Der Bahnhof befindet sich im Süden der Stadt Bottrop. Die Betriebsstelle liegt an den Strecken2242 Gerschede– Bottrop Hbf, 2246Oberhausen-Osterfeld– Bottrop Hbf – Hugo (Abzw), 2248Essen-Dellwig Ost– Bottrop Hbf und 2250 Oberhausen-Osterfeld– Hamm (Westf) Hbf. Die Einfahrsignale stehen von Westen kommend unweit der Stadtgrenze zu Oberhausen beziehungsweise Essen, von Süden (Gerschede) in Höhe der Bahnhofstraße und aus Richtung Osten zwischen den HaldenProsperstraße und Beckstraße. Der Bahnhof ist in die BahnhofsteileBottrop Hbf Pbf (Personenbahnhof), Bottrop Hbf Gbf (Güterbahnhof) und Bottrop Hbf Not (Standort ehemaliges Stellwerk Not) unterteilt.
Der Personenbahnhof verfügt über drei Bahnsteiggleise an zwei Bahnsteigen. Gleis1 wird planmäßig von den Zügen der S-Bahn Rhein-Ruhr befahren, der Bahnsteig ist durchgehend 96Zentimeter hoch. An den Gleise2 und 3 halten planmäßig die Regionalzüge nach Essen Hbf oder Oberhausen Hbf sowie Borken über Dorsten; die Bahnsteigkanten sind daher teilweise auf 76Zentimeter abgesenkt.[1]
Ehemalige Ladegleise in Höhe des alten Bahnhofs, 2015Stellwerk Bof, 2015
Bereits am 12.November1879 hatte die Königlich-Westfälische Eisenbahn-Gesellschaft das Teilstück Horst– Osterfeld WfE ihrer Emschertalbahn in Betrieb genommen, ohne allerdings auf Bottroper Stadtgebiet einen Bahnhof zu errichten. Schon ein Jahr später wurde die Gesellschaft verstaatlicht, die Strecke teilweise zurückgebaut.[2]
Am 1.Mai1905 eröffnete die Preußischen Staatseisenbahnen die Hamm-Osterfelder Bahn,[3] die ab Osterfeld Süd (heute: Oberhausen-Osterfeld) parallel zur westfälischen Strecke verläuft und etwa vier Kilometer östlich des heutigen Hauptbahnhofs nach Norden schwenkt. Mit der Strecke wurde gleichzeitig knapp einen halben Kilometer östlich des heutigen Hauptbahnhofs der damals Bottrop (Westf) genannte Bahnhof eröffnet.[4] Dieser war als Inselbahnhof zwischen den beiden Bahnstrecken konzipiert, das Empfangsgebäude lag östlich der Bahnhofsstraße und wurde von der Hamm-Osterfelder Bahn im Norden und der Westfälischen Emschertalbahn im Süden eingeschlossen. Das Gebäude war ein Fachwerkbau mit schiefergedecktemWalmdach. Aufgrund seines charakteristischen Äußeren erhielt es den Spitznamen „Knusperhäuschen“.[5]
Im Frühjahr 1978 ließ die Bundesbahndirektion Essen die Schalterhalle des Bahnhofs renovieren.[15] Eine Renovierung des gesamten Bahnhofsgebäudes blieb hingegen aus. Anfang der 1990er Jahre fiel der Beschluss, das Gebäude abzureißen und den Personenbahnhof um etwa 500Meter nach Westen zu verlegen. Der Abriss begann im Februar 1995,[16] heute verlaufen an dieser Stelle die Gleise der Hamm-Osterfelder Bahn. Der neue Bahnhof mit drei Bahnsteigen ging 1999 in Betrieb.[4]
Ein erwogener S-Bahnhof Bottrop Mitte unter dem innenstadtnahen ZOB wurde nicht verwirklicht.
Seit September 2012 wird das Stellwerk Bof vom Elektronischen StellwerkOf in Oberhausen-Osterfeld ferngesteuert.[10]
Vom Bottrop Hbf besteht ein nahezu 15-Minuten-Takt nach Essen-Borbeck und Essen Hbf und in anderer Fahrtrichtung nach Gladbeck West durch die Linien RE 14 und S 9.
Die Fahrziele Richtung Wuppertal (S 9) und Dorsten (RE 14) werden alle 30 Minuten bedient.
Im Stundentakt gibt es Direktverbindungen nach Recklinghausen Hbf (S 9), Haltern am See (S 9), Hagen Hbf
(S 9), Borken (RE 14) / Coesfeld (RE 14) und Moers (RE 44).
Werktags verkehren alle Linien (bis auf die Linien 294 und SB29) ab 4:30 Uhr im 20-Minuten-Takt, während am Wochenende der Hauptbahnhof alle 30Minuten angefahren wird (ausgenommen die SB-Linien und die Taxibus-Linie 294). Um eine bessere Anbindung zur Essener Innenstadt zu bieten, fährt nachts (werktags bis 1:00Uhr) eine Nachtbus-Linie, die NE16, den Bottroper Hauptbahnhof an. Dieser fährt (werktags bis 2:00Uhr) von Essen Hauptbahnhof zum Bottroper Hauptbahnhof und zum ZOB Berliner Platz, um den Anschluss an die Bottroper Innenstadt zu gewährleisten.