geschichte im Westen. 2011, S. 45 (brauweiler-kreis.de [PDF]).
  4. ↑ Autographes – Livres – Gravures & Photographies (hier: Nr. 16). In: Rousseaustudies. Abgerufen am 15. August 2026 (französisch).
  5. ↑ Jean-François Durand: Poétique et imaginaire du désert (hier:Seite 144). In: HAL. Abgerufen am 15. August 2026 (französisch).
  6. ↑ Angaben zu Émile Guillaume in der Datenbank der Bibliothèque nationale de France.
  7. ↑ Roland Biguenet: Emile Guillaume (1867–1954); Le sculpteur de la IIIème République. Publishroom, 2020, ISBN 979-1-02361631-6.
  8. ↑ CATULLE MENDES. In: Base Léonore. Abgerufen am 15. August 2026 (französisch).
  9. ↑ Sampiero Corso auf Gallica
  10. ↑ Ton amour n'est pas à toi auf Gallica
  11. ↑ À Madame Sarah Bernahrdt auf Gallica
  12. ↑ La Ville merveilleuse auf Gallica