Becksteiner Winzer


Die Becksteiner Winzer eG, mit Sitz in Beckstein im Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg, ist die drittälteste Winzergenossenschaft im Weinbaugebiet Baden mit einer Ertragsrebfläche von rund 300 ha. Ihr angeschlossen sind 450 Winzer als Mitglieder aus den Gemeinden Tauberbischofsheim, Werbach, Impfingen, Distelhausen, Gerlachsheim, Marbach, Unterbalbach, Oberbalbach, Königshofen, Dainbach, Sachsenflur, Krautheim, Unterschüpf, Oberschüpf, Lauda, Oberlauda, Dittwar, Gissigheim, Königheim, Dittigheim und Beckstein.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gegründet wurde die Becksteiner Winzergenossenschaft am 31. August 1894 als „Winzerverein Beckstein“. 1904/1905 wurde der St. Kilian Keller erbaut und 1956 um einen Flaschenkeller erweitert. 1965/1966 erfolgt der Bau der Becksteiner Winzerstuben. In den 1970er Jahren wurden das Verwaltungsgebäude erweitert und ein Winzersaal und eine Traubenannahme erbaut. Zuletzt erfolgt 2011 die Verschmelzung mit der Weinbaugenossenschaft.
Am 2. September 2026 berichteten die Fränkischen Nachrichten, dass Michael Braun die Becksteiner Winzer eG nach 13 Jahren als geschäftsführender und zwei Jahren als ehrenamtlicher Vorstand mit sofortiger Wirkung verlässt.[1] Sie berichteten zudem, dass der Rücktritt nicht aus eigenem Antrieb, sondern auf Drängen des Aufsichtsrats unter Johannes Ulrich erfolgte und der Entscheidung eine nicht einstimmige Abstimmung im Aufsichtsrat vorausging.[2] Der Aufsichtsrat unter Johannes Ulrich bestellte den Kellermeister Florian Döller zum hauptamtlichen Vorstand.[1] Die Position des Geschäftsführers wurde nicht nachbesetzt.[1] Während Michael Brauns Amtszeit erhielt die Genossenschaft zahlreiche hochdotierte Preise und Auszeichnungen.[1]
Anbau
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Der Anbau der Weine erfolgt in den Seitentälern des Taubertals auf Süd- und Südwesthängen sowie im Jagsttal. Dazu zählen insbesondere folgende Einzellagen (alphabetisch sortiert nach Orten):
- Becksteiner Kirchberg
- Dainbacher Alte Burg
- Distelhäuser Kreuzberg
- Dittigheimer Steinschmetzer
- Dittwarer Ölkuchen
- Gerlachsheimer Herrenberg
- Gissigheimer Gützenberg
- Impfinger Silberquell
- Klepsauer Heiligenberg
- Königheimer Kirchberg
- Königshofer Turmberg
- Lauda Altenberg
- Marbacher Frankenberg
- Oberlauda Steinklinge
- Sachsenflurer Kailberg
- Tauberbischofsheimer Edelberg
- Unterbalbacher Vogelsberg
- Unterschüpfer Mühlberg
- Werbacher Hirschberg
Rebsorten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zurzeit (2020) werden folgende Weißweinsorten von den Winzern der Genossenschaft angebaut:
- Grauer Burgunder
- Weißer Burgunder
- Müller-Thurgau
- Silvaner
- Chardonnay
- Riesling
- Kerner
- Bacchus
- Solaris
- Gewürztraminer
Daneben finden sich folgende Rotweinsorten im Anbaugebiet:
Auszeichnungen und Prämierungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bester trockener Weißwein beim Leistungstest Deutscher Genossenschaften
- Ehrenpreis der badischen Gebietsweinprämierung 2011
- Goldmedaille bei der internationalen Berliner Weintrophy 2011
- Erwähnung im Gault Millau WeinGuide (seit 1997)
- Beste Winzergenossenschaft Deutschlands 2014 „Berliner Weintrophy“
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 Klaus T. Mende: Unruhe und Unverständnis - Beben bei den Becksteiner Winzern. In: fnweb.de. Fränkische Nachrichten Verlags-GmbH, Tauberbischofsheim, 2. September 2026, abgerufen am 3. September 2026.
- ↑ Klaus T. Mende: Becksteiner Winzer: Bei den Genossen gärt’s weiter gewaltig. In: fnweb.de. Fränkische Nachrichten Verlags-GmbH, Tauberbischofsheim, 9. September 2026, abgerufen am 13. September 2026.