Benjamin Poliak
Benjamin Poliak (* 13. September 1999 in Mainz) ist ein deutscher Poetry-Slammer und Autor. Neben weiteren Gewinnen wurde er zweimal U20-Sieger in der deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaft.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Benjamin Poliak hatte 2015 seinen ersten Bühnenauftritt in Poetry-Slam.[1]
2016 und 2017[2] gewann der zu dieser Zeit in Essen lebende Künstler[3][4] die deutschsprachigen U20-Meisterschaften im Poetry-Slam und erreichte in den Jahren 2016, 2017, 2018 und 2022 das Halbfinale der regulären Poetry-Slam-Meisterschaften.[1]
Wegen seines Studiums pausierte er 2019 bei der Poetry-Slam-Meisterschaft,[1] gewann aber im Niedersächsischen Landtag beim Slam Stark in die Zukunft![5] und 2022 die nordrhein-westfälische Meisterschaft im Poetry-Slam in Hagen.[1]
2021 nahm er am Kieler Poetry-Slam Was ist jüdisch? im Rahmen des Festjahres zu 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland teil.[6]
Er startete zusätzlich mit Stand-up-Comedy und ist Mitveranstalter und -moderator einer eigenen Bühne und eines Poetry-Slams in Bochum[1] und in Düsseldorf.[7]
2023 brachte er seinen ersten Textband mit dem Titel Stille Wasser sind ohne Kohlensäure heraus,[8] trat im Wettbewerb des Knechtstedener Norbert-Gymnasiums zusammen mit zwei Profi-Kollegen des Poetry-Slams und fünf Schülern der Schule auf und wurde einer der beiden ersten Sieger.[9] 2025 war er in Erkrath und gewann alle drei Runden.[10] Im selben Jahr siegte er auch in Gießen beim Poetry-Slam.[11]
Nach dem Diplom in Jura[8] promoviert Benjamin Poliak an der Ruhr-Universität Bochum zu Fragen der Kunstfreiheit.[1] Der Künstler lebt in Düsseldorf[1] und tritt im gesamten deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz[12]) auf.[7]
Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Laut Publikum von ca. 1000 Personen[4] im nordrhein-westfälischen Poetry-Slam von 2022 überzeugte Benjamin Poliak am meisten von allen Künstlern durch seine Wortgewalt, humorvolle Lyrik und Performance-Ekstase.[13]
Im Kieler Festival 2021 wurde er als jemand bezeichnet, der gerne über Themen wie Rechtsstaatlichkeit, Strafrecht oder Drachenfrucht spricht.[6] Er selbst sagt, dass seine jüdische Identität ihn in seinem künstlerischen Schaffen bei der Themenwahl, der Herangehensweise und der eingenommenen Perspektive beeinflusst.[14]
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Veröffentlichungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Stille Wasser sind ohne Kohlensäure. Lektora Verlag, Paderborn 2023, ISBN 978-3-95461-249-9.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Gewinnerslam von 2017 auf YouTube, 7:11 Min.
- Identität in Kampf der Künste auf YouTube 2023, 6:24 Min.
- Geräusche auf YouTube 2025, 6:01 Min.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Benjamin Poliak. Lektora-Verlag, 2026, abgerufen am 14. September 2026.
- 1 2 3 U20 Poetry Slam-Meisterschaft: Benjamin Poliak ist und bleibt ein Meister (plus Videos). Rhein-Neckar-Zeitung, 15. Oktober 2017, abgerufen am 14. September 2026.
- ↑ Benjamin Poliak verteidigt den Titel. In: U20 Slam 2017. Word up! e.V., abgerufen am 14. September 2026.
- 1 2 Essener Benjamin Poliak gewinnt «NRW-Slam 2022». Mindener Tageblatt, 16. Oktober 2022, abgerufen am 14. September 2026.
- ↑ Finn Holitzka bei Poetry Slamer unter dem Motto "Stark in die Zukunft!" Hannoversche Allgemeine, 30. April 2019, abgerufen am 14. September 2026.
- 1 2 Poetry Slam: „Was ist jüdisch?“ Landesbeauftragter für politische Bildung Schleswig-Holstein, August 2021, abgerufen am 14. September 2026.
- 1 2 Evgenija Kosov und Benjamin Poliak. In: Schauspiel Frankfurt. 2026, abgerufen am 14. September 2026.
- 1 2 Benjamin Poliak. In: Rezension.de. 2026, abgerufen am 14. September 2026.
- ↑ Antonella Malomo: Wettbewerb in Dormagen: NGK-Schüler treten bei Poetry-Slam gegen Profis an. In: Neuss Grevenbroicher Zeitung. 26. März 2023, abgerufen am 14. September 2026.
- 1 2 Timo Kremerius: Die Poetry Slam Fangemeinde wächst. In: Erkrath.jetzt. 18. März 2025, abgerufen am 14. September 2026.
- 1 2 Balsam für Lippen und Ohren. In: Gießener Anzeiger. 21. April 2025, abgerufen am 14. September 2026.
- ↑ Benjamin Poliak. WortWechsel GbR, 4. August 2025, abgerufen am 14. September 2026.
- 1 2 Kultur: Essener Benjamin Poliak gewinnt "NRW-Slam 2022". In: Die Zeit. 16. Oktober 2022, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 14. September 2026]).
- ↑ Identität. In: Magazin der JSUD. Zentralrat der Juden in Deutschland K.d.ö.R., abgerufen am 14. September 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Poliak, Benjamin |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Poetry-Slammer und Autor |
| GEBURTSDATUM | 13. September 1999 |
| GEBURTSORT | Mainz |