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Pinselnotizen

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Pinselnotizen oder Pinselaufzeichnungen (chinesisch 筆記 / 笔记, Pinyin bǐjì)[Fn. 1] sind eine schwer abgrenzbare Gattung von Kurzprosa überwiegend aus der klassischen chinesischen Literatur. Das Wort lässt sich grob mit „Notizbuch“ oder „Aufzeichnungen“ übersetzen (als Schreibmaterial diente der Schreibpinsel).

Pinselnotizen bestehen meist aus kurzen Gedankenskizzen, Literaturkritik, Tagebuchaufzeichnungen, Anekdoten, Zitaten, auch Reiseberichten, Abenteuer- und Geistergeschichten, Witzen, Rätseln und Kleinprosa jeglicher Art.

Das Genre bildete sich während der Wei- und Jin-Dynastie in der Zeit der Sechs Dynastien heraus und reifte in der Zeit der Tang-Dynastie heran. In voller Blüte stand die Biji-Literatur während der Zeit der Song-Dynastie. Auch in späteren Epochen wurde diese Literaturgattung ausgiebig gepflegt.

Die Prosastücke wurden oft in Sammlungen herausgegeben und sind heute als wertvolle kulturgeschichtliche Quellen geschätzt.

Berühmte Pinselnotizen sind die Werke:[Fn. 2]

Viele Pinselnotizen sind in sogenannten congshu (叢書, „Sammelwerken“) überliefert, wie beispielsweise dem Shuofu (說郛), oder für spätere Epochen den Sammelwerken Ming Qing biji congkan (明清筆記叢刊) oder „Qingdai biji congkan“ (清代筆記叢刊).

  1. Weitere chinesische Namen neben biji chinesisch 筆記 / 笔记 sind suibi 隨筆 / 随笔, bitan 筆談 / 笔谈, zazhi 雜識 / 杂识, riji 日記 / 日记 und zhaji 札記 / 札记.
  2. Alle folgende chinesische Schriftzeichen in Langform.