Bornholte-Bahnhof
Bornholte-Bahnhof Stadt Verl | |
|---|---|
| Koordinaten: | 51° 53′ N, 8° 32′ O |
| Höhe: | 95 m |
| Fläche: | 17,8 km² |
| Einwohner: | 1524 (2014)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 86 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1970 |
| Postleitzahl: | 33415 |
| Vorwahl: | 05246 |
Lage von Bornholte in Verl. (Teile des Ortsteils Verl befinden sich in der Altgemeinde Bornholte)
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Ortskern (Bergstraße) von Bornholte-Bahnhof (2015) | |

Bornholte-Bahnhof ist ein Ortsteil der ostwestfälischen Stadt Verl im Kreis Gütersloh im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Der Ort ist um das Jahr 1807 entstanden und zählt bei einer steigenden Einwohnerzahl 1524 Einwohner.[1] Bornholte-Bahnhof liegt im Zentrum von Verl.
Die Hauptsatzung der Stadt Verl legt keine Ortsteile fest, dennoch findet der Ort als Bornholte Erwähnung.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Zentrum von Verl liegend, grenzt Bornholte-Bahnhof im Südwesten an Rietberg und im Süden an Kaunitz. In dem Ortsteil entspringt der Große Bastergraben.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Bauerschaft Bornholte gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zur Grafschaft Rietberg. Von 1807 bis 1813 bildete Bornholte eine Gemeinde im Kanton Neuenkirchen des Departements der Fulda im Königreich Westphalen. Nach der Franzosenzeit wurde Bornholte preußisch und kam 1816 zum neuen Kreis Wiedenbrück in der preußischen Provinz Westfalen. Dort bildete Bornholte bis 1969 eine Gemeinde im Amt Verl.
Von 1922 (vermutlich) bis zur Auflösung im Jahr 1945 befand sich in Bornholte (Bornholte 81, später Paderborner Straße 185) eine Außenstelle des Strafgefangenenlager Oberems.[2]
Durch das Gesetz zur Neugliederung des Kreises Wiedenbrück und von Teilen des Kreises Bielefeld wurde Bornholte am 1. Januar 1970 ein Ortsteil der neuen Gemeinde Verl.[3] Das Amt Verl wurde aufgelöst.[4]
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Bornholte-Bahnhof befindet sich einer der fünf Grundschulstandorte der Stadt Verl. Die seit 1892 bestehende Grundschule wird seit 2011 nur noch als Zweigstelle des Grundschulverbunds Kaunitz-Bornholte betrieben, da die Schülerzahlen in Bornholte nicht mehr ausreichten, um die Schule eigenständig betreiben zu können. Ende 2018 besuchten 83 Schüler und Schülerinnen den Standort in Bornholte.[5]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch den Siedlungsschwerpunkt in Bornholte-Bahnhof verläuft die 1903 eröffnete Nebenbahnstrecke Gütersloh–Verl–Kaunitz–Hövelhof der Teutoburger Wald-Eisenbahn (TWE). Die Einstellung des Personenverkehrs im Jahr 1978 hatte die Stilllegung des Haltepunktes Bornholte zur Folge. Am ersten Sonntag im Dezember verkehrt jedoch jedes Jahr auf der TWE der historische Teuto-Express im Museumsbahnverkehr zum Hövelhofer Nikolausmarkt.
Vereine
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bürgerverein Bornholte Bahnhof e. V.
- Bürgerschützenverein Verl, Bornholte und Sende e. V.
- Grün-Weiß 80 Bornholte Feld e. V.
- Hof Diekämper – natürlich leben und lernen e. V.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Felicitas Hiltner (1876–1905), Missionsbenediktinerin und Märtyrin
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Halke Lorenzen: Dorfentwicklung Bornholte-Bahnhof. In: verl.de. Stadt Verl, April 2015, abgerufen am 20. April 2026.
- ↑ Karina Isernhinke: Das Strafgefangenenlager Oberems. In: Veröffentlichungen aus dem Kreisarchiv Gütersloh. Band, Nr. 13. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2015, ISBN 978-3-89534-893-8, S. 66–67.
- ↑ Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 111.
- ↑ Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, Bürgerservice: Gesetz zur Neugliederung von Gemeinden des Kreises Wiedenbrück und von Teilen des Kreises Bielefeld
- ↑ Andreas Berenbrinker und Kerstin Eigendorf: »Pieksbrinkschule« wird 126. In: Westfalen-Blatt. 28. September 2018, ehemals im (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 31. Oktober 2019 (deutsch). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )

