C++Builder ermöglicht es für jede der genannten Plattformen native Programme zu entwickeln. Zusätzlich zu C++-Quelltexten können ebenfalls Module verwendet und kompiliert werden, die in der Programmiersprache Object Pascal vorliegen. Weiterhin enthält C++Builder umfangreiche Werkzeuge, die visuelle Entwicklung mithilfe von Drag and Drop ermöglichen (WYSIWYG).
Ab der Version XE2, die im August 2011 erschien, sind Cross-Platform-Features im C++Builder enthalten, die eine Entwicklung nativer Anwendungen für macOS, iOS (seit XE5) und Android (seit XE6) ermöglichen. Außerdem verfügt C++Builder seit einem nachträglich erschienenen Update der Version XE3 über einen 64-Bit-Compiler für Windows, ab der Version XE4 wird dieser standardmäßig mit ausgeliefert.
C++Builder wurde ursprünglich von Borland entwickelt, bis es 2007 seine Abteilung für Software-Entwicklungswerkzeuge unter dem Namen CodeGear ausgliederte. Codegear wurde wiederum 2009 von Embarcadero übernommen. Vertrieben wird C++Builder sowohl als eigenständiges Produkt als auch als Teil von RAD Studio.
C++Builder wurde in der Vergangenheit oft mit Borland C++BuilderX verwechselt, der trotz der Namensähnlichkeit einer ganz anderen Produktlinie entsprang: C++BuilderX baute auf dem Code des JBuilders auf und war somit in Java programmiert. Mit C++Builder hatte er im Wesentlichen nur den mitgelieferten C++ Compiler gemeinsam. C++BuilderX konnte sich nicht gegen die VCL-Varianten durchsetzen und wurde 2004 eingestellt.
Seit der Version 10.1 Berlin vom April 2016 wird in etwa ein jährlicher Veröffentlichungszyklus von Hauptversionen eingehalten.