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Bixlozon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Strukturformel von Bixlozone
Allgemeines
Name Bixlozon
Andere Namen

2-(2,4-Dichlorbenzyl)-4,4-dimethyl-1,2-oxazolidin-3-on

Summenformel C12H13Cl2NO2
Kurzbeschreibung

weißlicher bis gelblicher Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 81777-95-9
EG-Nummer (Listennummer) 701-330-4
ECHA-InfoCard 100.283.288
PubChem 15056663
ChemSpider 15083828
Wikidata Q82453607
Eigenschaften
Molare Masse 274,15 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,37 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

81,5 °C[2]

Siedepunkt

Zersetzung vor dem Sieden bei 188 °C[2]

Dampfdruck

1,1·10−3 Pa (20 °C)[2]

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser (39,6 mg·l−1 bei 20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[3] ggf. erweitert[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 410
P: keine P-Sätze
Toxikologische Daten

>2000 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[2]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).

Bixlozon ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Isoxazolidinone, die von FMC als Herbizid entwickelt und 2021 in Australien auf den Markt gebracht wurde.[2] Der Wirkstoff wurde bereits 1981 gemeinsam mit dem strukturverwandten Herbizid Clomazon patentiert.[4]

Bixlozon ist ein weißer bis gelblicher Feststoff. Es ist praktisch unlöslich in Wasser, löst sich aber gut in organischen Lösungsmitteln wie Aceton (250 g/l), Methanol (120 g/l) oder Ethylacetat (250 g/l). In Labor- und Feldversuchen wird der Wirkstoff im Boden überwiegend als persistent beschrieben. In wässrigem Milieu ist er hydrolysestabil.[2]

3‑Chlor‑2,2‑dimethylpropionylchlorid wird mit Hydroxylaminhydrochlorid zur entsprechenden Hydroxamsäure umgesetzt. Unter stark basischen Bedingungen wird diese cyclisiert, wobei ein Isoxazolidinon-Ringsystem entsteht. Nach abschließender NAlkylierung mit 2,4‑Dichlorbenzylchlorid entsteht Bixlozon.[4]

Verwendung und Wirkungsweise

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Bixlozon wird als Herbizid im Anbau von Getreide, Reis, Raps und Zuckerrohr verwendet. Der Wirkstoff kommt bei der Bekämpfung von Lolch, Fuchsschwanzgräsern und verschiedenen breitblättrigen Unkräutern zum Einsatz.[4]

Die Substanz wirkt sowohl systemisch als auch bei Kontakt. Die Aufnahme erfolgt hauptsächlich über die Wurzeln und die jungen Triebe. Die Wirkung von Bixlozone beruht auf der Hemmung des Enzyms 1-Desoxy-D-xylulose-5-phosphat-Synthase. Dadurch wird die Biosynthese von Carotinoiden gestört. Als Folge verfärben sich empfindliche Pflanzen zunächst gelblich und bleichen anschließend aus.[4][2][5]

Der Wirkstoff Bixlozon ist in der Europäischen Union seit dem 21. April 2026 genehmigt. In Deutschland und Österreich sowie in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[6]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Eintrag zu Bixlozone (ISO) in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 2. Juni 2026. (JavaScript erforderlich)
  2. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Eintrag zu Bixlozone in der Pesticide Properties DataBase (PPDB) der University of Hertfordshire, abgerufen am 2. Juni 2026.
  3. Eintrag zu bixlozone (ISO); 2-(2,4-dichlorobenzyl)-4,4-dimethyl-1,2-oxazolidin-3-one in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 2. Juni 2026. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  4. 1 2 3 4 Stephane Jeanmart, Andrew J.F. Edmunds, Clemens Lamberth, Martin Pouliot, James A. Morris: Synthetic approaches to the 2015–2018 new agrochemicals. In: Bioorganic & Medicinal Chemistry. Band 39, Juni 2021, S. 116162, doi:10.1016/j.bmc.2021.116162 (elsevier.com [abgerufen am 3. Juni 2026]).
  5. Draft Assessment Report – Evaluation of Active Substances – Bixlozone (F9600). (PDF; 25,2 KB) Health and Safety Executive, Juli 2022, S. 4–5, abgerufen am 3. Juni 2026 (englisch).
  6. Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Bixlozone in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und Deutschlands, abgerufen am 2. Juni 2026.