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Blue Hole

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dean’s Blue Hole, 2011

Blue Hole (englisch für ‚Blaues Loch‘) bezeichnete eine Öffnung (Loch, Doline) unterhalb der Wasseroberfläche.[1]

Blue Holes sind unterirdische Hohlräume, die kreisförmig oder elliptisch zur Erdoberfläche hin geöffnet sind, sich unter der Wasseroberfläche befinden und von der Oberfläche so aussehen, als hätten sie keinen Grund. Rund um die Öffnung ist der Grund flacher, so dass er bei Aufsicht heller erscheint. Aufgrund des senkrechten Lochs hat das Wasser in dem Bereich des Blue Holes eine dunkelblaue Färbung, wovon auch der Name abgeleitet wird. Die marinen Blue Holes weisen in der Regel starke gezeitenbedingte Strömungen auf. Oftmals sind Blue Holes als untergetauchte Karstformen, wie Dolinen in einem Atoll, definiert. Teilweise erstrecken sich ausgehend von einem Blue Hole aquatische Höhlensysteme.[2]

Zum Teil wird der Begriff auch für mit Süßwasser gefüllte Cenote innerhalb eines Sees genutzt.[2]

Video über die Entstehung von Blue Holes

Für die Entstehung von Blue Holes werden unterschiedliche Prozesse angenommen, die jeweils zu einem Blue Hole führen. Ein möglicher Prozess ist, dass sich an der Oberfläche tiefe Karstformen, wie Dolinen, bilden, die später durch ansteigenden Meeresspiegel oder Quellwasser geflutet werden. Eine andere Möglichkeit ist die phreatische Lösung von Gestein durch Grundwasser bis hin zur Oberfläche des Gewässergrundes. Als weiterer Prozess wird angenommen, dass phreatisch entstandene Hohlräume eingestürzt sein können.[2]

Beispiele für Blue Holes

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Zu den bekannten Blue Holes zählen:

Einzelnachweise

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  1. ↑ What do we know about the ocean's mysterious blue holes? 31. Juli 2020, abgerufen am 22. Juni 2025 (britisches Englisch).
  2. 1 2 3 John E. Mylroie, James L. Carew & Audra I. Moore: Blue holes: Definition and genesis. In: Carbonates and Evaporites. Band 10, 1995, S. 225–233, doi:10.1007/BF03175407.
  3. ↑ Dem Jahrtausende alten Geheimnis des „Blue Hole“ auf der Spur. 16. April 2025, abgerufen am 22. Juni 2025.
  4. ↑ Rekordloch im süd-chinesischen Meer: 300 Meter tiefes "Blue Hole" entdeckt. In: Spiegel TV, 27. Juli 2016, abgerufen am 11. August 2017.
  5. ↑ Alcérreca-Huerta JC, Reyes-Mendoza OF, Sánchez-Sánchez JA, Álvarez-Legorreta T and Carrillo L (2024) Recent records of thermohaline profiles and water depth in the Taam ja’ Blue Hole (Chetumal Bay, Mexico) In: Front. Mar. Sci., 11:1387235. doi:10.3389/fmars.2024.1387235, 29. April 2024, abgerufen am 2. Mai 2024 (englisch).