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Bibel in gerechter Sprache

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Cover der Buchausgabe (2007)

Die Bibel in gerechter Sprache ist eine Bibelübersetzung mit dem Fokus, die biblischen Schriften (einschließlich der Deuterokanonischen Schriften) aus den Ausgangssprachen so in die deutsche Gegenwartssprache zu übersetzen, dass sie der Bedeutung von Frauen in der Bibel gerecht wird und gegenüber dem Judentum sensibel ist.

Vorarbeiten für diese Übersetzung waren in den 1990er Jahren einerseits Texte für Kirchentags-Bibelarbeiten und andererseits gottesdienstliche Texte in inklusiver Sprache. Dabei wurden die Kriterien einer gerechten Bibelübersetzung entwickelt. Das Übersetzungskollektiv der Bibel in gerechter Sprache, mehrheitlich evangelisch und mehrheitlich Frauen, war größtenteils bereits bei diesen Vorarbeiten beteiligt. Gefördert durch die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und unterstützt durch eine Spendenkampagne, wurde die neue Übersetzung in fünf Jahren erarbeitet und im Oktober 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Name und Zielsetzung

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In der Einleitung legt die Bibel in gerechter Sprache ihren Blickwinkel offen. Sie stellt das biblische Grundthema Gerechtigkeit in den Mittelpunkt. Der Name soll nicht bedeuten, dass die Übersetzung gerecht ist und andere Übersetzungen ungerecht.[1.1]

Neben der aktuellen sprachwissenschaftlichen Diskussion berücksichtigt sie auch die Anliegen der feministischen Theologie, des jüdisch-christlichen Dialogs, der Sozialethik und der Befreiungstheologie.[1.2] Die Übersetzung will nicht an die Stelle herkömmlicher Bibelübersetzungen treten, sondern versteht sich als Ergänzung. Sie ist einerseits für den privaten Gebrauch konzipiert und soll Gespräche anregen. Andererseits stellt sie sich der wissenschaftlichen Auseinandersetzung. Die Übersetzungsarbeit ist nicht abgeschlossen, sondern ein Zwischenstand.[1.3]

Frauen werden überall dort, wo sozialgeschichtliche Forschungsergebnisse nahelegen, dass sie mitgemeint sind, ausdrücklich benannt. So spricht die Neuübersetzung von „Jüngerinnen und Jüngern“ oder von „Pharisäerinnen und Pharisäern“, weil entweder das Neue Testament selbst Frauen erwähnt (Mt 8,2–3 BigS) oder weil sozialgeschichtliche Forschungen ergaben, dass diese Gruppierungen Frauen einschlossen.[1.1]

Die Übersetzung soll verdeutlichen, dass Jesus und seine Jünger sich als Teil der jüdischen Gemeinschaft verstanden. Sie setzten darin zwar kritische Akzente, grenzten sich jedoch nicht grundsätzlich davon ab, wie es die spätere Kirche tat. Beispielsweise wird die in der Bergpredigt wiederkehrende Formulierung ἐγὼ δὲ λέγω ὑμῖν egṑ dè légō hymīn nicht wörtlich „Ich aber sage euch“ übersetzt, weil das abgrenzend klingt, sondern im Sinne rabbinischer Auslegungspraxis paraphrasiert: „Ich lege euch das heute so aus“ (Mt 5,21-48 BigS).[1.4]

Soziale Realitäten wie etwa die Sklaverei oder die Gewaltstrukturen des Römischen Reichs, die der Text benennt, sollen klar erkennbar sein und nicht, wie häufig in früheren Übersetzungen, verharmlost oder spiritualisiert werden. Die „Magd“ aus der Übersetzung Martin Luthers wird als „Sklavin“ bezeichnet, weil dieser Begriff die Lebensbedingungen präziser benenne.[1.4]

Lesemöglichkeiten des Gottesnamens

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Für den Gottesnamen (grau unterlegt) werden verschiedene Umschreibungen benutzt. Bei vielen hebräischen und griechischen Worten wird auf ein Glossar im Anhang verwiesen.

Der Gottesname JHWH kommt in der Hebräischen Bibel fast 7.000 Mal vor. Er wird in vielen christlichen Bibeln als „Herr“ übersetzt, nicht aber in der Bibel in gerechter Sprache, da Gott die menschliche Erkenntnis- und Benennungsmöglichkeiten übersteige. Aufgrund der jüdischen Tradition, den Namen Gottes nicht auszusprechen, bietet die Bibel in gerechter Sprache dort, wo im Grundtext der Eigenname Gottes steht oder gemeint ist, folgende Lesemöglichkeiten an: der Ewige, die Ewige, Schechina, Adonaj, ha-Schem, der Name, GOTT, die Lebendige, der Lebendige, Ich-bin-da (Ex 3,14 EU), ha-Makom, DU, ER SIE, SIE ER, die Eine, der Eine, die Heilige, der Heilige.[2] Diese Lesemöglichkeiten sind „einer Auswahl von Übersetzungen entnommen, die in der religiösen und kultischen Praxis des Judentums und des Christentums eingeübt wurden“, ergänzt um weibliche Formen, die das Missverständnis verhindern sollen, Gott wäre männlich.[3]

Die Bibel in gerechter Sprache enthält eine ausführliche Einleitung, die das Profil dieser Übersetzung erläutert, sowie Einleitungen zu den drei Teilen Altes Testament, Deuterokanonische Schriften, Neues Testament und zu den einzelnen biblischen Büchern. Sie unterscheidet sich von den meisten anderen Übersetzungen dadurch, dass sie den Text nicht durch Hinzufügung von Zwischenüberschriften gliedert und interpretiert.

Zentrale griechische und hebräische Wörter werden in einem Glossar erklärt, das unter den deutschen Bibelübersetzungen einzigartig ist. Diese hebräischen oder griechischen Zentralbegriffe werden im Text durch ° markiert, am Innenrand aufgeführt und können im Anhang nachgeschlagen werden. „Die Übersetzungsentscheidungen sind vielfach eigenwillig, werden dadurch aber nachvollziehbar und überprüfbar“, so Ute Eisen.[4]

Die Bestrebungen um eine Bibel mit dem angestrebten Profil gehen in die 1980er Jahre zurück, als theologische Debatten um die biblische Befreiungsbotschaft, die Frage der Geschlechtergerechtigkeit und in größerem Stil das christlich-jüdische Gespräch einsetzten.[5]

Vorbildhaft wirkten Entwicklungen im US-amerikanischen Raum:

New Revised Standard Version (ca. 2004)
  • Die 1990 erschienene, ökumenische New Revised Standard Version (NRSV) der Bibel blieb bei den Gottesbezeichnungen in patriarchaler Sprache, verwendete aber bezogen auf Menschen eine inklusive Sprache. Sie wurde gleichwohl von konservativen Kreisen kritisiert. Zunächst war sie für den Gebrauch in römisch-katholischen Gottesdiensten zugelassen; die vatikanische Glaubenskongregation hob dies aber Ende 1994 auf.
  • Victor Roland Gold, Jr. Thomas L. Hoyt, Sharon H. Ringe, Susan Brooks Thistlethwaite, Jr. Burton H. Throckmorton und Barbara A. Withers gaben 1995 ein Neues Testament mit Psalmen heraus, das auf der NRSV beruhte, aber inklusive Metaphern für Gott gebrauchte (The New Testament and Psalms: An Inclusive Version). Einige Mitglieder dieser Übersetzergruppe hatten bereits in den 1980er Jahren Lektionare in inklusiver Sprache erarbeitet.
  • Die ökumenische Reformbewegung Priests für Equality erarbeitete eine inklusive Bibelübersetzung, die in mehreren Bänden 1994 bis 2007 veröffentlicht wurde (The Inclusive Bible: The First Egalitarian Translation). Der Gottesname wurde in diesem Übersetzungswerk anfangs mit Adonai wiedergegeben, ab 2004 YHWH transkribiert mit der Empfehlung, an dieser Stelle ein frei gewähltes Ersatzwort zu lesen.[6]

Kirchentagsübersetzungen

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Beim Deutschen Evangelischen Kirchentag 1987 in Frankfurt am Main verteilten Aktive der Evangelischen Frauenarbeit, darunter Hanne Köhler, eine Broschüre, die eine inklusive Sprache der verwendeten Bibeltexte forderte.[7]

Bibelarbeit auf einem Kirchentag (2019)

Im Jahr 1989 konstituierte sich eine Exegetische Arbeitsgruppe, um für Bibelarbeiten auf künftigen Kirchentagen Übersetzungen in einer „frauengerechten, inklusiven, sachgerechten Sprache“ bereitzustellen. Außerdem sollten antijüdische Übersetzungen traditioneller Bibeln vermieden werden. Von Anfang an gehörten Frank Crüsemann, Jürgen Ebach und Luise Schottroff zu diesem Kreis.[8] Diese Arbeitsgruppe war, so Crüsemann, „das Laboratorium, in dem wir alle Übersetzungsprinzipien miteinander entdeckt und erarbeitet haben. Und diese Gruppe hatte in ihrer Zusammensetzung eine Eigenart, die auch die Übersetzung prägt […], [weil] hier Linien zusammenkamen, die sonst oft genug gegeneinander standen und stehen. Da waren feministisch geprägte Frauen, Exegetinnen, die begonnen hatten, die Bibel neu aus der Perspektive von Frauen zu lesen, und da waren andere, die durch den christlich-jüdischen Dialog geprägt waren und von hier aus ein neues verändertes Verständnis vieler Texte erarbeitet hatten. Dazu kam, dass viele von uns sozialgeschichtlich arbeiteten und sich in einem Zusammenhang mit der Befreiungstheologie und deren neuer Exegese bewegten.“[9]

So wurden folgende Kriterien erarbeitet:

  • Die Übersetzung soll dem hebräischen oder griechischen Wortlaut der Bibeltexte gerecht werden.
  • Sie soll die in den Texten ausdrücklich genannten oder mitgemeinten Frauen sichtbar machen und heutige Frauen ansprechen.
  • Sie soll dem Gespräch mit Jüdinnen und Juden gerecht werden, „bzw. – bescheidener – Respekt vor ihrem Lesen der Bibel erweisen.“
  • Sie soll heute verständlich sein. Aber wo der zu übersetzende Text sperrig oder mehrdeutig ist, kann die Übersetzung das kenntlich machen.[10]

Diese Übersetzungsprinzipien wurden seit Anfang der 1990er Jahre von den Mitgliedern der Exegetischen Arbeitsgruppe öffentlich vertreten, blieben aber, so Crüsemann, „nahezu unbeachtet“, bis mit der Bibel in gerechter Sprache eine Gesamtübersetzung der Bibel vorgelegt wurde, die diesen Prinzipien entsprach.[11]

Unterdessen schlug die Evangelische Frauenarbeit der Deutschen Bibelgesellschaft als Rechteinhaberin seit 1989 Textänderungen bei der anstehenden Revision der nur von Männern übersetzten Gute Nachricht Bibel vor, die teilweise umgesetzt wurden. Die Gute Nachricht Bibel wurde bei ihrem Erscheinen 1997 als erste deutschsprachige Bibel in (gemäßigt) „frauengerechter Sprache“ beworben.

Liturgische Texte in gerechter Sprache

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Die zweite Wurzel der Bibel in gerechter Sprache ist die von Hanne Köhler und Erhard Domay seit 1997 herausgegebene, im Gütersloher Verlagshaus erschienene Reihe der gottesdienst: Liturgische Texte in gerechter Sprache. Im Jahr 2001 erschien Band 4 mit den neu übersetzten Bibeltexten der Perikopenordnung. Um für den Vortrag im Gottesdienst geeignet zu sein, müssen diese Texte beim einmaligen Hören verständlich sein; dies war „ein wesentliches Kriterium für die sprachliche Gestaltung.“[12]

Diese Übersetzungen boten bereits einige Besonderheiten der späteren Bibel in gerechter Sprache, etwa die explizite Nennung von Frauen in Buchtiteln („Buch der Königinnen und Könige“, „Geschichte der Apostelinnen und Apostel“, „Brief an die Hebräerinnen und Hebräer“).[13] Als Ersatzworte für den Namen Gottes werden für die gottesdienstlichen Lesungen adonai oder gott vorgeschlagen; die den Gemeinden vertraute Form HERR solle „wegen ihrer patriarchalen und obrigkeitsstaatlichen Konnotationen und des entsprechenden Missbrauchs in der Tradition vermieden werden.“[14] Die Hauptintention der Bezeichnung Gottes als Vater könne am besten „mit ‚Ursprung‘, ‚Urgrund‘ oder ‚Quelle‘ wiedergegeben werden.“[15]

Textbeispiele der gottesdienst Bd. 4 (2001) Bibel in gerechter Sprache (2006)
Gen 1, 26–27 Und Gott sprach: „Lasst uns ein Erdenwesen (einen Adam) machen! Gemäß unserem Bild, wie unser Ebenbild. Und sie sollen schalten über die Fische des Meeres, die Vögel des Himmels, das Großvieh und über die ganze Erde – alles Gerege, das sich regt auf der Erde.“ Und Gott schuf den Adam wie das eigene Bild, im eigenen Bild schuf Gott ihn, männlich und weiblich schuf (Gott) sie.[16] Da sprach Gott: „Wir wollen Menschen machen – als unser Bild, etwa in unserer Gestalt. Sie sollen niederzwingen die Fische des Meeres, die Flugtiere des Himmels, das Vieh, die ganze Erde, alle Kriechtiere, die auf dem Boden kriechen.“ Da schuf Gott Adam, die Menschen, als göttliches Bild, als Bild Gottes wurden sie geschaffen, männlich und weiblich hat er, hat sie, hat Gott sie geschaffen.[17]
Dtn 6,4 Höre Israel, adonai/gott ist unser Gott, adonai/gott ist einzig. Du sollst lieben adonai/gott, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.[18] Höre, Israel! יAdonajי ist für uns Gott, einzig und allein יAdonajי ist Gott. So liebe denn יAdonajי, Gott für dich, mit Herz und Verstand, mit jedem Atemzug, mit aller Kraft.[19]
Mt 5, 33–34 (Jesus spricht:) „Weiterhin habt ihr gehört, dass zu den Menschen der früheren Generation gesagt wurde: ‚Du sollst keinen Meineid schwören und sollst adonai/gott deine Eide halten‘. Ich lege euch das jetzt so aus: Schwört überhaupt nicht …“[20] „Ihr habt weiterhin gehört, dass Gott zu früheren Generationen gesagt hat: Du sollst keinen Meineid schwören und sollst deine Gelübde bei יAdonajי einhalten. Ich lege euch das heute so aus: Ihr sollt überhaupt keine Eide im Namen Gottes ablegen …“[21]
Joh 1,14 Und die Weisheit wurde Materie und wohnte unter uns, und wir sahen ihren Glanz, einen Glanz wie den eines einzigen Kindes von Vater und Mutter voller Gnade und Wahrheit.[22] Und die Weisheit wurde Materie und wohnte unter uns, und wir sahen ihren Glanz, einen Glanz wie den eines einziggeborenen Kindes von Mutter und Vater voller Gnade und Wahrheit.[23]

Die meisten Lesungstexte wurden für diesen Band neu übersetzt; daneben wurden aber auch Übersetzungen der Kirchentage von 1995 bis 2001 aufgenommen, teils leicht geändert.[24]

Konstituierung von Übersetzerkreis und Beirat

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Evangelische Akademie Arnoldshain (2015)

Ende Oktober 2001 fand in der Evangelischen Akademie Arnoldshain eine Tagung zu inklusiver Sprache statt. Am Reformationstag fiel die Entscheidung für eine Gesamtübersetzung der Bibel.[25] Der Arbeitstitel lautete: Bibel für das neue Jahrtausend – Die Testamente in gerechter Sprache.[26] Von Anfang an beteiligt war das Gütersloher Verlagshaus.[27] Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau unterstützte das Vorhaben, indem sie eine auf fünf Jahre befristete Projektpfarrstelle einrichtete, die mit Hanne Köhler besetzt wurde.[28]

Fast alle Übersetzungsaufträge für ganze biblische Bücher oder (selten) Buchteile gingen an Exegeten, die zuvor entweder bei den Kirchentagsübersetzungen oder bei den Übersetzungen der gottesdienstlichen Lesungen mitgearbeitet hatten:[29][30] 42 ausgewiesene Bibelwissenschaftlerinnen und zehn Bibelwissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Katholikinnen waren aufgrund der Vorgeschichte des Projekts eine Minderheit.[31] Nachdem die Arbeit bereits begonnen hatte und die alttestamentlichen Bücher vergeben waren, wurde beschlossen, auch die deuterokanonischen Bücher zu übersetzen. Die katholische Alttestamentlerin Helen Schüngel-Straumann wurde für das Buch Tobit angefragt; die Mitarbeit kam aber nicht zustande.[32]

In der Anfangsphase des Projekts wurde überlegt, welche ökumenische, interreligiöse und internationale Öffnung realistisch wäre. Deshalb wurde ein Beirat zur Förderung, Unterstützung und Begleitung des Projekts Bibel in gerechter Sprache[33] gegründet, dem zwei katholische Mitglieder (Norbert Mette und Irmtraud Fischer) und ein jüdisches Mitglied (Micha Brumlik) angehörten.[34] Brumlik engagierte sich nach eigenen Angaben für das Übersetzungsprojekt, weil es gelte, die Paulusbriefe von den Fehlübersetzungen Martin Luthers zu befreien, die eine antijüdische und antisemitische Wirkungsgeschichte hatten. Die Neuübersetzung könne zeigen, dass Paulus ein gläubiger Jude gewesen sei, der die Tora weder kritisieren noch abschaffen wollte.[35] Zur Übersetzung des Alten Testaments äußerte Brumlik sich nicht.

Um die Unabhängigkeit der Übersetzung zu gewährleisten und ihr den Charakter eines Basisprojekts zu geben, wurden Spenden eingeworben.[36] Eine große Zahl von Einzelpersonen und Gruppierungen, zum Teil im Anhang der Bibelübersetzung aufgeführt, unterstützte die Arbeit finanziell. Darunter waren der altkatholische Bischof Bernhard Heitz, die methodistische Bischöfin Rosemarie Wenner, ebenso wie einige methodistische, baptistische, mennonitische, alt-katholische und freie reformierte Kirchengemeinden und Gruppen.

Erarbeitung, Erprobung, Präsentation

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Die Übersetzenden kamen bei mehreren Tagungen in der Evangelischen Akademie Arnoldshain zusammen, die vom Gütersloher Verlagshaus vorfinanziert worden waren. Das Gesamtplenum traf Grundentscheidungen, beispielsweise die Darstellung des Gottesnamens, die Bezeichnungen der biblischen Bücher und die Zentralbegriffe, die ins Glossar aufgenommen wurden. Außerdem gab es Kleingruppen, in denen sich beispielsweise die Tora-Übersetzer oder die Übersetzerinnen der Paulusbriefe austauschten.[37]

Mehr als zwei Jahre, bis November 2004, wurden vorläufige Übersetzungen von über 270 Personen und Gruppen in der Praxis erprobt. Dieses Kennenlernen der Texte stand allen Interessierten offen, die sich hierzu meldeten. Die Rückmeldungen gingen in die Überarbeitung der Texte ein.[38]

Unter dem Titel Die Bibel – übersetzt in gerechte Sprache? erschien 2005 ein von Helga Kuhlmann herausgegebener Sammelband, der ein Rechenschaftsbericht über die bisherige Arbeit war. Er enthielt als Textprobe Frank Crüsemanns Übersetzung von Genesis 1–4 und einen Kommentar, der Übersetzungsentscheidungen erläuterte. Marlene Crüsemann stellte die Übersetzungsvarianten und die graphische Gestaltung des Gottesnamens vor und erläuterte, dies sei „das Besondere an unserem Projekt und könnte zu einem Markenzeichen dieser Bibel werden.“[39]

Im Frühjahr 2006 wurden Teile der neuen Übersetzung in der Öffentlichkeit bekannt.[40] Am 20. Mai feierte die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e. V. mit einem Frauentag in der Dortmunder Westfalenhalle ihr 100-jähriges Bestehen. Zum Programm gehörten Bibelarbeiten, bei denen Klara Butting, Frank Crüsemann, Ulrike Eichler, Irene Dannemann, Marie-Theres Wacker und Klaus Wengst ihre neue Übersetzung, „auf der Höhe der derzeitigen Forschung und so verständlich wie möglich“, vorstellten.[41]

Friedenskirche (Frankfurt-Gallus), Altarraum

Die Bibel in gerechter Sprache wurde während der Frankfurter Buchmesse am 5. Oktober 2006 durch Kirchenpräsident Peter Steinacker, Ralf Markmeier als Leiter des Gütersloher Verlagshauses, Mitglieder des Herausgabekreises und Helge Heynold (Hessischer Rundfunk) präsentiert. Die Beteiligten und Unterstützer feierten den Abschluss des Projekts mit einem Reformationsgottesdienst am 31. Oktober in der Frankfurter Friedenskirche. Dabei wirkten Kirchentagspräsident Reinhard Höppner und Landesbischöfin Bärbel Wartenberg-Potter mit.[42]

Ein Textvergleich der Bibel in gerechter Sprache mit den zum Erscheinungszeitpunkt aktuellen Versionen der Lutherbibel und der Einheitsübersetzung wird im Folgenden dargestellt.

Bezeichnung Jahr Leseprobe, Matthäus 18,23–24 Kommentar
Einheitsübersetzung 1981, 11. Auflage 2006 Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Dienern Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war. Ein Talent (griechische Rechnungseinheit) entsprach sechstausend Drachmen. Ein Denar war damals einer Drachme gleichwertig und war der Tagelohn eines Arbeiters. Die Schuld umfasste also eine ungeheure Summe, die kaum aufzubringen war. Die Jahreseinkünfte Herodes’ des Großen betrugen 900 Talente, das Steueraufkommen von ganz Galiläa und Peräa im Jahr 4 n. Chr. 200 Talente.
Lutherbibel Revidierter Text von 1984,
durchgesehene Ausgabe 1999
Darum gleicht das Himmelreich einem König, der mit seinen Knechten abrechnen wollte. Und als er anfing abzurechnen, wurde einer vor ihn gebracht, der war ihm zehntausend Zentner Silber schuldig.
Bibel in gerechter Sprache 2006
(BigS)
Deshalb ist die °Welt Gottes mit folgender Geschichte von einem Menschenkönig zu vergleichen, der mit seinen °Sklaven(638) abrechnen wollte. Als er mit der Abrechnung begann, wurde ihm einer vorgeführt, der schuldete 10.000 Talente. °basileia (griech.) – Königsherrschaft, Königreich, Königtum, Herrschaft, Staat (ganzseitiger Artikel) °doulos – Sklave (ganzseitiger Artikel).
680: Anders als beim Eintreiben kleiner Schuldsummen (siehe Mt 18,31) dürften für die Finanzgeschäfte in großen Dimensionen nur männliche Sklaven eingesetzt worden sein, siehe auch die Anmerkung 684 zu Mt 21,34.

Anordnung der Bücher

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Die Gliederung der Boiel in gerechter Sprache schließt sich im Alten Testament der in der hebräischen Bibel üblichen Abfolge (ToraProphetische BücherSchriften) an. Dann folgen unter dem Titel Apokryphen. Deuterokanonische Schriften die Bücher, welche das Alte Testament in seiner antiken griechischen Übersetzung (Septuaginta)[43] zusätzlich enthält, soweit sie in der nach dem Konzil von Trient in der römisch-katholischen Kirche verbindlich gewordenen Vulgata enthalten sind, und in der Reihenfolge dieser Vulgata-Ausgabe. Als dritter Hauptteil folgt das Neue Testament.

SchriftgruppeBibel in gerechter Sprache 2006BigS Übersetzung und KonfessionEinheitsübersetzung 2016Lutherbibel 2017
Altes Testament
Tora Genesis. Das erste Buch der Tora (1. Mose)Frank Crüsemann (Gen 1-36), Jürgen Ebach (Gen 37-50) evDas Buch GenesisDas erste Buch Mose (Genesis)
Exodus. Das zweite Buch der Tora (2. Mose)Erhard S. Gerstenberger evDas Buch ExodusDas zweite Buch Mose (Exodus)
Levitikus. Das dritte Buch der Tora (3. Mose)Dorothea Erbele-Küster evDas Buch LevitikusDas dritte Buch Mose (Levitikus)
Numeri. Das vierte Buch der Tora (4. Mose)Ulrike Sals evDas Buch NumeriDas vierte Buch Mose (Numeri)
Deuteronomium. Das fünfte Buch der Tora (5. Mose)Johannes Taschner evDas Buch DeuteronomiumDas fünfte Buch Mose (Deuteronomium)
Prophetische Bücher, Nevi’im Über die Zeit JosuasKerstin Schiffner evDas Buch JosuaDas Buch Josua
Über die Zeit von Richterinnen und RichternJürgen Kegler evDas Buch der RichterDas Buch der Richter
Das Buch RutDas Buch Rut
Über die Zeit Samuels (Erstes Buch)Rainer Kessler, Uta Schmidt evDas erste Buch SamuelDas erste Buch Samuel
Über die Zeit Samuels (Zweites Buch)Rainer Kessler, Uta Schmidt evDas zweite Buch SamuelDas zweite Buch Samuel
Über die Zeit von Königinnen und Königen (Erstes Buch)Sigrun Welke-Holtmann evDas erste Buch der KönigeDas erste Buch der Könige
Über die Zeit von Königinnen und Königen (Zweites Buch)Barbara Schmitz rkDas zweite Buch der KönigeDas zweite Buch der Könige
Das erste Buch der ChronikDas erste Buch der Chronik
Das zweite Buch der ChronikDas zweite Buch der Chronik
Das Buch EsraDas Buch Esra
Das Buch NehemiaDas Buch Nehemia
Das Buch Tobit
Das Buch Judit
Das Buch Ester (hebräisch-griechischer Mischtext)Das Buch Ester (hebräische Fassung)
Das erste Buch der Makkabäer
Das zweite Buch der Makkabäer
Das Buch IjobDas Buch Hiob (Ijob)
Die PsalmenDer Psalter
Das Buch der SprichwörterDie Sprüche Salomos (Proverbia)
Das Buch KoheletDer Prediger Salomo (Kohelet)
Das HoheliedDas Hohelied Salomos
Das Buch der Weisheit
Das Buch Jesus Sirach
Das Buch JesajaMatthias Millard, Beate Schmidtgen evDer Prophet JesajaDer Prophet Jesaja
Das Buch JeremiaMaria Häusl rkDer Prophet JeremiaDer Prophet Jeremia
Die KlageliederDie Klagelieder Jeremias
Das Buch Baruch (Kap. 6: Brief Jeremias)
Das Buch Ezechiel (Hesekiel)Susanne Gillmayr-Bucher, Ruth Poser rkDer Prophet EzechielDer Prophet Hesekiel (Ezechiel)
Das Buch DanielDas Buch Daniel
Der Prophet HoseaFrank Crüsemann evDas Buch HoseaDer Prophet Hosea
Der Prophet JoelKlara Butting evDas Buch JoelDer Prophet Joel
Der Prophet AmosKatrin Keita evDas Buch AmosDer Prophet Amos
Der Prophet ObadjaUrsula Rapp rkDas Buch ObadjaDer Prophet Obadja
Der Prophet JonaDorothea Erbele-Küster evDas Buch JonaDer Prophet Jona
Der Prophet MichaRainer Kessler evDas Buch MichaDer Prophet Micha
Der Prophet NahumGerlinde Baumann evDas Buch NahumDer Prophet Nahum
Der Prophet HabakukGerlinde Baumann evDas Buch HabakukDer Prophet Habakuk
Der Prophet ZefanjaGerlinde Baumann evDas Buch ZefanjaDer Prophet Zefanja
Der Prophet HaggaiBeate Schmidtgen evDas Buch HaggaiDer Prophet Haggai
Der Prophet SacharjaKlaus Wengst evDas Buch SacharjaDer Prophet Sacharja
Der Prophet MaleachiRainer Kessler evDas Buch MaleachiDer Prophet Maleachi
Schriften, Ketuvim Das Buch der PsalmenUlrike Bail, Michaela Geiger, Christl Maier, Simone Pottmann ev
Das Buch der Sprichwörter (Sprüche)Gerlinde Baumann ev
Das Buch Hiob (Ijob)Jürgen Ebach ev
Das Buch der Lieder (Das Hohelied)Ulrike Eichler ev
Das Buch RutRenate Jost ev
Das Buch der KlageliederKlaus Wengst ev
Das Buch Kohelet (Prediger)Detlef Dieckmann ev
Das Buch EsterKlara Butting ev
Das Buch DanielMartin Leutzsch ev
Über die Zeit EsrasUrsula Rapp rk
Über die Zeit NehemiasUrsula Rapp rk
Chronik des Volkes Israel: Erstes BuchChristina Nießen rk
Chronik des Volkes Israel: Zweites BuchClaudia Rakel rk
Apokryphen, Deuterokanonische Schriften
Apokryphen Das Buch Judit
Die Weisheit Salomos
Das Buch TobitIsa Breitmaier evDas Buch Tobias (Tobit)
Das Buch JuditClaudia Rakel rk
Das griechische Buch EsterIsa Breitmaier ev
Das Buch der WeisheitRuth Scoralick rk
Das Buch Jesus SirachAngelika Strotmann rkDas Buch Jesus Sirach
Das Buch BaruchMarie-Theres Wacker rkDas Buch Baruch (Kap. 6: Brief Jeremias)
JeremiabriefMarie-Theres Wacker rk
Das griechische Buch DanielMartin Leutzsch ev
Über die Zeit der Makkabäerinnen und Makkabäer: Erstes BuchSusanne Scholz evDas erste Buch der Makkabäer
Über die Zeit der Makkabäerinnen und Makkabäer: Zweites BuchChristine Gerber evDas zweite Buch der Makkabäer
Stücke zum Buch Ester
Stücke zum Buch Daniel
Das Gebet ManassesClaudia Rakel rkDas Gebet Manasses
Neues Testament
Neues Testament MatthäusevangeliumLuise Schottroff evDas Evangelium nach MatthäusDas Evangelium nach Matthäus
MarkusevangeliumIrene Dannemann evDas Evangelium nach MarkusDas Evangelium nach Markus
LukasevangeliumLuzia Sutter Rehmann evDas Evangelium nach LukasDas Evangelium nach Lukas
JohannesevangeliumJudith Hartenstein, Silke Petersen evDas Evangelium nach JohannesDas Evangelium nach Johannes
Über die Zeit der Apostelinnen und ApostelKlaus Wengst evDie ApostelgeschichteDie Apostelgeschichte
Brief an die Gemeinde in RomClaudia Janssen evDer Brief an die RömerDer Brief an die Römer
An die Gemeinde in Korinth: Erster BriefLuise Schottroff evDer erste Brief an die KorintherDer erste Brief an die Korinther
An die Gemeinde in Korinth: Zweiter BriefMarlene Crüsemann evDer zweite Brief an die KorintherDer zweite Brief an die Korinther
Brief an die Gemeinden in GalatienBrigitte Kahl evDer Brief an die GalaterDer Brief an die Galater
Brief an die Gemeinde in EphesusAngela Standhartinger evDer Brief an die EpheserDer Brief an die Epheser
Brief an die Gemeinde in PhilippiAnnette Merz evDer Brief an die PhilipperDer Brief an die Philipper
Brief an die Gemeinde in KolossäAngela Standhartinger evDer Brief an die KolosserDer Brief an die Kolosser
An die Gemeinde in Thessalonich: Erster BriefMarlene Crüsemann evDer erste Brief an die ThessalonicherDer erste Brief an die Thessalonicher
An die Gemeinde in Thessalonich: Zweiter BriefMarlene Crüsemann evDer zweite Brief an die ThessalonicherDer zweite Brief an die Thessalonicher
An Timotheus: Erster BriefUlrike Wagener evDer erste Brief an TimotheusDer erste Brief an Timotheus
An Timotheus: Zweiter BriefUlrike Wagener evDer zweite Brief an TimotheusDer zweite Brief an Timotheus
Brief an TitusUlrike Wagener evDer Brief an TitusDer Brief an Titus
Brief an PhilemonAngelika Strotmann rkDer Brief an PhilemonDer Brief an Philemon
An die hebräischen GemeindenElke Tönges evDer Brief an die Hebräer
JakobusbriefRenate Kirchhoff evDer Brief des Jakobus
Erster PetrusbriefKarin Lehmeier evDer erste Brief des PetrusDer erste Brief des Petrus
Zweiter PetrusbriefKarin Lehmeier evDer zweite Brief des PetrusDer zweite Brief des Petrus
Erster JohannesbriefJudith Hartenstein evDer erste Brief des JohannesDer erste Brief des Johannes
Zweiter JohannesbriefSilke Petersen evDer zweite Brief des JohannesDer zweite Brief des Johannes
Dritter JohannesbriefSilke Petersen evDer dritte Brief des JohannesDer dritte Brief des Johannes
Der Brief an die Hebräer
Der Brief des Jakobus
JudasbriefKarin Lehmeier evDer Brief des JudasDer Brief des Judas
Johannesoffenbarung (Apokalypse)Martin Leutzsch evDie Offenbarung des JohannesDie Offenbarung des Johannes

Digitale und gedruckte Ausgaben

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Die erste Auflage der Bibel in Gerechter Sprache wurde am 9. Oktober 2006 vom Gütersloher Verlagshaus veröffentlicht. Bis Anfang Dezember 2006 wurden 40 000 Exemplare verkauft.[44] 2007 erschien eine Ausgabe auf CD[45] mit dem Textbestand der 3. durchgesehenen Auflage von 2007, der auch Grundlage für eine großformatige Ausgabe in größerer Schrift 2008 war.[46] 2010 folgte eine Ausgabe als E-Book.[47]

2011 folgte eine überarbeitete vierte Auflage, die auch als Taschenausgabe herauskam. Die Übersetzungsprinzipien blieben gleich, ebenso wie die Lesevarianten der Gottesnamen. In die überarbeitete Neuauflage flossen Ergebnisse aus Fachdiskussionen und praktischer Anwendung ein. Das Glossar wurde erweitert. Die Überarbeitung erfolgte teils ehrenamtlich, teils wurden Forschungsmittel des Theologischen Schlagwortkatalogs für Genderforschung der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum dafür genutzt.[33]

Seit 2016 ist die Bibel in Gerechter Sprache kostenlos online verfügbar.[48][49] Ein Hörbuch mit ausgewählten Texten wurde 2019 veröffentlicht.[50] Von der Bibel in Gerechter Sprache wurden bis 2021 rund 100 000 gedruckte Exemplare verkauft.[51]

20 Jahre nach der Erstveröffentlichung erscheint im September 2026 eine Jubiläumsausgabe der Bibel in Gerechter Sprache[52] in der überarbeiteten Textfassung von 2011.

Gebrauch in verschiedenen Kirchen

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Die Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) verlautbarte am 6. März 2007, die Bibel in gerechter Sprache sei „ungeeignet, als einzige Bibelübersetzung gebraucht zu werden“ und darum auch ungeeignet für den gottesdienstlichen Gebrauch.[53] Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) schloss sich dem Votum aus der VELKD am 30. März weitgehend an; diese Übersetzung eigne sich „nach ihrem Charakter und ihrer sprachlichen Gestalt generell nicht für die Verwendung im Gottesdienst.“[54] Im Juni fand ein Gespräch zwischen dem Rat der EKD und dem Herausgeberkreis statt, das zu einer Annäherung führte. Die Nicht-Eignung betreffe, so Frank Crüsemann, nur die liturgische Verwendung der Bibel in gerechter Sprache, aber nicht die Verwendung in der Predigt.[55] Hermann Barth, der Präsident des Kirchenamts der EKD, und der thüringische Landesbischof Christoph Kähler konstatierten 2007 eine „Neigung, die ‚Bibel in gerechter Sprache‘ liturgisch in Gebrauch zu nehmen“, vor der sie warnten.[56] Eine Gliedkirche der VELKD, die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche, bezeichnete dagegen die Lutherbibel als Grundtext und ermutigte ihre Gemeinden, sich gemeinsam mit ihren Pastoren mit der Übersetzung auseinanderzusetzen.[57] Obwohl die VELKD 2007 den Gebrauch der Bibel in gerechter Sprache im Gottesdienst ablehnte, wird diese heute in den Gemeinden eingesetzt.[58][59]

Mehrere Gliedkirchen der Union Evangelischer Kirchen (UEK) gaben den gottesdienstlichen Gebrauch der Bibel in gerechter Sprache frei. So beschloss die Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen 2007, dass sich im gottesdienstlichen Gebrauch unterschiedliche Bibelübersetzungen wiederfinden könnten, zu denen die Bibel in gerechter Sprache gehöre.[60] In der Evangelischen Kirche im Rheinland gilt, dass die Bibel in gerechter Sprache im Gottesdienst verwendet werden kann, sofern dies als sinnvoll erachtet wird.[61] Das Leitende Geistliche Amt der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau stellte 2007 fest, dass die Bibel in gerechter Sprache eine Alternative neben den anderen Übersetzungen sei.[62]

Römisch-katholische Kirche

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Die Österreichische Bischofskonferenz erklärte 2007, die Bibel in gerechter Sprache sei für den Gebrauch in der Liturgie, Katechese und im Religionsunterricht nicht geeignet. Für die Bibelarbeit sei sie allenfalls dann geeignet, wenn sie mit authentischen Bibelausgaben verglichen werde. Bei der privaten Bibellektüre bestehe die Gefahr „heilloser Verwirrungen“.[63] Offizielle Stellungnahmen der Deutschen Bischofskonferenz und der Schweizer Bischofskonferenz liegen nicht vor.

Altkatholische Kirche

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Der Bund Altkatholischer Frauen forderte auf seiner Jahrestagung 2006 die Einbeziehung der Übersetzung in den kirchlichen Gebrauch.[64] Die Bibel in gerechter Sprache wird in den Impulsen für eine persönliche Gottesdienst-Zeit der Alt-Katholischen Kirche in Deutschland verwendet.[65][66]

Auszeichnung und Rezeption

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Gottespoetinnenpreis 2007

Die Herausgeberinnen des Frauen-Kirchen-Kalenders (Claudius-Verlag) zeichneten die vier Übersetzerinnen der Psalmen (Ulrike Bail, Michaela Geiger, Christl M. Maier und Simone Pottmann) im Zentrum Feministisch-theologische Basisfakultät des Evangelischen Kirchentags 2007 mit dem Gottespoetinnenpreis aus. Die Übersetzerinnen hätten, so die Laudatorin Brigitte Enzner-Probst, „die Psalmen in ganz neuer Weise zum Klingen gebracht“ und ermöglichten es, „vertraute Wahrnehmungsmuster zu überprüfen und neue Facetten der Psalmtexte zu entdecken“.[67][68]

2016 feierte das Frauenwerk der Nordkirche mit einem Festakt im Lübecker Dom das zehnjährige Jubiläum der Bibel in gerechter Sprache. In ihrem Festvortrag bezeichnete die Dortmunder Theologin Kerstin Schiffner die Bibelübersetzung als „reformatorisches Projekt“.[69]

In der erneuerten Dauerausstellung Luther und die Bibel, die seit 2022 im Lutherhaus Eisenach zu sehen ist, können einzelne Bibelstellen der Bibel in gerechter Sprache in einer interaktiven Medienstation mit der Übersetzung der Lutherbibel verglichen werden.[70]

Das SRF veröffentlicht unter dem Titel Ein Wort aus der Bibel Bibellesungs-Podcasts, denen seit 2019 auch die Bibel in gerechter Sprache zugrunde liegt.[71]

Die Bibel in gerechter Sprache war theologisch und sprachlich Gegenstand von Kontroversen. Einige betrachteten sie als sinnvolle Ergänzung der bisherigen Übersetzungen, während andere das Ergebnis kritisch sahen. Auch die Konflikte um die Entstehung des vorliegenden Wikipedia-Artikels wurden 2008 rezipiert.[72]

Die damalige Landesbischöfin Margot Käßmann regte an, die Bibel in gerechter Sprache mit gängigen Übersetzungen zu vergleichen. Dieses vergleichende Lesen ermögliche es Menschen, die nicht des Griechischen und Hebräischen kundig sind, neu zu verstehen, was der Urtext meine.[73]

Die katholische Alttestamentlerin Irmtraud Fischer gehörte dem Beirat der Bibel in gerechter Sprache an. Sie betonte, die vielen Frauen, die die Arbeit in den Pfarren tragen, hätten ein Anrecht auf eine Bibelübersetzung, die Frauen sichtbar mache, wo sie mitgemeint seien.[74] Die kirchenamtliche Zensur gerade dieser Übersetzung zeige unfreiwillig, wie wenig sich religiöse Sprache und kirchliches Denken auf einen von Gleichberechtigung geprägten Kulturraum wirklich eingelassen hätten. Insgesamt sei die Bibel in gerechter Sprache „eine nützliche Übersetzung, die zu den jeweiligen kirchlichen Bibelübersetzungen eine sinnvolle Ergänzung darstellt.“[75]

Die katholische Alttestamentlerin Sigrid Eder würdigte, dass die neue Bibelübersetzung Ernst mache mit aktuellen Forschungsergebnissen. Ihre Übersetzung der poetischen Texte lasse die Schönheit der hebräischen Sprache erkennen. In erzählenden Texten sei die Sprache zeitgemäß und scheue umgangssprachliche Formulierungen nicht.[76]

2007 sah der katholische Fundamentaltheologe Stefan Silber in der „Bibel in gerechter Sprache“ ein ambitioniertes und notwendiges Übersetzungsprojekt, das durch hohe Verkaufszahlen sowie öffentliche Debatten große Aufmerksamkeit erfahre. Das Werk sei exegetisch aktuell und könne in der kirchlichen Erwachsenenbildung auf die Schwachstellen bekannter Übersetzungen hinweisen.[77]

Abigail Gillman, Judaistin und Germanistin an der Boston University, würdigte die Bibel in gerechter Sprache 2024 als eine christliche Übersetzung, die sich in die Tradition deutsch-jüdischer Bibelübersetzungen stelle. Der Leser finde hier sowohl die möglichst „worttreue“ Nachbildung des hebräischen Textes in der Rabbinerbibel (Zunz) als auch die Unmittelbarkeit des mündlichen Vortrags, welche die Übersetzung von Buber/Rosenzweig auszeichne.[78]

Der evangelische Systematiker Ingolf U. Dalferth meinte, dass die vielfältigen, über lange Zeit entstandenen biblischen Bücher kein gemeinsames Grundthema hätten. Wer das behaupte, falle hinter die Bibelhermeneutik der Barockorthodoxie zurück. Es komme „einer theologischen Bankrotterklärung gleich“, die Bezeichnungen Gottes in der ganzen Bibel als austauschbar und frei wählbar darzustellen.[79]

Die katholische Kirchenhistorikerin Elisabeth Gössmann war der Ansicht, die Unterdrückung von Begriffen wie „Sohn“ oder „Menschensohn“ gehe in Richtung Bibelverfälschung. Als Feministin versprach sie sich von den Traditionen weiblicher Bibelauslegung mehr als von einer Entschärfung patriarchal geprägter Bibeltexte durch eine Übersetzung.[31]

Der evangelische Neutestamentler Jens Schröter kritisierte, die Übersetzer hätten sich auf weiten Strecken der biblischen Texte bemächtigt, um dort ihre eigenen Anliegen einzutragen. Diese Übersetzung vereinnahme jüdische Traditionen und verwische die Anfänge christlicher Bekenntnisbildung im Neuen Testament.[80]

Die evangelische Alttestamentlerin Melanie Köhlmoos merkte an, dass diese Bibelübersetzung auf weite Strecken wie eine sehr wörtliche Übersetzung wirke, tatsächlich aber außerordentlich frei sei. Das sei nicht ehrlich. Bedingt zu empfehlen sei sie für Leser mit Hebräisch- und Griechischkenntnissen, die die Übersetzungsentscheidungen am Text nachvollziehen können.[81]

Der katholische Neutestamentler Thomas Söding vermutete, dass die Bibel in gerechter Sprache als Zweitbibel neben dem Luthertext die Einheitsübersetzung aus dem evangelischen Gebrauch verdrängen werde. Sie sei „im mangelnden Sinn für Zusammenhänge, in der Abwendung von zwei Jahrtausenden christlicher Interpretationsgeschichte, in der Gleichgültigkeit gegenüber sprachlicher Schönheit, in der Verwirrung theologischer Grundeinsichten“ Symptom einer Krise. Im Blick auf die anstehende Revision der Einheitsübersetzung zeige sie, was auf dem Spiel stehe, wenn Bibelleserinnen und am jüdisch-christlichen Dialog Interessierte ihre Anliegen in der Übersetzung nicht wiederfänden.[82]

Johann Schloemann, Literaturrezensent der Süddeutschen Zeitung, nannte sie eine „gesinnungsterroristische Gerechtigkeitsbibel“.[83]

  • Jürgen Ebach: Gerechte Bibelübersetzung – ein Projekt. In: Rainer Kessler, Andreas Ruwe (Hrsg.): Freiheit und Recht. FS Frank Crüsemann zum 65. Geburtstag. Chr. Kaiser / Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2003, S. 15–41. ISBN 3-579-05407-4.
  • Claudia Janssen, Hanne Köhler (Herausgabekreis Bibel in gerechter Sprache): Eine lange Geschichte des Säens, damit dann und wann Blumen wachsen: Bibelübersetzungen in gerechte Sprache. In: Elisabeth Schüssler Fiorenza, Renate Jost (Hrsg:): Feministische Bibelwissenschaft im 20. Jahrhundert (= Die Bibel und die Frauen. Eine exegetisch-kulturgeschichtliche Enzyklopädie, Band 9.1). Kohlhammer, Stuttgart 2015, S. 343–369. ISBN 978-3-17-028989-5.
  • Helga Kuhlmann (Hrsg.): Die Bibel – übersetzt in gerechte Sprache? Grundlagen einer neuen Übersetzung. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2005, ISBN 3-579-05499-6.
  • Hanne Köhler: Gerechte Sprache als Kriterium von Bibelübersetzungen. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2012, ISBN 978-3-579-08139-7 (penguin.de).
  • Christine Gerber, Benita Joswig, Silke Petersen (Hrsg.): Gott heißt nicht nur Vater: Zur Rede über Gott in den Übersetzungen der „Bibel in gerechter Sprache“. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2008, ISBN 978-3-525-61609-3.
  • Ulrike Wagner-Rau: Liturgisch nicht geeignet? Überlegungen zum Gebrauch der Bibel in gerechter Sprache im Gottesdienst. In: Praktische Theologie, Band 43 (2008), S. 68–75.
Online-Bibeltext
  • BigS Online, freier Online Zugriff auf die Bibel in gerechter Sprache

Einzelnachweise

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  1. Ulrike Bail, Frank Crüsemann, Marlene Crüsemann, Erhard Domay, Jürgen Ebach, Claudia Janssen, Hanne Köhler, Helga Kuhlmann, Martin Leutzsch, Luise Schottroff (Hrsg.): Bibel in gerechter Sprache, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2006, ISBN 3-579-05500-3.
    1. 1 2 S. 10
    2. S. 9
    3. S. 26
    4. 1 2 S. 11
  2. Ein Einblick in die Übersetzungswerksatt der »Bibel in gerechter Sprache« anhand ihrer vier Kriterien, Detlef Dieckmann-von Bünau, Deutsches Pfarrerblatt, Ausgabe: 7 / 2007 (PDF)
  3. Helga Kuhlmann: Gottes Namen nennen in der „Bibel in gerechter Sprache“. In: Evangelische Theologie, Band 68 (2008), S. 5−21, hier S. 7.
  4. Ute Eisen: „Quasi dasselbe?“ Vom schwierigen und unendlichen Geschäft des Bibelübersetzens – Neuere deutsche Bibelübersetzungen. In: Zeitschrift für Neues Testament, Band 26 (2010), S. 3−15, hier S. 9.
  5. Hanne Köhler: Gerechte Sprache als Kriterium von Bibelübersetzungen, Gütersloh 2012, S. 32.
  6. Claudia Janssen, Hanne Köhler: Eine lange Geschichte des Säens, damit dann und wann Blumen wachsen: Bibelübersetzungen in gerechte Sprache, Stuttgart 2015, S. 346–348.
  7. Annette Bassler: Annette Bassler trifft Hanne Köhler, Pfarrerin, Projektleiterin und Mitherausgeberin der „Bibel in gerechter Sprache“. In: Kirche im SWR. Evangelische und Katholische Rundfunkarbeit beim SWR, 29. Oktober 2006, abgerufen am 27. April 2026.
  8. Luise Metzler: Die Bibel in gerechter Sprache: Einblicke in das Projekt, seine Ziele und Methodik. In: Christos Karvounis (Hrsg.): Bibelübersetzung zwischen Tradition und Moderne – Pluralität, Skepsis, Perspektiven. Frank & Timme, 2024, S. 121−137, hier S. 123.
  9. Frank Crüsemann: Gott als Person braucht einen Namen. Bibel in gerechter Sprache. In: materialdienst. Evangelischer Arbeitskreis Kirche und Israel in Hessen und Nassau, Januar 2007, abgerufen am 25. April 2026 (Votum bei der Vorstellung des Projektes Bibel in gerechter Sprache am 9. November 2006 in Zürich).
  10. Jürgen Ebach: Gerechte Bibelübersetzung – ein Projekt, Gütersloh 2003, S. 21. In den Dokumentationsbänden der Kirchentage ab 1991 wurden die kirchentags-üblichen Bibelarbeiten abgedruckt, dazu der Bibeltext in zwei Fassungen: die revidierte Lutherübersetzung und „eine für diesen Kirchentag erarbeitete Textfassung. Diese bemüht sich um größtmögliche Texttreue der ursprünglichen Überlieferung gegenüber, versucht die sozialen und historischen Bedingungen der Entstehungszeit zu berücksichtigen, will die Hör- und Sprachgewohnheiten heutiger Leser und besonders Leserinnen berücksichtigen und nimmt Rücksicht auf die im Judentum heute noch lebendige Tradition und Verpflichtung, den Gottesnamen nicht auszusprechen.“ (Hier zitiert nach: Konrad von Bonin (Hrsg.): Deutscher Evangelischer Kirchentag Ruhrgebiet 1991. Chr. Kaiser, München 1991, S. 33.)
  11. Sebastian Grätz, Bernd U. Schipper (Hrsg.): Alttestamentliche Wissenschaft in Selbstdarstellungen. Vandenhoeck & Rupprecht, Göttingen 2007, S. 245.
  12. Erhard Domay, Hanne Köhler (Hrsg.): der gottesdienst, Liturgische Texte in gerechter Sprache. Teil 4: Die Lesungen. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2001, S. 10.
  13. Agnethe Siquans: Überlegungen zu einer frauengerechten Bibelübersetzung. In: Protokolle zur Bibel, Band 12 (2003), S. 19−45. (Online)
  14. Erhard Domay, Hanne Köhler (Hrsg.): der gottesdienst, Liturgische Texte in gerechter Sprache. Teil 4: Die Lesungen. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2001, S. 12.
  15. Erhard Domay, Hanne Köhler (Hrsg.): der gottesdienst, Liturgische Texte in gerechter Sprache. Teil 4: Die Lesungen. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2001, S. 14. Zur besonderen Problematik des Johannesevangeliums und den hier gewählten Übersetzungsentscheidungen vgl. Judith Hartenstein, Silke Petersen: Zur Übersetzung von Texten aus dem Johannesevangelium in „gerechte Sprache“: Anmerkungen zu einem schwierigen Projekt. In: Susan K. Roll, Annette Esser, Brigitte Enzner-Probst (Hrsg.): Women, Ritual and Liturgy – Ritual und Liturgie von Frauen – Femmes, rituel et liturgie (= ESWTR Yearbook 9). Peeters, Leuven 2001.
  16. Übersetzung: Dieter Georgi und eine exegetisch-homiletische Arbeitsgemeinschaft.
  17. Übersetzung: Frank Crüsemann.
  18. Übersetzung: Frank Crüsemann.
  19. Übersetzung: Johannes Taschner.
  20. Übersetzung: Marlene Crüsemann.
  21. Übersetzung: Louise Schottroff.
  22. Übersetzung: Silke Petersen, Judith Hartenstein.
  23. Übersetzung: Silke Petersen, Judith Hartenstein.
  24. Erhard Domay, Hanne Köhler (Hrsg.): der gottesdienst, Liturgische Texte in gerechter Sprache. Teil 4: Die Lesungen. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2001, S. 621.
  25. Bibel in gerechter Sprache - EKHN. Abgerufen am 25. April 2026.
  26. Jürgen Ebach: Gerechte Bibelübersetzung – ein Projekt, Gütersloh 2003, S. 15.
  27. Redaktion: Bibelgesellschaft: Bericht zur Vielfalt der Bibelübersetzungen im deutschen Sprachraum. Hrsg.: UEPO.de. 11. Juni 2021 (uepo.de [abgerufen am 30. April 2026] Vollständiger Bericht abrufbar unter ixtheo.de).
  28. Bibel in gerechter Sprache - EKHN. Abgerufen am 25. April 2026.
  29. Luise Metzler: Die Bibel in gerechter Sprache: Einblicke in das Projekt, seine Ziele und Methodik. In: Christos Karvounis (Hrsg.): Bibelübersetzung zwischen Tradition und Moderne – Pluralität, Skepsis, Perspektiven. Frank & Timme, 2024, S. 121−137, hier S. 123.
  30. Die gottesdienstlichen Lesungen wurden übersetzt von: Ulrike Bail, Gerlinde Baumann, Sabine Bieberstein, Sophia Bietenhard, Klara Butting, Frank Crüsemann, Marlene Crüsemann, Irene Dannemann, Jürgen Ebach, Ulrike Eichler, Ute E. Eisen, Bettina Eltrop, Margarethe Frettlöh, Michaela Geiger, Dieter Georgi, Judith Hartenstein, Claudia Janssen, Rainer Kessler, Renate Kirchhoff, Matthias Klinghardt, Daniel Kosch, Christl Maier, Helga Melzer-Keller, Annette Merz, Ulrike Metternich, Karin Lehmeier, Ina Johanne Petermann, Silke Petersen, Simone Pottmann, Luzia Sutter Rehmann, Ivoni Richter Reimer, Hanna Roose, Beate Schmidtgen, Luise Schottroff, Silvia Schroer, Elke Seifert, Angela Standhartinger, Angelika Strotmann, Elke Tönges, Kerstin Ulrich, Ilse d’Orville von Loewenclau, Beate Wehn, Annette Weissenrieder; vgl. Erhard Domay, Hanne Köhler (Hrsg.): der gottesdienst, Liturgische Texte in gerechter Sprache. Teil 4: Die Lesungen. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2001, S. 623–628.
  31. 1 2 Elisabeth Gössmann: Anfang der Weisheit. In: NZZ.ch. 14. Dezember 2006 (nzz.ch). (Online)
  32. Helen Schüngel-Straumann: Meine Wege und Umwege: Eine feministische Theologin unterwegs. Schöningh, Paderborn 2011, S. 250: „Die zehn evangelischen HerausgeberInnen (sechs Frauen, vier Männer) aus dem norddeutschen Raum haben ein Konzept vorgelegt, das von Anfang an den Eindruck einer stark ideologischen Ausrichtung machte. Vermutlich waren deswegen am Anfang katholische Exegetinnen gar nicht beteiligt worden. […] Dass ich nicht einbezogen und nicht einmal informiert wurde über ein Übersetzungsprojekt – wo ich doch die erste Alttestamentlerin mit einem Lehrstuhl an einer Universität war – hat mich zutiefst gekränkt.“
  33. 1 2 Bibel in gerechter Sprache, Taschenausgabe der 4. und erweiterten und verbesserten Auflage, 2011, S. 23 ff, Deutsche Nationalbibliothek
  34. Marie-Theres Wacker: Die „Bibel in gerechter Sprache“: Vorstellung und Würdigung eines Projekts. In: Welt und Umwelt der Bibel, Band 62 (2007), S. 54−59, hier S. 56.
  35. Ein neuer Kulturkampf ist entbrannt. 30. Januar 2019, abgerufen am 29. April 2026.
  36. Claudia Janssen, Hanne Köhler: Eine lange Geschichte des Säens, damit dann und wann Blumen wachsen: Bibelübersetzungen in gerechte Sprache, Stuttgart 2015, S. 356.
  37. Claudia Janssen, Hanne Köhler: Eine lange Geschichte des Säens, damit dann und wann Blumen wachsen: Bibelübersetzungen in gerechte Sprache, Stuttgart 2015, S. 355 f.
  38. Evangelische Akademie Arnoldshain: Info-Letter „Bibel in gerechter Sprache“ Nr. 5 (PDF)
  39. Marlene Crüsemann: Zur Übersetzung und graphischen Gestaltung des Gottesnamens in beiden Testamenten der „Bibel in gerechter Sprache“. In: Helga Kuhlmann (Hrsg.): Die Bibel – übersetzt in gerechte Sprache? Gütersloh 2005, S. 174. Hier referiert nach: Melanie Köhlmoos: Ewig blüht der Mandelzweig: Anmerkungen zu den „Grundlagen“ des Projekts „Die Bibel – übersetzt in gerechte Sprache“. In: Theologische Rundschau Neue Folge, Band 71 (2006), S. 247−257, hier S. 252.
  40. Robert Leicht: Kein Wort sie wollen lassen stahn. In: DIE ZEIT. Nr. 15, 6. April 2006 (zeit.de).
  41. Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V. Abgerufen am 29. April 2026.
  42. Evangelische Akademie Arnoldshain: Info-Letter „Bibel in gerechter Sprache“ Nr. 9 (PDF)
  43. Hier wurde von Rezensenten verschiedentlich gefragt, wie sich der Übersetzerkreis zur Septuaginta stellt. Jedenfalls bei Frank Crüsemann fällt dieses Urteil sehr negativ aus, vgl. Frank Crüsemann: Das Alte Testament als Wahrheitsraum des Neuen. Die neue Sicht der christlichen Bibel. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2011, S. 151: Das aktuell große Interesse von Exegeten an der Septuaginta könne von antijüdischen Haltungen bestimmt sein. „Die Kirche hat die Schrift als ihre Grundlage aus der Hand Israels erhalten. Sie wird sie deshalb … zuerst und zuletzt in der Gestalt anzuerkennen haben, die sie in Israel angenommen hat.“
  44. Feministenbibel ist ein Verkaufsschlager, Die Welt, 4. Dezember 2006
  45. Bibel in gerechter Sprache, CD, 2007, Deutsche Nationalbibliothek
  46. Bibel in gerechter Sprache, Schmuckausgabe, 2008, S. 4, Deutsche Nationalbibliothek
  47. Bibel in gerechter Sprache, E-Book, 2010, Deutsche Nationalbibliothek
  48. Bibel in gerechter Sprache online, Andrea Lehr-Rütsche, rpi, Religionspädagogik Digital-Portal vom Comenius-Institut, Evangelische Arbeitsstätte für Erziehungswissenschaft, 24. Dezember 2016
  49. Bigs-online, Bibel in gerechter Sprache Online, auf bibel-in-gerechter-sprache.de
  50. Bibel in gerechter Sprache, Hörbuch mit ausgewählten Texten, 2019, Deutsche Nationalbibliothek
  51. Die Bibel in gerechter Sprache soll neu übersetzt werden, Jens Bayer-Gimm, 13. Oktober 2021, auf evangelisch.de
  52. Bibel in gerechter Sprache: Jubiläumsausgabe, 2026, Deutsche Nationalbibliothek
  53. Beschluss zu neueren deutschen Bibelübersetzungen (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive), VELKD, 6. März 2007
  54. Rat der EKD (Hrsg.): „Die Qualität einer Bibelübersetzung hängt an der Treue zum Text“ – Stellungnahme des Rates der EKD vom 31. März 2007 zur Bibel in gerechter Sprache. 31. März 2007 (ekd.de [abgerufen am 17. April 2026]).
  55. „Gerechte Bibel“: EKD und Herausgeber um Entspannung bemüht (Memento vom 30. September 2007 im Internet Archive), epd, 23. Juni 2007.
  56. Hermann Barth, Christoph Kähler: Den biblischen Text übersetzen heißt: ihm dienen. Warum die "Bibel in gerechter Sprache" auf Abwege geraten ist, 2007, S. 13. (Broschüren und Informationsmaterial der EKD, PDF)
  57. Stellungnahme der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive) (PDF; 14 kB)
  58. Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens: Frauengottesdienst zum Sonntag Rogate 2024. (PDF) In: frauenarbeit-sachsen.de. 2024, abgerufen am 30. April 2026.
  59. Evang.-Luth. Kirchengemeinde Kitzingen: Thema: Weihnachten. In: kitzingen-evangelisch.de. Abgerufen am 30. April 2026.
  60. Beschluss der Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen während der Tagung vom 13.–16. November 2007 (Memento vom 20. Februar 2014 im Internet Archive) (PDF; 688 kB).
  61. EKiR.info der Evangelischen Kirche im Rheinland (PDF), S. 7 (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive)
  62. Susanne Scholz: The Bible as Political Artifact: On The Feminist Study of the Hebrew Bible. Fortress Press, 2017, ISBN 978-1-5064-2048-6, S. 299.
  63. Presseerklärungen der Frühjahrsvollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz, 12. - 15. März 2007, bischofskonferenz.at, abgerufen am 29. Januar 2022
  64. baf-Resolution zur Verwendung einer gerechten Sprache (Memento vom 26. November 2015 im Internet Archive)
  65. Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland: Impulse für eine persönliche Gottesdienst-Zeit zum 5. Sonntag der Osterzeit. 10. Mai 2020 (alt-katholisch.de [PDF; 391 kB; abgerufen am 20. April 2026]).
  66. Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland: Predigt 2. Advent Jes 11,1-10 und Mt 3,1-12: Lasst sie uns in die Hand nehmen! 7. Dezember 2025 (alt-katholisch.de [PDF; 144 kB; abgerufen am 20. April 2026]).
  67. Gottespoetinnenpreis 2007 (Memento vom 7. Oktober 2007 im Internet Archive)
  68. Programmheft des Kirchentags, S. 98. (Online)
  69. Frauenwerk feiert zehn Jahre Bibel in gerechter Sprache, Evangelischen Kirche in Deutschland, 11. Juli 2016
  70. "Luther und die Bibel in neuer Form", in: Glaube und Heimat, 6. April 2022 (abgerufen am 7. Juni 2024).
  71. SRF: Ein Wort aus der Bibel. In: Kultur & Religion. 2026 (srf.ch [abgerufen am 20. April 2026] Suche nach „Bibel in gerechter Sprache“).
  72. Andreas Mertin: Der Editwar um die Bibel in gerechter Sprache in der Wikipedia. In: Magazin für Theologie und Ästhetik. Nr. 51, 2008 (theomag.de [abgerufen am 13. April 2026]).
  73. Margot Kässmann: In der Sprache von heute. In: chrismon. Oktober 2006 (evangelisch.de).
  74. Irmtraud Fischer: Bibel in gerechter Sprache: eine notwendige Stimme im Konzert der deutschen Bibelübersetzungen. In: Stimmen der Zeit. Band 225, Nr. 1, 2007, S. 19–30. (PDF)
  75. Irmgard Fischer: Ein genderfairer Blick auf die Bibel in gerechter Sprache. In: Christine Gerber, Benita Joswig, Silke Petersen (Hrsg.): Gott heißt nicht nur Vater, Göttingen 2008, S. 179-193, hier S. 180.
  76. Sigrid Eder: Das aktuelle theologische Buch. In: Theologisch-praktische Quartalschrift, Band 155 (2007), S. 195–197.
  77. Stefan Silber: Bibel in gerechter Sprache. In: Info-Dienst Theologische Erwachsenenbildung. Band 15, Nr. 1, 2007, S. 21–22 (Online (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)).
  78. Abigail Gillman: Die Bibel in gerechter Sprache and the History of German Jewish Bible Translations. In: Sabine Dievenkorn, Shaul Levin (Hrsg.): (Re)Gained in Translation: Bibles, Theologies, and the Politics of Empowerment (= TRANSÜD. Arbeiten zur Theorie und Praxis des Übersetzens und Dolmetschens, Band 1). Frank & Timme, Berlin 2024, S. 357–385.
  79. Ingolf U. Dalferth: Gott ist meine Gärtnerin. In: Ingolf U. Dalferth, Jens Schröter (Hrsg.): Bibel in gerechter Sprache? Tübingen 2007, S. 113–119. Der Artikel erschien leicht gekürzt unter dem Titel Der Ewige und die Ewige in der NZZ, 18. November 2006.
  80. Jens Schröter: Ideologie und Freiheit: Die „Bibel in gerechter Sprache“ und die Grundlagen einer Bibelübersetzung. In: Zeitschrift für Theologie und Kirche, Band 104 (2007), S. 142−171
  81. Melanie Köhlmoos: „Ich lege das heute so aus“: Die „Bibel in gerechter Sprache“. In: Theologische Rundschau, Neue Folge, Band 72 (2007), S. 97−111.
  82. Thomas Söding: Bibelübersetzung: Wort Gottes in gerechter Sprache. In: Christ in der Gegenwart. 25. Februar 2007 (herder.de).
  83. Und die Weisheit wurde Materie Geht nicht fremd! Verletzt keine Lebenspartnerschaft!: Über Gesinnungsterror und die Weihnachtsgeschichte in der Übersetzung der „Bibel in gerechter Sprache“, Johan Schloemann in der Süddeutschen Zeitung vom 23./24. Dezember 2006