Capriccio (Label)
| Capriccio | |
|---|---|
| Rechtsform | |
| Gründung | 1982 |
| Sitz | Wien |
| Leitung | Johannes Kernmayer |
| Branche | Tonträger |
| Website | capriccio.at |
Capriccio ist ein ursprünglich deutsches, später in Österreich ansässiges Klassik-Label.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Label wurde 1982 gegründet und war zunächst Teil der deutschen Musikfirma Delta Music GmbH. Nach der Insolvenz von Delta Music wurde das Label zunächst nicht weitergeführt. Der künstlerische Leiter von Capriccio, Johannes Kernmayer, gründete daraufhin das Label Phoenix Edition. Dieses veröffentlichte unter anderem Projekte, die bereits bei Delta Music begonnen, jedoch infolge der Insolvenz nicht abgeschlossen worden waren. Der wirtschaftliche Erfolg dieser Veröffentlichungen ermöglichte es Kernmayer, den Katalog von Capriccio zu erwerben. In der Folge wurde das Label in Wien neu etabliert und weitergeführt.[1]
Profil
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Capriccio verfolgt seit seiner Gründung das Ziel, neben dem etablierten Repertoire der klassischen Musik auch weniger bekannte Werke und Komponisten zu veröffentlichen. Das Repertoire des Labels umfasst ein breites Spektrum von Opern-, Orchester- und Kammermusikaufnahmen. Der Katalog enthält zwar auch Aufnahmen bekannter Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven und Wolfgang Amadeus Mozart, ein Schwerpunkt liegt jedoch auf selten gespielten oder wiederentdeckten Werken verschiedener Epochen. Dazu gehören Opern von Johann Adolph Hasse, Carl Heinrich Graun, Franz Schreker und Alexander von Zemlinsky. Im Bereich der Sinfonik finden sich unter anderem Werke von Joseph Martin Kraus, François-Joseph Gossec, Erwin Schulhoff und Viktor Ullmann. Darüber hinaus veröffentlichte das Label thematische Editionen und Reihen, darunter eine Edition der Werke von Kurt Weill, Einspielungen von Filmmusiken Dmitri Schostakowitschs sowie die Reihe „20th Century Portraits“ mit Werken von Ernest Bloch, Egon Wellesz und Paul Dessau.[2]
Künstler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]An den Produktionen des Labels wirkten zahlreiche international tätige Musikerinnen und Musiker mit, darunter Tzimon Barto, Max Emanuel Cencic, Christoph Eschenbach, Matthias Goerne, Jochen Kowalski, Christine Schäfer, Anne Schwanewilms und Ramón Vargas. Zu den beteiligten Ensembles zählen unter anderem Concerto Köln sowie die Wiener Sängerknaben.[2]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Homepage capriccio.at
- Literatur von und über Capriccio im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Capriccio Digital bei Discogs, abgerufen am 16. April 2026
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Eintrag "Capriccio Digital Webseite https://www.discogs.com. Abgerufen am 16. April 2026.
- 1 2 Labelinformation "Capriccio Music Webseite https://naxosdirekt.de. Abgerufen am 16. April 2026.