Bahnhof Wustermark
| Wustermark | |||
|---|---|---|---|
Bahnhof Wustermark | |||
| Daten | |||
| Lage im Netz | Trennungsbahnhof ehem. Kreuzungsbahnhof | ||
| Bauform | Durchgangsbahnhof | ||
| Bahnsteiggleise | 2 | ||
| Abkürzung | BWUS | ||
| IBNR | 8010389 | ||
| Preisklasse | 5 | ||
| Eröffnung | 1871 | ||
| Profil auf bahnhof.de | Wustermark | ||
| Lage | |||
| Stadt/Gemeinde | Wustermark | ||
| Land | Brandenburg | ||
| Staat | Deutschland | ||
| Koordinaten | 52° 33′ 5″ N, 12° 56′ 43″ O | ||
| Eisenbahnstrecken | |||
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| Bahnhöfe in Brandenburg | |||
| Zuggattung | Verlauf | Häufigkeit |
|---|---|---|
| Eilzug | Stendal – Rathenow – Wustermark – Potsdam Hauptbahnhof – Flughafen Berlin-Schönefeld – Berlin-Schöneweide | 3 Zugpaare am Tag |
| Personenzug | (Stendal) – Rathenow – Wustermark – Wustermark Rangierbahnhof | 11 Zugpaare |
| Personenzug | Nauen – Wustermark – Priort – Potsdam Hauptbahnhof (oder Potsdam Stadt) | Nauen – Wustermark ca. 15 Zugpaare (z. T. nach Staaken) Wustermark – Priort 5–7 Zugpaare am Tag, z. T. mit Umsteigen in Priort |
| Personenzug | Falkenhagen (Kr Nauen) – Wustermark – Wustermark Rangierbahnhof – Staaken | annähernd stündlich |
Nach der politischen Wende in der DDR wurde der direkte Verkehr in Richtung West-Berlin wieder aufgenommen. Ab 1991 verkehrte eine Linie zwischen Nauen und Berlin, die alle zwei Stunden auch den Bahnhof Wustermark anfuhr. Hinzu kam eine Linie zwischen Nauen und Potsdam, ebenfalls im Zweistundentakt sowie einzelne Züge in Richtung Rathenow. Ebenfalls wurde der Schnellzugverkehr von Berlin über die Lehrter Bahn wieder aufgenommen, jedoch ohne Halt im Bahnhof Wustermark. Die Züge in Richtung nördlicher Berliner Außenring wurden eingestellt.
1995, im Rahmen der Bauarbeiten zur Schnellfahrstrecke Berlin–Hannover, wurde der Personenverkehr in Richtung Rathenow und Nauen eingestellt und durch Busse ersetzt, in Richtung Berlin fuhren noch bis Dezember 1995 Züge im Zweistundentakt. Erst 1998 wurde der Personenverkehr auf der Lehrter Bahn wieder aufgenommen, nach Nauen blieb der Verkehr dauerhaft eingestellt. Das Zugangebot sieht derzeit wie folgt aus:
| Linie | Linienverlauf | Takt (min) | EVU |
|---|---|---|---|
| RE 4 | Stendal Hbf – Rathenow – Wustermark – Elstal – Dallgow-Döberitz – Berlin Jungfernheide – Berlin Südkreuz – Ludwigsfelde – Jüterbog – Falkenberg (Elster) | 60 Rathenow–Jüterbog 120 Stendal–Rathenow / Jüterbog–Falkenberg |
DB Regio Nordost |
| RB 21 | Berlin Gesundbrunnen – Berlin Jungfernheide – Berlin-Spandau – Dallgow-Döberitz – Elstal – Wustermark – Priort – Golm – Potsdam Park Sanssouci – Potsdam Hbf | 60 | |
| Stand: 15. Dezember 2024 | |||
Anlagen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Bahnhof an der Lehrter Bahn erhielt südlich der Gleise sein Empfangsgebäude. Die 1902 eröffnete Umgehungsbahn unterquerte etwa zwei Kilometer östlich des Bahnhofs die Lehrter Bahn und führte dann parallel zu ihr in den Bahnhof Wustermark, Gleisverbindungen zwischen beiden Strecken entstanden im Ostteil des Bahnhofs. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand eine Verbindungskurve aus Richtung Nauen in Richtung Rathenow. Der 1953/54 gebaute Berliner Außenring erhielt Verbindungskurven aus Richtung Wustermark sowohl in Richtung Norden als auch in Richtung Süden. Östlich des Bahnsteigs der Lehrter Bahn lagen die Anlagen für den örtlichen Güterverkehr. Die Umgehungsbahn erhielt einen separaten Bahnsteig an der Nordseite der Gleisanlagen, zu dem eine Fußgängerbrücke führte. Unmittelbar danach trennte sich die Umgehungsbahn in Richtung Nauen von der Lehrter Bahn. Während so der Bahnsteig der Lehrter Bahn westlich der Brücke lag, lag der der Umgehungsbahn östlich von ihr.[4]
Mit dem Bau der Schnellfahrstrecke nach 1995 wurden der Bahnhof komplett umgebaut und die Anlagen der Umgehungsbahn einschließlich der Verbindungen in Richtung Nauen beseitigt. Auch die Verbindung zum Außenring in Richtung Norden ging außer Betrieb und wurde abgebaut.
Heute besteht der Bahnhof an der Altstrecke der Lehrter Bahn aus einem Inselbahnsteig mit zwei Gleisen, daran schließt sich ein bahnsteigloses Gleis an. Nördlich davon liegt die zweigleisige Schnellfahrstrecke. Westlich des Bahnhofs gibt es eine Verbindung zwischen der Altstrecke zur Schnellfahrstrecke. Die Regionalexpresszüge, die im Bahnhof Wustermark halten, wechseln dort auf die Schnellfahrstrecke, da die Altstrecke westlich von Wustermark nicht elektrifiziert ist. Östlich des Bahnhofs wird die Altstrecke eingleisig über den Havelkanal geführt und verzweigt sich anschließend in zwei separate parallele Strecken in Richtung Wustermark Rangierbahnhof und eine Verbindung zum südlichen Außenring.
Der Bahnsteig ist über eine Fußgängerbrücke vom Vorplatz über das südliche Gleis zu erreichen, ein Bahnhofsgebäude existiert nicht mehr.
Ende 2013 konnten zwei Aufzüge an der Fußgängerbrücke in Betrieb genommen werden, sodass der Bahnsteig barrierefrei zugänglich ist. Die Baukosten von rund einer Million Euro wurden im Wesentlichen aus dem Infrastrukturbeschleunigungsprogramm des Bundes finanziert.[5]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Erich Preuß: Wustermark. In: Oliver Strüber [vorm. Erich Preuß] (Hrsg.): Das große Archiv der deutschen Bahnhöfe (= 36. u. 80. Ergänzungsausgabe). GeraNova Zeitschriftenverlag, GeraMond Verlag, München 2002, 2008, ISSN 0949-2127 (2 Bl., 8 S.).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Gleisanlagen im Bahnhof und einige zulässige Geschwindigkeiten auf der OpenRailwayMap
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Eisenbahn-Bundesamt, Liste der seit 1994 stillgelegten bundeseigenen Strecken im Land Brandenburg, im Netz
- ↑ Reichs-Kursbuch 1905, Nachdruck bei Ritzau Verlag Zeit und Eisenbahn, 2005, ISBN 3-935-10108-2
- ↑ Kursbuch der Deutschen Reichsbahn, Binnenverkehr, Jahresfahrplan 1985/86
- ↑ Reichsbahndirektion Berlin, Gleisplan des Bahnhofs Wustermark, 1967
- ↑ Bahnhof Wustermark barrierefrei. Deutsche Bahn, 18. Dezember 2013, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 30. Dezember 2013; abgerufen am 29. Dezember 2013.