Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
| Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit — BMUKN — | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Staatliche Ebene | Bund | |||||
| Stellung | oberste Bundesbehörde | |||||
| Gründung | 6. Juni 1986 (als Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) | |||||
| Hauptsitz | Bonn | |||||
| Bundesminister | Carsten Schneider (SPD) | |||||
| Bedienstete | 1214[1] | |||||
| Haushaltsvolumen | 2,77 Mrd. EUR (2026)[2] | |||||
| Netzauftritt | bundesumweltministerium.de | |||||
| Nr. | Name | Lebensdaten | Partei | Beginn der Amtszeit | Ende der Amtszeit | Kabinett(e) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit | ||||||
| 1 | Walter Wallmann | 1932–2013 | CDU | 6. Juni 1986 | 22. April 1987 | Kohl II Kohl III |
| 2 | Klaus Töpfer | 1938–2024 | CDU | 7. Mai 1987 | 17. November 1994 | Kohl III Kohl IV |
| 3 | Angela Merkel | * 1954 | CDU | 17. November 1994 | 27. Oktober 1998 | Kohl V |
| 4 | Jürgen Trittin | * 1954 | Grüne | 27. Oktober 1998 | 22. November 2005 | Schröder I Schröder II |
| 5 | Sigmar Gabriel | * 1959 | SPD | 22. November 2005 | 28. Oktober 2009 | Merkel I |
| 6 | Norbert Röttgen | * 1965 | CDU | 28. Oktober 2009 | 22. Mai 2012 | Merkel II |
| 7 | Peter Altmaier | * 1958 | CDU | 22. Mai 2012 | 17. Dezember 2013 | |
| Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit | ||||||
| 8 | Barbara Hendricks | * 1952 | SPD | 17. Dezember 2013 | 14. März 2018 | Merkel III |
| Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit | ||||||
| 9 | Svenja Schulze | * 1968 | SPD | 14. März 2018 | 8. Dezember 2021 | Merkel IV |
| Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz | ||||||
| 10 | Steffi Lemke | * 1968 | Grüne | 8. Dezember 2021 | 6. Mai 2025 | Scholz |
| Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit | ||||||
| 11 | Carsten Schneider | * 1976 | SPD | 6. Mai 2025 | im Amt | Merz |
DDR-Umweltminister 1971–1990
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| Nr. | Name | Lebensdaten | Partei | Beginn der Amtszeit | Ende der Amtszeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Minister für Umweltschutz und Wasserwirtschaft | |||||
| 1 | Werner Titel | 1931–1971 | DBD | 29. November 1971 | 25. Dezember 1971 |
| 2 | Hans Reichelt | 1925–2025 | DBD | 25. Dezember 1971 | 11. Januar 1990 |
| 3 | Peter Diederich | 1938–2015 | DBD | 11. Januar 1990 | 12. April 1990 |
| Minister für Umwelt- und Naturschutz, Reaktorsicherheit und Energie | |||||
| 4 | Karl-Hermann Steinberg | 1941–2021 | CDU | 12. April 1990 | 2. Oktober 1990 |
Parlamentarische Staatssekretäre
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1987–1991: Martin Grüner (FDP)
- 1987–1991: Wolfgang Gröbl (CSU)
- 1991: Bernd Schmidbauer (CDU)
- 1991–1993: Paul Laufs (CDU)
- 1991–1994: Bertram Wieczorek (CDU)
- 1994–1998: Ulrich Klinkert (CDU)
- 1994–1998: Walter Hirche (FDP)
- 1998–2002: Gila Altmann (Grüne)
- 1998–2005: Simone Probst (Grüne)
- 2002–2005: Margareta Wolf (Grüne)
- 2005–2009: Astrid Klug (SPD)
- 2005–2009: Michael Müller (SPD)
- 2009–2013: Katherina Reiche (CDU)
- 2009–2013: Ursula Heinen-Esser (CDU)
- 2013–2021: Florian Pronold (SPD)
- 2013–2021: Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD)
- 2021–2024: Christian Kühn (Grüne)
- 2021–2025: Bettina Hoffmann (Grüne)
- 2024–2025: Jan-Niclas Gesenhues (Grüne)
- 2025–2026: Carsten Träger (SPD)
- seit 2025: Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD)
- seit 2026: Bettina Hagedorn (SPD)
Beamtete Staatssekretäre
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1987–1995: Clemens Stroetmann (CDU)
- 1995–1998: Erhard Jauck
- 1998–2005: Rainer Baake (Grüne)
- 2005–2009: Matthias Machnig (SPD)
- 2009–2013: Jürgen Becker (CDU)
- 2013–2021: Jochen Flasbarth (SPD)
- 2014–2018: Gunther Adler (SPD)
- 2021–2025: Christiane Rohleder (Grüne)
- 2021–2025: Stefan Tidow (Grüne)
- seit 2025: Jochen Flasbarth (SPD)
Dienstsitze des BMUKN
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bonn
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Bonn residiert das BMUKN am Robert-Schuman-Platz 3,[17] mitten im früheren Regierungsviertel. Dort stehen auch Gebäude des ehemaligen Bundespostministeriums, welche teilweise vom BMUKN genutzt werden. Unter einem dieser Gebäude befindet sich ein, mittlerweile außer Betrieb genommener, Atombunker. Das BMUKN ist im westlichen und im südlichen Teil des Gebäudekomplexes untergebracht. Der östliche Teil wird vom BIBB, dem Bundesinstitut für Berufsbildung belegt. Die nördlich befindlichen Pavillons nutzen ebenfalls Bereiche des BIBB und das Streitkräfteamt der Bundeswehr, einen ausgegliederten Teil vom Bundesministerium der Verteidigung.
Berlin
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Berlin bezog das Ministerium, nachdem es nach dem Berlin/Bonn-Gesetz hier eine Dienststelle einzurichten hatte, 1999 mehrere Etagen im Haus der Elektroindustrie am Alexanderplatz. Jedoch wurde in der Stresemannstraße 130, mehr zu den übrigen Ministerien hin, ein Neubau vorgesehen. Dessen Planungen und die Ausführung stammen von den Geier Maass Pleuser Architekten, das Richtfest konnte am 25. September 2008 gefeiert werden.[18] Am 6. Juni 2011 erfolgte der offizielle Umzug in die Liegenschaften Stresemannstraße 128–130 in Berlin-Mitte und Köthener Straße 2–3 (Park Kolonnaden) in Berlin-Kreuzberg.[19] In der Nachbarschaft des modernen Gebäudes sind dauerhaft einige Elemente der Berliner Mauer erhalten.[20] Diese bemalten Mauerelemente stehen allerdings nicht auf ihren historischen Plätzen. Da das Gebäude des heutigen BMU die zweitreihige Grenzbebauung war, waren dort auf den Mauerelementen keine Graffiti zu sehen, die Elemente waren weiß. Das benachbarte, bereits früher für Verwaltungen genutzte Gebäude wurde saniert und in den BMUKN-Komplex einbezogen. In Berlin sind einige Räumlichkeiten des Ministeriums für die Öffentlichkeit zugänglich.[21] Nach der Bundestagswahl 2013 wurde die Abteilung Bau vom Bundesverkehrsministerium dem Bundesumweltministerium angegliedert. Die Mitarbeiter dieser Abteilung arbeiten in der Liegenschaft Krausenstraße 17–18 in Berlin.
Wegen der wachsenden Aufgabenbereiche und der damit verbundenen größeren Zahl an Mitarbeitern ist ein Ergänzungsbau geplant, der sich unmittelbar an das denkmalgeschützte Gebäude entlang der Stresemannstraße anschließen soll. Dazu hatte das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) im Jahr 2019 einen Planungswettbewerb organisiert[22], den das Architekturbüro JSWD Architekten (Köln) mit RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten (Bonn) sowie C.F. Møller Architects mit C.F. Møller Landscape (Aarhus, Dänemark) gewannen. Aus der zweiten Wettbewerbsphase ging das Büro C.F. Møller Architects als Sieger hervor. Der Neubau soll etwa 30.000 Quadratmeter Nutzfläche bieten, auf der neben Büros auch eine Kantine, ein Konferenzzentrum sowie ein Medien- und Informationszentrum für das Ministerium entstehen. Weitere Nutzungen durch andere Ministerien und durch das Abgeordnetenhaus von Berlin sind denkbar. Im Januar 2020 wurden die Entwürfe im BBR, Straße des 17. Juni 112, öffentlich ausgestellt.[23]
Publikationen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zu besonderen Ereignissen und Themenschwerpunkten werden kostenlose Broschüren publiziert, die in Papierform und im Internet zur Verfügung stehen.[24] Für die Bildung werden Hefte, häufig in mehreren Sprachen, aufgelegt.[25]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Simon Haas, Jonas Hermann, Charlotte Eckstein: „Wuchernder Staat: Deutschlands Regierungsapparat wird grösser und grösser“ NZZ vom 10. April 2021.
- ↑ Bundeshaushalt digital. In: bundeshaushalt.de. Bundesministerium der Finanzen, abgerufen am 22. Mai 2025.
- 1 2 Friedrich Merz (als Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland): Organisationserlass. (PDF; 2,72 MB) Gemäß § 9 der Geschäftsordnung der Bundesregierung. 6. Mai 2025, abgerufen am 6. Mai 2025.
- ↑ Bettina Hoffmann: Das neuseeländische und das deutsche System von Schutzgebieten. 1. Auflage. 2012, ISBN 978-3-8329-4697-5, S. 184–201. (nomos-elibrary.de, abgerufen am 29. November 2020)
- ↑ Brigitte Sauzay: Die rätselhaften Deutschen. Die Bundesrepublik von außen gesehen. Bonn Aktuell, Stuttgart 1986, ISBN 3-87959-257-8, S. 199.
- ↑ Stefan Franke: Politik und ihr Überbau – Vom Umgang mit Gegnern in der Politik. Seminararbeit an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen, 2004.
- ↑ Wie Merkel Röttgen abschaltete. Spiegel Online. Abgerufen am 16. Mai 2012.
- ↑ Bundes-Milliarden für den Umweltschutz − 2011 ( vom 7. März 2012 im Internet Archive)
- ↑ bundestag.de: Haushalt 2013, Fiskalvertrag, Beschneidung. Abgerufen am 5. Januar 2013.
- ↑ Sven Becker, Gerald Traufetter: Rüge vom Bundesrechnungshof: Umweltministerium gibt mehr als eine halbe Milliarde Euro für Berater aus. In: Spiegel Online. 30. Oktober 2019 (spiegel.de [abgerufen am 30. Oktober 2019]).
- ↑ Bundesrepublik Deutschland – Der Bundeskanzler: Organisationserlass. (PDF; 535 kB) In: bundesregierung.de. 8. Dezember 2021, abgerufen am 15. Dezember 2023.
- ↑ Kevin Gensheimer,AFP: Kabinett Merz: Das sind die 17 neuen Bundesminister. 6. Mai 2025, abgerufen am 6. Mai 2025.
- ↑ DDR-Umweltbewegung im Rahmen einer Gesprächsreihe im Haus der Natur in Potsdam; im ersten Halbjahr 2009. ( vom 17. Dezember 2013 im Internet Archive) In: hausdernatur-potsdam.de
- ↑ Faltblatt zur Umweltsituation in der DDR 1989. ( vom 17. Dezember 2013 im Internet Archive; PDF; 1,5 MB) In: hausdernatur-potsdam.de
- ↑ bmu.de
- ↑ Beteiligungsbericht des Bundes 2022. (PDF; 6 MB) Bundesfinanzministerium, abgerufen am 3. Dezember 2023 (deutsch).
- ↑ Anschriften des Bundesumweltministeriums. Abgerufen am 3. Juni 2019.
- ↑ Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung: Neubau für das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. ( vom 9. März 2012 im Internet Archive) In: bmu.de, abgerufen am 1. Januar 2011.
- ↑ Anfahrt Berlin. (PDF; 222 kB) In: bmu.de. Abgerufen am 15. Dezember 2023.
- ↑ Bauvorhaben am Dienstsitz Berlin ( vom 31. März 2014 im Internet Archive), abgerufen am 14. Juni 2012.
- ↑ Bürgerforum. Service Besucherdienst. ( vom 27. Juni 2016 im Internet Archive) In: secure.bmub.bund.de
- ↑ Erweiterung des Dienstgebäudes des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) in Berlin-Mitte. Archiviert vom am 12. Mai 2021; abgerufen am 15. Dezember 2023.
- ↑ Knapp 30.000 Quadratmeter Nutzfläche: Verwaltungsbau soll Lücke in Mitte schließen. In: Berliner Zeitung. 4./5. Januar 2020, Immobilienbeilage, S. 2.
- ↑ BMU-Website mit einer Übersicht der Themen-Broschüren; Stand Juni 2013 ( vom 27. April 2013 im Internet Archive).
- ↑ BMU-Homepage mit der Übersicht Bildungsmaterialien. ( vom 31. März 2014 im Internet Archive) In: bmub.bund.de
Koordinaten: 50° 42′ 25,1″ N, 7° 8′ 18,9″ O




