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Austrian Power Grid

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Austrian Power Grid AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1999
Sitz Wien, Osterreich Österreich
Leitung Gerhard Christiner (Technischer Vorstand)

Marcus Karger (Kaufmännischer Vorstand)

Peter F. Kollmann (Aufsichtsratsvorsitzender)

Mitarbeiterzahl ca. 1000 (2024)
Umsatz 696 Mio. Euro (2020)
Branche Energieversorgung
Website www.apg.at

Die Austrian Power Grid AG (APG) mit Sitz in Wien ist der Betreiber des Übertragungsnetzes Österreichs. Das Netz umfasst das Hochspannungsnetz mit den Spannungsebenen 380 kV mit dem 380-kV-Hochspannungsring, 220 kV und 110 kV sowie mehrere Umspannwerke und Netzschaltanlagen. Die Austrian Power Grid ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Verbund AG.

Hintergrund und Netz

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Das Netzgebiet der Austrian Power Grid bildet eine eigenständige Regelzone im zusammengeschalteten kontinentaleuropäischen Stromnetz. Die Hauptschaltleitung befindet sich im 10. Wiener Gemeindebezirk, gleich neben dem Umspannwerk Wien-Südost. An die APG-Regelzone sind mittels Kooperationsvereinbarung auch die Netze in Tirol und Vorarlberg angeschlossen; damit umfasst die Regelzone der APG alle Bundesländer Österreichs, ausgenommen ein Korridor in Vorarlberg, der zum deutschen Regelblock gehört.[1] Auslöser der Kooperation ist das dritte Energiemarkt-Liberalisierungspaket (2009) der EU, welches für Übertragungsnetzbetreiber die Entflechtung von ihrer Muttergesellschaft vorschreibt, was für kleine Netze hohe Kosten verursacht. Die Austrian Power Grid AG ist vom Verbund-Konzern entflochten.

Mit einer Trassenlänge von 3.430 km und darauf verlaufenden Leitungen mit einer Gesamtlänge von 6.965 km ist das Übertragungsnetz der Austrian Power Grid von entscheidender Bedeutung für die österreichische Stromversorgung.

Aktuell (Geschäftsjahr 2020) weist das APG-Hochspannungsnetz folgenden Umfang auf:[2]

Spannungsebene [kV] Systemlänge [km]
3802.583
2203.206
1101.176

Siehe auch: 380-kV-Hochspannungsring

Von 2014 bis 2018 war Ulrike Baumgartner-Gabitzer Vorstandsvorsitzende.[3][4]

Netze anderer Betreiber

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In ganz Österreich verläuft auch ein Bahnstromnetz der ÖBB.

Die Landesenergieversorger der 9 Bundesländer betreiben Verteilleitungen hinauf zumindest bis zur Spannungsebene 110 kV. Freileitungstrassen werden mitunter geteilt, also gemeinsam mit dem APG betrieben. So entsteht die Mittelburgenland-Leitung (Umspannwerk Oberpullendorf – UW Rotenturm) ab 2023 auf 3/4 ihrer Länge auf der Trasse des bestehenden 380-kV-Hochspannungsrings der APG – jedoch auf eigenen Masten.[5][6]

Ein Korridor besteht in Vorarlberg.

Erneuerung der Ennstalleitung (bis 2027)

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Die aus 1949 stammende 70 km lange Ennstalleitung (220 kV) verläuft von Weißenbach bei Liezen in der Steiermark bis Wagrain in Salzburg. Sie soll in den Jahren 2025 bis 2027 völlig erneuert werden. Statt eines einzelnen Leiterseils pro Pol sollen Zweierbündel zum Einsatz kommen. Damit steigt die Stromaufnahmefähigkeit etwa auf das Doppelte, und es werden Koronaverluste reduziert. Masten werden um bis zu 10 m erhöht, um Abstände insbesondere zu Wohnbauten und Durchfahrtshöhen für landwirtschaftliches Gerät zu vergrößern.[7][8] Kritik an dieser Erneuerung zielt darauf, dass die Trassenführung nicht geändert wird und sie eigentlich gemäß den aktuell gültigen Richtlinien neu projektiert werden sollte.[9]

Südverbindung Lienz

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Die seit 1956 bestehende 220-kV-Verbindung vom Knoten Lienz nach Italien soll mit Stand 2026 erneuert werden. 280 Mio. Euro Kosten sind für die 35 km Länge bis zur Staatsgrenze projektiert. Statt einem Leiterseil pro Pol soll ein Bündelleiter mit 2er-Bündel verwendet werden um Koronaverluste zu verringert. 4,5 Monate nach der UVP-Verhandlung erging am 20. Februar 2026 der positive Bescheid, bis 2031 soll der Neubau der Leitung fertiggestellt sein.[10]

Südverbindung Lienz und Netzausbau in Kärnten

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Ein Schwerpunkt der Bautätigkeit liegt im Süden Österreichs, um die überregionalen Kapazitäten nach Italien zu erhöhen und die Energiewende regional abzusichern. Die seit 1956 bestehende, 35 km lange 220-kV-Verbindung vom Knoten Lienz (Osttirol) bis zur Staatsgrenze nach Italien wird im Rahmen des Projekts „Südverbindung Lienz“ komplett erneuert. Nach der Umweltverträglichkeitsprüfung im Herbst 2025 wurde am 20. Februar 2026 der positive Bescheid erteilt.[11] Das mit rund 280 Mio. Euro budgetierte Vorhaben sieht den Einsatz von Bündelleitern vor, um Koronaverluste zu minimieren und die Übertragungsleistung zu steigern; die Fertigstellung ist für 2031 geplant.

Parallel dazu treibt die APG den Lückenschluss des österreichischen 380-kV-Rings in Kärnten voran. Nach jahrzehntelangen Planungsverzögerungen wurde im April 2024 eine Grundsatzeinigung zwischen der Kärntner Landesregierung und der Austrian Power Grid erzielt.[12] Das Projekt umfasst eine rund 192 km lange Trassenführung vom Umspannwerk Lienz über Obersielach bis zur Landesgrenze zur Steiermark. Die Leitung soll primär entlang bestehender Korridore verlaufen, um den Eingriff in das Landschaftsbild möglichst gering zu halten. Dieses Vorhaben gilt als Voraussetzung für die Integration großflächiger Photovoltaik-Einspeisungen und die Versorgungssicherheit der Industriezentren um Villach und Klagenfurt. Während die wirtschaftliche Notwendigkeit betont wird, sind die finalen Kosten aufgrund der topographischen Herausforderungen noch nicht abschließend beziffert.[13]

Investitionspaket bis 2034

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Ein österreichweites Investitionspaket sieht mit Stand Februar 2026 bis zum Jahr 2034 rund 9 Mrd. Euro für Netzausbau und -umbau vor.

Nach bspw. "Sichere Stromversorgung Zentralraum Oberösterreich" und "Neue 380-kV-Leitung zwischen Elixhausen und Kaprun in Salzburg" ist die "Südverbindung Lienz" das siebente Projekt mit positiver UVP.[14]

Einzelnachweise

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  1. Lastflüsse apg.at, APG, abgerufen am 28. Juli 2016.
  2. Über uns apg.at, APG, abgerufen am 3. Juli 2020.
  3. APG-CEO Baumgartner-Gabitzer scheidet mit Jahresende aus Vorstand aus. ots.at, APA, 10. September 2018, abgerufen am 9. Jänner 2019.
  4. »Infrastrukturausbau braucht Unterstützung der Politik« (Memento vom 16. Februar 2020 im Internet Archive) report.at, 7. Jänner 2019, abgerufen am 9. Jänner 2019.
  5. Netz Burgenland startet Initiative ÖKO 5c. In: netzburgenland.at. 9. März 2021, abgerufen am 6. April 2023.
  6. Startschuss für Mittelburgenland-Leitung. In: orf.at. 6. April 2023, abgerufen am 6. April 2023.
  7. Austrian Power Grid (APG): 70 Jahre alte Ennstalleitung wird zukunftsfit apg.at, Austrian Power Grid, 13. Juli 2022, abgerufen am 6. Januar 2023.
  8. 220 kV-Leitung durchs Ennstal wird saniert ORF.at, 13. Juli 2022, abgerufen am 13. Juli 2022.
  9. Masten bis zehn Meter höher: Appelle verhallten: Keine Änderungen bei Stromleitung durch das Ennstal. In: Kleine Zeitung. 12. Juli 2022, abgerufen am 11. September 2022.
  10. UVP-Prüfung : Grünes Licht für Hochspannung in Osttirol. In: orf.at. 20. Februar 2026, abgerufen am 20. Februar 2026.
  11. UVP-Prüfung: Grünes Licht für Hochspannung in Osttirol. kaernten.ORF.at, 20. Februar 2026, abgerufen am 6. Mai 2026.
  12. Energiezukunft Kärnten: Grundsatzeinigung zum Netzausbau. Land Kärnten, 12. April 2024, abgerufen am 6. Mai 2026.
  13. 380-kV-Leitung: Kosten für 192-Kilometer-Projekt noch offen. 5min.at, 16. April 2024, abgerufen am 6. Mai 2026.
  14. UVP-Prüfung : Grünes Licht für Hochspannung in Osttirol. In: orf.at. 20. Februar 2026, abgerufen am 20. Februar 2026.