2012 bündelte der Medien- und Dienstleistungskonzern Bertelsmann einen Teil seiner Druckereien unter dem Dach von Be Printers.[2] Der neue Unternehmensbereich umfasste insgesamt 17 Druckereien in Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien, Kolumbien und den Vereinigten Staaten.[3] Diese gehörten zuvor zum Dienstleistungsbereich Arvato, dort verblieben lediglich die deutschen Druckereien GGP Media, Mohn Media und Vogel Druck.[4] Mit 6.380 Mitarbeitern erzielte Be Printers im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz in Höhe von 1,174 Milliarden Euro.[5] Bertram Stausberg übernahm die Geschäftsführung der Unternehmensgruppe.[6] Die Gründung von Be Printers war Teil eines größeren Umbaus des Bertelsmann-Konzerns unter dem seit 2012 amtierenden Vorstandsvorsitzenden Thomas Rabe.[7][8]
Im ersten Geschäftsjahr hatte Be Printers vor allem mit Kritik an der Schließung der Prinovis-Druckerei in Itzehoe zu kämpfen.[9] Die Umsätze von Be Printers gingen über die Jahre aufgrund von Unternehmensverkäufen sowie des Preisverfalls und der Überkapazitäten am Markt weiter zurück.[10] Zum Beispiel verlor man das Nachrichtenmagazin Der Spiegel als Kunden an Mohn Media.[11] 2013 sank der Umsatz von Be Printers auf 1,123 Milliarden Euro,[12] 2014 lag er erstmals unter einer Milliarde (996 Millionen Euro).[13] Um das Geschäft zu stabilisieren, verkaufte Be Printers 2015 zunächst seine Druckereien in Spanien und Italien.[14][15] Im weiteren Verlauf des Jahres erhielt der Konzern dann durch den Ausstieg von Axel Springer beim Tiefdruckunternehmen Prinovis Gelegenheit, die Strukturen des Geschäfts zu vereinfachen.[16][17] Zum 1. Januar 2016 fasste Bertelsmann sämtliche Druckereien in der Bertelsmann Printing Group zusammen.[18] Neben Be Printers einschließlich Prinovis gingen auch die bei Arvato verbliebenen Betriebe in der neuen Unternehmensgruppe auf, die Marktführer in Europa ist.[19]