CC Pharma
| CC - Pharma GmbH | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1999 |
| Sitz | Densborn |
| Mitarbeiterzahl | 271 (2023) |
| Umsatz | 239 Mio. Euro (2023) |
| Branche | Importarzneimittel |
| Website | cc-pharma.de |
| Stand: 29. Oktober 2026 | |
Die CC - Pharma GmbH ist ein deutscher Arzeimittelimporteur für EU-Arzneimittel mit Sitz in Densborn (Rheinland-Pfalz).
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinsam gründeten Klaus Wilhelm Gerke und Thomas Weppelmann im Mai 1999 die CC - Pharma GmbH in Grevenbroich.[1] Dabei stand das „CC” im Unternehmensnamen für „Contra Cancer”, da das damalige Sortiment aus Arzneimitteln für die Krebstherapie bestand.[2] 2005 kaufte CC Pharma die restlichen 6000 Quadratmeter im Densborner Gewerbegebiet.[1] Im November 2006 wurde die neue Betriebsstätte eingeweiht.[3] Die Firma wuchs schnell, innerhalb von drei Jahren stieg die Zahl der Angestellten von 53 auf 200.[4] Im Oktober 2010 wurden 37 Mitarbeitern gekündigt, die meisten von ihnen waren kurz zuvor von der Zeitarbeitsfirma PSG Eifel übernommen worden. Als Grund wurden Entscheidungen der Bundesregierung und die dadurch entstandene Unrentabilität vieler Medikamente genannt.[5] Einige von ihnen wurden später wieder eingestellt. Mit einem Umsatz von 313 Millionen Euro wurde im Jahr 2013 der höchste Umsatz in der Firmengeschichte erzielt. Um sich gesund zu schrumpfen, wurden zum 31. Oktober 2015 rund 160 von insgesamt 420 Mitarbeiter gekündigt.[6] Im Januar 2019 wurde das Unternehmen von Aphria (heute Tilray) übernommen.[7] Das Unternehmen wurde auch durch das Hochwasser 2021 stark in Mitleidenschaft gezogen.[8]
Vorfälle
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ermittlungen wegen Importen aus Drittstaaten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2009 gab es Ermittlungen gegen CC Pharma, die sich auf Zellwachstumshemmer für Krebspatienten bezogen, die in Deutschland nicht zugelassen sind. Die Ermittlungen wurden gegen eine Geldbuße eingestellt.[9] Am 8. November 2010 wurden das Unternehmen und weitere Räumlichkeiten durchsucht. Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, 650 Euro pro Packung teure Krebsmedikamente über eine Tochterfirma in Zypern aus der Türkei nach Deutschland eingeführt und dort verkauft zu haben. Laut dem deutschen Arzneimittelgesetz dürfen in Deutschland jedoch nur in Deutschland oder in anderen EU-Mitgliedsländern zugelassene Medikamente verkauft werden. Bei der Durchsuchung wurde auch ein AIDS-Medikament sichergestellt, das für Südafrika produziert wurde.[10]
Rückrufmaßnahmen 2014
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nachdem gestohlene und gefälschte Arzneimittel aus Italien importiert worden waren, rief CC Pharma im August 2014 alle aus Italien importierten Medikamente zurück.[11]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Arznei für die Wirtschaft. In: Volksfreund. 25. Februar 2005, abgerufen am 29. Oktober 2026.
- ↑ Jessica Erschfeld: Was bedeutet CC Pharma? Entdecke unser Versprechen! In: CC Pharma GmbH. 16. Oktober 2025, abgerufen am 31. Oktober 2026.
- ↑ Vitaminspritze fürs Kylltal. In: Volksfreund. 14. November 2006, abgerufen am 29. Oktober 2026.
- ↑ Gabi Vogelsberg: Verlagerung in die Eifel nie bereut. In: Volksfreund. 5. Juli 2009, abgerufen am 29. Oktober 2026.
- ↑ Mario Hübner: Entlassungswelle erschüttert das Kylltal. In: Volksfreund. 28. Oktober 2010, abgerufen am 29. Oktober 2026.
- ↑ Heribert Waschbüsch, Mario Hübner: Bittere Pille für 160 Mitarbeiter: CC Pharma aus der Vulkaneifel entlässt gut ein Drittel seiner Belegschaft – Viele Frauen betroffen. In: Volksfreund. 24. Juli 2015, abgerufen am 29. Oktober 2026.
- ↑ Mario Hübner: Wirtschaft: CC Pharma investiert massiv in Standort Densborn. 24. Mai 2019, abgerufen am 29. Oktober 2026.
- ↑ Mario Hübner: Wirtschaft: 50 Millionen Euro Schaden bei Firmen durch Flut. 26. Juli 2021, abgerufen am 29. Oktober 2026.
- ↑ Volksfreund: Geschäft mit importierten Arzneien. 15. April 2010, abgerufen am 29. Oktober 2026.
- ↑ Betrugsverdacht gegen Pharmafirma aus der Eifel. In: Volksfreund. 9. November 2010, abgerufen am 29. Oktober 2026.
- ↑ Fälschungen: CC-Pharma schreibt an Apotheker. In: Pharmazeutische Zeitung. 19. August 2014, abgerufen am 29. Oktober 2026.