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BOAC Flug 115

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
BOAC Flug 115

G-ALYZ, aufgenommen 1952

Unfallzusammenfassung
Ort Flughafen Rom-Ciampino, Italien
Datum 26 Oktober 1952
Todesopfer 0
Überlebende 43[1]
Verletzte 2[2]
Luftfahrzeug
Luftfahrzeugtyp de Havilland Comet 1A
Betreiber British Overseas Airways Corporation
Kennzeichen G-ALYZ
Abflughafen Flughafen Heathrow, Vereinigtes Königreich
1. Zwischen­landung Flughafen Rom-Ciampino, Italien
2. Zwischen­landung Flughafen Kairo, Ägypten
Zielflughafen Flughafen Palmietfontein, Johannesburg, Südafrika
Passagiere 35
Besatzung 8
Listen von Luftfahrt-Zwischenfällen

BOAC-Flug 115 war ein planmäßiger Passagierflug vom Flughafen London Heathrow zum Flughafen Palmietfontein in Johannesburg mit mehreren Zwischenstopps. Am 26. Oktober 1952 kam Flug 115 beim Start am Flughafen Rom-Ciampino von der Startbahn ab. Alle 43 Personen an Bord überlebten. Es war der erste Totalverlust einer Comet.

1949 war die De Havilland DH.106 Comet das erste kommerzielle Passagierstrahlflugzeug. Der Linienbetrieb begann im Mai 1952, sechs Monate vor dem Unfall. G-ALYZ war eine Comet 1A und die fünfte Comet, die für die British Overseas Airways Corporation (BOAC) produziert wurde. Sie befand sich auf dem Weg von London nach Johannesburg mit Zwischenstopps in Rom und Kairo. 35 Passagiere bestiegen das Flugzeug in Richtung Kairo, begleitet von zwei Kapitänen, einem Flugingenieur und einem Navigator sowie vier Kabinenbesatzungsmitgliedern.[3]

Flug 115 bediente eine reguläre Passagierverbindung von London nach Johannesburg. Am Flughafen Rom-Ciampino rollte das Flugzeug zur Startbahn 16 und begann dort den Start für den zweiten Flugabschnitt nach Kairo.

Bei einer Geschwindigkeit von 75–80 Knoten zog der Pilot die Nase des Flugzeugs hoch. Als das Flugzeug 112 Knoten erreichte, zog der Pilot das Steuerhorn weiter zurück, um das Flugzeug abheben zu lassen. Als das Flugzeug eine angemessene Flughöhe erreichte, ordnete der Pilot das Einfahren des Fahrwerks an. In diesem Moment sackte der linke Flügel plötzlich ab. Der Pilot konnte die Kontrolle schnell wiedererlangen, jedoch begann das Flugzeug zu vibrieren. Der Pilot vermutete einen drohenden Strömungsabriss und leitete zwei Korrekturbewegungen am Steuerhorn ein. Bevor der Erste Offizier das Fahrwerk einfahren konnte, setzte das Flugzeug auf den Fahrwerksrädern auf. Der Pilot stellte fest, dass die Geschwindigkeit des Flugzeugs nicht zunahm, und führte dies auf einen Schubverlust der Triebwerke zurück. Er erkannte, dass das Flugzeug sich rasch dem Startbahnende näherte und brach daraufhin den Startvorgang ab. Das Flugzeug war zu schnell, um noch auf der Startbahn zum Stehen zu kommen. Als es über das Startbahnende hinausschoss, traf es auf einen Erdhügel und rutschte 250 Meter weit, wobei das Fahrwerk abriss und schwere Schäden entstanden. Trotz eines erheblichen Treibstoffaustritts kam es zu keinem Brand. Als einzige Verletzungen wurden eine Schnittwunde am Finger eines Passagiers sowie ein leichter Schock eines weiteren Passagiers gemeldet.[4]

Die Ursache des Unfalls war ein zu starkes Hochziehen der Nase durch den Piloten beim Start, was zu einem Strömungsabriss führte. Der Unfallbericht stellte fest, dass das Handbuch des Herstellers in der Beschreibung des Startverfahrens bereits einen entsprechenden Hinweis enthielt: „… care should be taken not to overdo [the nose up] with a consequent poor acceleration.“ („… es sollte darauf geachtet werden, das Hochziehen der Nase nicht zu übertreiben, da dies zu einer schlechten Beschleunigung führt.“)[4]

Einzelnachweise

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  1. ASN Aircraft accident de Havilland DH-106 Comet 1A G-ALYZ Roma-Ciampino Airport (CIA). In: Aviation Safety Network. Abgerufen am 29. Juli 2023 (englisch).
  2. Crash of a de Havilland DH.106 Comet 1A in Rome. Bureau of Aircraft Accidents Archives, S. 124, abgerufen am 29. Juli 2023 (englisch).
  3. DE HAVILLAND DH.106 COMET · The Encyclopedia of Aircraft David C. Eyre. In: Aeropedia. Abgerufen am 29. Mai 2026 (amerikanisches Englisch).
  4. 1 2 Crash of a De Havilland DH.106 Comet 1A in Rome | Bureau of Aircraft Accidents Archives. Abgerufen am 29. Mai 2026.